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Mittwoch, 08.06.2016

Zwölf mal Sport!

Das Familiensportfest im Sprengelpark am 5. Juni

Ein buntes Fest
Der ersehnte Stempel
Das Familiensportfest im Sprengelpark
Schön gießen
Die Sprengel-Kiez-Flitzer
Die Urkunde zur Belohnung

„Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
kürzt die öde Zeit, und er schützt uns durch Vereine,
vor der Einsamkeit“.

Was der Schriftsteller Joachim Ringelnatz (1883-1934) so treffend formulierte, ist heute so aktuell wie je. Sich zu bewegen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Sport hält den Körper fit und baut Stresshormone ab. Besonders im Kindesalter ist Sport wichtig, für die organische und motorische Entwicklung. Er sorgt für das psychosoziale Wohlbefinden, unterstützt bei der Persönlichkeitsentwicklung und beim Erlernen sozialer Kompetenzen. Darüber hinaus wirkt sich ausreichend Bewegung positiv auf das Lernverhalten der Sprösslinge aus.


Kinder lieben es, sich zu bewegen. Sie strampeln, toben und rennen und der eine oder die andere kippelt vielleicht auch mal im Unterricht auf dem Stuhl. Allerdings ist die Nutzung von Bildschirmmedien im Kindesalter in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Diese, größtenteils passive, Tätigkeit hat nicht nur schädliche Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung, sie kann auch Adipositas begünstigen. Dem will das vom Quartiersmanagement Sparrplatz geförderte Projekt „Gesund und Bewegt im Sprengelkiez“ entgegenwirken.


Seit 2013 läuft das Projekt, in dessen Rahmen das Familiensportfest entstanden ist. Am 5. Juni 2016 jährte es sich zum dritten Mal in der gewohnten Umgebung des Sprengelparks. Es geht darum „Sport sichtbar zu machen“, so Projektkoordinatorin Rouvena Jennrich. „Das heißt auch, Sportangebote, die im Kiez vorhanden sind, bekannt zu machen. Wir wollen zeigen, was es neben Fußball noch gibt – oder auch neben anderen Trend-Sportarten“, so Jennrich.


Das konnten junge Menschen an zwölf unterschiedlichen Mitmachständen direkt ausprobieren und dabei unterschiedliche körperliche Fähigkeiten einbringen. Auf die Körperspannung und den richtigen Winkel kam es beim Bogenschießen an. Beim Dosenwerfen war Geschicklichkeit gefragt. Und auch olympische Disziplinen fanden Einzug auf das Familiensportfest: So konnten die Kids - denn um sie ging es vor allem - sich im Standweitsprung üben. Gleich zwei asiatische Kampfsportarten gehörten zum Sportprogramm. Die Besucher*innen hatten die Möglichkeit, erste Techniken des Taekwondo und von Kung Fu Wushu zu erlernen. Beim Afro Aerobic wurde getanzt, sich gedehnt und gestreckt und in der Hüpfburg aus vollen Kräften getobt. Ein geschickter Umgang mit dem Ball wurde beim Dribbeln durch den Fußballslalom gefordert; allerdings wird es aus dem Teilnehmer*innenfeld keine Nachmeldungen zur Fußball-EM mehr geben. Eine gute Körperkoordination und viel Balance sind auf der Slackline gefordert. Konzentriert ging es beim Tennisringwerfen zu. Ausdauer und Leibeskraft war beim Blumengießen mit den knallgelben „Schön“-Kannen des Quartiermanagements erforderlich. Was auf den ersten Blick entspannt wirkte, erforderte langen Atem von den Teilnehmer*innen beim Hin- und Rückweg zu den Wasserpumpen außerhalb des Parks. Wer alle Stationen durchlaufen hatte, erhielt eine Urkunde zur Belohnung.


Bei der Taekwondo-Aufführung des im Sprengelkiez ansässigen Sportvereins „Tigers Berlin e.V.“ durfte dann kurz verschnauft und gestaunt werden. Wahnsinn, was die Sportler*innen auf die Bühne brachten! Den krönenden Abschluss bildete der von vielen ersehnte Sprengellauf. Gegeneinander traten zunächst die 6- bis 12-Jährigen „Sprengel-Kiez-Flitzer“ an. Sie lieferten sich ein Kopf-an-Kopfrennen über ganze zwei Sprengelpark-Runden. Ihnen folgten im zweiten Durchgang noch jüngere Sportlerkolleg*innen, die zwar nur die Hälfte der Strecke zu bezwingen hatten, aber genau so viel Ehrgeiz mobilisierten. Alle Läufer*innen kamen ins Ziel und erhielten zur Belohnung die Goldmedaille.


„Das Familiensportfest war ein voller Erfolg“, erzählt Brigitte Funke, Mitglied des Vorstandes und Projektleitung bei „Gesund und Bewegt im Sprengelkiez e.V." „Wir hatten eine hohe Teilnehmerzahl, es herrschte gute Stimmung und auch das Wetter hat mitgespielt.“ Sogar politische Aufmerksamkeit bekam das diesjährige Familiensportfest. Denn Sabine Smentek, die Bezirksstadträtin für Jugend, Schule, Sport und Facility Management, war ebenfalls Gast des Festes.


Ein siegreiches und bewegtes Familiensportfest liegt hinter uns, das nicht nur viel Spaß gemacht, sondern vielleicht dem einen oder der anderen Besucher*in eine neue Sportart näher gebracht hat. Und wem am nächsten Tag Arme, Rumpf und Beine schmerzten, der konnte sich wenigstens darüber freuen, den Sonntag in netter Gesellschaft verbracht zu haben.


Text: Sophie Rothbarth, Fotos: Anna Lindner

 
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