Suche

Newsletter bestellen für

Top Themen

Werden Sie aktiv im Kiez!

Der Runde Tisch Sprengelkiez (RTS) ist ein bewohnergetragendes Gremium, dass sich für die Belange der Bewohner*innen im Sprengelkiez einsetzt. Neue Mitglieder*innen sind herzlich wilkommen. Mitmachen!

 

Unsere Filmdokumentation ist online!

Sie können ab sofort 17 Jahre Quartiersmanagement Sparrplatz in unserer filmischen Dokumentation Revue passieren lassen. Ansehen!

 

 


 

 

Sie befinden sich hier: kiez.info - Kiez-Nachrichten / Wie werden wir 2017 kommunizieren?
Mittwoch, 14.09.2016

Wie werden wir 2017 kommunizieren?

Abschluss der Informationsreihe Verstetigung: Öffentlichkeitsarbeit im Sprengelkiez

Engagierte Diskussion unter den Teilnehmern
Ideensammlung: Wer betreibt eigentlich PR im Kiez?
Das Protokoll entsteht auf Flipchart-Tischdecken
Ideensammlung: Wie kann das scheidende QM die Öffentlichkeitsarbeit 2017 unterstützen?

Seit nunmehr zwei Jahren treffen sich interessierte Anwohner*innen und lokale Akteur*innen regelmäßig zur Informationsreihe Verstetigung. Thema ist – natürlich – der Sprengelkiez. Und dort vor allem die Zukunft des Sprengelkiezes nach dem Weggang des Quartiersmanagements im Dezember 2016. Was zunächst aufgrund des zeitlichen Abstands noch wenig greifbar war, wurde im Laufe der Monate immer fassbarer. Nun, am 7. September, fand die letzte Veranstaltung der Reihe statt. Das sehr konkrete Thema war, wie die Öffentlichkeitsarbeit im Sprengelkiez ab 2017 organisiert werden kann.

Der harte Kern des Quartiers fand sich an diesem Abend zusammen, um unter Moderation des QM-Teams darüber zu reden, welche Formate der Öffentlichkeitsarbeit sich im Kiez bewährt haben und wie das QM-Team konkret dabei helfen kann, weiterhin professionell in den Kiez zu kommunizieren. Und natürlich auch über den Kiez hinaus. Als Ziel für 2017 wurde gemeinsam an dem Abend definiert, dass sich Bewohner*innen, Akteur*innen und Institutionen auch weiterhin über Beteiligungsmöglichkeiten und aktuelle Entwicklungen im Kiez informieren können. Denn – dies muss man wissen – die bisherige Website des Quartiersmanagements Sparrplatz (auf der Sie zum Beispiel diesen Artikel lesen) wird ab Januar 2017 zwar weiter online sein, aber nicht mehr bespielt. Dort können sich dann die Nachbar*innen und lokal Interessierte online zur 17jährigen Entwicklung des Kiezes (1990 -2016) informieren und in Memoriam über die Erfolge der QM-Arbeit in ihrem Kiez belesen.

Der recht kurze, aber intensive Abend trug eigentlich weniger Informations- als Arbeitscharakter. Das QM-Team hatte einen Workshop nach dem „World-Café“-Modell vorbereitet, in dessen Rahmen die Runde der Anwesenden jeweils 20 Minuten lang eine bestimmte Fragestellung diskutiert. Die Teilnehmer*innen starteten damit, dass auf einem ausgebreiteten Flipchartpapier alle Institutionen aus dem Kiez gesammelt wurden, die im Moment selber Öffentlichkeitsarbeit leisten, in welcher Form auch immer. Heraus kam eine recht umfangreiche Aufstellung von Angeboten, die natürlich oft oder zumeist sehr zugespitzt eigene Inhalte verbreiten.

Als Betreiber einer zukünftigen PR im Sprengelkiez, die bisherige Kommunikationsaufgaben des Quartiersmanagements übernehmen könnten, aber auch selbst bereits in diesem Feld agieren, kristallisierten sich schnell zwei Institutionen heraus. Günstig: Deren Vertreter saßen mit am Tisch. Es handelt sich dabei um den „Runden Tisch Sprengelkiez“ (Siemen Dallmann, Holger Scheibig) und um „Dein Kiezbote“, die Zeitung für den Sprengelkiez (Narcisse Djakam) sowie – heute besonders interessant – ihren Webauftritt.

In einer zweiten Runde des Workshops wurde nun aufbauend auf der ersten gefragt, welche Inhalte, welche Themen für die Nachbar*innen im Kiez relevant sind und damit Bestandteil dieser zukünftigen PR sein könnten. Hier wurden neben aktuellen Infos vor allem die Entwicklung des Kiezes, Geschichten aus dem Kiez, Veranstaltungstipps, Möglichkeiten, um Fördermittel für verschiedene Unternehmungen zu bekommen, aktuelle Entwicklungen und Beteiligungsmöglichkeiten genannt. Schnell wurde klar, dass die Webauftritte des Runden Tisches Sprengelkiez (www.runder-tisch-sprengelkiez.de) und des Kiezboten (www.kiezbote.org) große Schnittmengen hinsichtlich ihrer Themenwahl aufweisen. Und genauso schnell war man sich darüber einig, dass eine Aufteilung thematischer Schwerpunkte zwischen den beiden Partnern sinnvoll ist. Hierzu wurde vereinbart, im Gespräch zu bleiben. Dies ist angesichts der Tatsache, dass der Kiezbote sich beim Runden Tisch engagiert und dieser wiederum in jeder Ausgabe der Zeitung seine Aktivitäten darstellt, ein Leichtes. Als neues Format stellte Narcisse Djakam nun die Artikelserie „Die Welt im Wedding“ vor, in der über die interkulturelle Aufstellung des Kiezes anhand der Lebensgeschichten verschiedener Menschen von hier berichtet wird. Die Artikelserie wird auf der Website des Kiezboten erscheinen und – so die Weiterexistenz der Zeitung gesichert werden kann – auch Einzug in die Printausgabe finden.

In einer dritten und letzten Arbeitsrunde ging es dann ums „Eingemachte“. Hinter der Formulierung, wie die Öffentlichkeitsarbeit im Kiez 2017 weiter unterstützt werden kann, verbarg sich vor allem die Frage, was das Quartiersmanagement den Aktiven im Kiez aus seiner mehr als 15jährigen Arbeit hinterlassen kann. Wünsche seitens der Anwesenden gab es einige, das fing an mit Galerie-Hängesystemen für Bilder, die noch im QM-Büro sind, ging über Gestaltungsvorlagen für Postkarten, Newsletter und Plakate und endete mit der Adressliste für den QM-Newsletter. Auch über die Schaukästen im Kiez – etwa am Pekinger Platz -, Logos und die Vorlage für den interkulturellen Kalender wurde gesprochen. Die QM-Teammitglieder Julia Kunze und Magdalene Loda sicherten zu, schnellstmöglich zu prüfen, was zur Weitergabe geeignet ist. Dabei sind insbesondere Aspekte des Datenschutzes zu prüfen, so kann beispielsweise die Adressliste für den Newsletter nicht ohne Zustimmung der Adressaten weitergegeben werden. Um hier die Zustimmung unkompliziert zu halten, einigte sich die Runde darauf, in den folgenden QM-Newslettern auf die Weitergabe der Adressen hinzuweisen und gleichzeitig die Möglichkeit zu offerieren, der Weitergabe nicht zuzustimmen.  

Trotz der relativ kurzen Zeit kam man also zu guten Ergebnissen. Die freundliche und intensive Arbeitsatmosphäre ließ einen Eindruck davon entstehen, wie eng und vertrauensvoll im Sprengelkiez zusammen gearbeitet wird. Und gleichzeitig kam auch ein wenig Wehmut auf, denn mit dem Quartiersmanagement verabschiedet sich nicht nur eine starke und vernetzend wirkende Institution, sondern es gehen auch Menschen, mit denen gemeinsam im Kiez einiges erreicht werden konnte. Aber – let’s go – wir haben ja noch drei Monate.

 

Text und Fotos: Johannes Hayner

 
Logo Europäische Union Logo Städtebauförderung durch Bund, Land und Gemeinden Logo Soziale Stadt QM Sparrplatz Berlin baut Logo Berlin Mitte Logo Berlin Mitte