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Montag, 13.04.2015

Die Freiheit hat ihren Preis...

N. Djakam Foto: integritude.de

Beitrag aus Dein Kiezbote, 2. Ausgabe
Seit 1999 ist das QM am Sparrplatz ein unabdingbares Instrument der Stabilisierung und Dynamisierung des Sprengelkiezes. Durch Förderung von Projekten und Aktivitäten u.a. zur Aktivierung und Vernetzung der Bürger hat es sich im Leben der lokalen Gemeinschaft fest verankert. Ab 2016 soll damit Schluss sein. Das QM wird verstetigt. Die Bürger müssen selbstständig die existierenden Strukturen und Aktivitäten koordinieren und weitererhalten. Einfacher gesagt als getan…

Pragmatismus vs. lokale Realitäten

Laut Datenauswertungen haben sich die Defizite im Sprengelkiez stabilisiert. Das Gutachten des Deutschen Instituts für Urbanistik erklärt das Quartiersmanagementgebiet Sparrplatz für fähig, sich eigenständig zu betreuen. Das Gutachten basiert auf Fakten, Zahlen und Statistiken. Es wäre nicht angebracht, die Expertise in Frage zu stellen. Die lokalen Gegebenheiten spiegeln jedoch nicht spürbar diese positiven Schlussfolgerungen für unseren Kiez wider. Offensichtlich haben (wieder?) Theoretiker (und Verwaltung) schnelle Schlussfolgerungen in warmen geschlossenen Räumen getroffen. Oder haben wir zu lange unter der Begleitung des Vaters Staat gelebt, sodass wir die Eigenständigkeit verlernt haben? Was sollen wir tun?

Die Angst vor dem Unbekannten

Die Verstetigung versteht sich als Überleitung in die Selbstständigkeit des Kiezes. Im Rahmen dessen entwickelte das QM-Team mit lokalen Akteuren einen Aktionsplan, der die Strategien zur gelungenen Verstetigung konkretisiert. Die aktuelle Arbeitsphase geht bis Ende 2016 und soll die aufgebauten Strukturen so stärken, dass sie auch ohne QM existieren können. Es herrscht gerade eine Art Panik im Kiez. Alle fühlen sich vom System im Stich gelassen und sehen den Prozess der Verstetigung als Falle. Dabei ist das die Chance mit weniger Bürokratie - sprich viereckigen Einflüssen von außen - unsere Ideen umzusetzen. Dieser Prozess bietet für uns somit auch die Chance für einen Neuanfang. Die Angst vor dem Unbekannten ist ein normales Verhalten. Nicht fähig zu sein, die Herausforderung anzunehmen und passende Antworte zu finden, wäre jedoch fatal.

 

Die Freiheit hat ihren Preis

Tatsächlich hat die Freiheit ihren Preis. Die BürgerInnen im Kiez müssen sich lokal organisieren, um die Aktivitäten zu managen. Dabei zählen vor allem der persönliche Einsatz aller Teilnehmer und eine faire und offene Zusammenarbeit mit dem QM und den Behörden/der Verwaltung. Eins ist klar: Alle Akteure wünschen sich eine sonnige Zukunft für unseren Kiez. Die Ansätze scheinen sich zu widersprechen, deswegen sollten wir einen strukturierten Plan gestalten und anfangen ihn umzusetzen. Folgende Punkte können eine Kernrolle in der Strategie spielen:

  • Eine verstärkte und koordinierte Vernetzung der lokalen Akteure
  • Die Konsolidierung der existieren Projekte durch garantierte Finanzierung unter der Leitung von fähigen Trägern
  • Die Wertschätzung des Bürgerengagements und die Aktivierung von neuen aktiven Bürgern im Kiez.

Einige Gruppierungen organisieren sich, um ein Konzept für die passende Strategie zu finden. Das ist der einzig richtige Weg. Die Zeit der Taten ist gekommen. Alea Iacta est!

Narcisse Djakam
 
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