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Montag, 21.02.2011

Update zu den geplanten Baumfällungen am Pekinger Platz

Diese Linde muss wahrscheinlich gefällt werden, weil sie zu schräg steht. Foto: Siemen Dallmann

Leider hatte das Bezirksamt Mitte erst Ende letzter Woche über die geplanten Baumfällungen informiert. Speziell auf dem Pekinger Platz sollen mehrere Pappeln, Ulmen und Linden fallen. Einige Bürger/innen erkundigten sich nun besorgt beim QM Sparrplatz und fragten nach dem Zusammenhang mit der geplanten Umgestaltung des Pekinger Platzes. Baumgutachter Michael Barsig ist ebenfalls aktiv geworden.

Hier ein aktueller Zwischenstand:

In dem letztes Jahr vorgestellten Entwurf für den Pekinger Platz (siehe Artikel dazu) war lediglich vom Roden bzw. Rückschnitt einiger Büsche und Gehölze die Rede. Auch der Austrieb am Fuß einiger Bäume sollte gestutzt werden, was zwischenzeitlich auch schon erfolgte.

Wie Wolfgang Leder, der Leiter der Straßenbaumpflege des Bezirks Mitte, heute bestätigte, haben die geplanten Fällungen nur indirekt mit der Umgestaltung zu tun. Die Bäume müssten vielmehr in jedem Fall gefällt werden, da einige von ihnen, vor allem die Pappeln, umsturzgefährdet seien. Das Bezirksamt könne nicht weiter die Verantwortung dafür übernehmen, die Bäume einfach stehen zu lassen: "Was sagen Sie jemandem, der durch einen umgestürzten Baum im Rollstuhl sitzt?" Pappeln seien grundsätzlich in der Stadt problematisch, da sie auch mit ihren Wurzeln Pflaster und Mauern beschädigen und nicht standfest seien. Und es sei auch nicht im Sinne des Steuerzahlers, den Platz umzugestalten, und bald darauf neue Schäden beheben zu müssen.

Eine Linde auf dem Pekinger Platz sei am Absterben und müsse deshalb ebenfalls gefällt werden, so Leder weiter. Weil in der Vergangenheit zu viele Bäume ungeplant und wild wuchsen, sind die Licht- und Lebensbedingungen des Bestandes nicht optimal. Eigentlich müsste langfristig und intelligent geplant werden, welche Bäume nachhaltig und ökologisch sinnvoll seien. Für Neuanpflanzungen hätte das Bezirksamt derzeit aber kein Geld.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Architektin Frau Benninghoff ist es tatsächlich sinnvoll, vor den geplanten Umgestaltungsarbeiten im März jetzt erst einmal die problematischen Bäume zu fällen, die sonst die neuen Pflaster und Mauern beschädigen könnten. Und es wäre denkbar, dass einzelne Bäume neu gepflanzt werden, bezahlt aus den Mitteln der Platzumgestaltung.

Natürlich wird sich das Gesicht des Pekinger Platzes verändern, sollten die Pappeln tatsächlich verschwinden. Und man möchte jedes Grün in der Stadt bewahren. Doch es wäre unverantwortlich, wenn jemand verletzt würde durch herunterfallende Äste oder gar einen umgestürzten Baum. Was nun zu tun ist, sollten also besser die Experten entscheiden.

 

Nachtrag: Gesetzliche Grundlage

Das Grünflächenamt richtet sich nach den "Verwaltungsvorschriften über die Kontrolle der Verkehrssicherheit von Bäumen" die am 04.02.2011 im Amtsblatt veröffentlicht wurden, seit dem 15.02.2011 in Kraft getreten sind und von allen Bezirken befolgt werden. Im Amtsblatt für Berlin findet sich diese aktuelle Verwaltungsvorschrift.  

Ab dem 1. März 2011 will das Bezirksamt Mitte im Internet jeweils aktuell über geplante Maßnahmen informieren. Der Link wird noch bekannt gegeben.

Anne Wispler
 
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