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Tschüß, Wolfgang!

Der Sprengelkiez hat einen schweren Verlust erlitten: Wolfgang Krüger starb am 24. Juni 2008 an den Folgen eines längeren Krebsleidens. Das Team vom Quartiersmanagement Sparrplatz trauert um einen lieb gewonnenen Gesprächs- und Kooperationspartner und eine wichtige Schlüsselfigur im Prozess der sozialen Stadterneuerung.
Bis zuletzt hat sich Wolfgang in vielen Projekten im Sprengelkiez engagiert und dafür gearbeitet, seine Visionen eines nachbarschaftlichen Miteinanders zu verwirklichen. Ob im Quartiersrat, im Kiezrat, als Herausgeber des Kiezboten, in zahlreichen Vereinen, als Abgeordneter der Linken in der BVV Mitte oder bei der Essensausgabe von „Laib und Seele“ – es gab eigentlich kaum eine Sache, die Wolfgang nicht mit gestaltet hat. Das SprengelHaus, das gerade seinen dritten Geburtstag feierte, und viele andere Projekte im Kiez wären ohne ihn längst nicht so erfolgreich, wie sie es heute sind. Dabei kamen Wolfgang Krüger mehrere Eigenschaften zugute – seine herzliche Wärme, sein augenzwinkernder Humor, sein glaubwürdiger Einsatz für soziale Gerechtigkeit, seine sachliche und ausgeglichene Art und nicht zuletzt sein zäher Wille. Seine Krebserkrankung überlebte er viel länger, als die Ärzte ihm vorhergesagt hatten: Auch darin war er ein Kämpfer.
1944 erblickte Wolfgang Krüger in der Burgsdorfstraße 1 das Licht der Welt - "Zwei Zimmer mit Außenklo!“, wie er selbst sagte - später ging er auf die Triftschule um die Ecke. Nach seinem Hauptschulabschluss wurde er Lokschlosser und dann Wagenmeister. Als überzeugter Linker war er schon früh politisch aktiv und arbeitete seit 1998 für die Partei DIE.LINKE als Bezirksverordneter in der BVV Wedding - später Mitte - in verschiedenen Ausschüssen mit. Sein Engagement in vielen Einrichtungen und Vereinen des Sprengelkiezes braucht hier nicht im Einzelnen aufgelistet zu werden.
Wolfgang genoß das Leben, er hatte noch viel vor und erzählte, dass er gerne ein Buch schreiben und noch mehr fotografieren möchte. Im März feierte er seinen 64. Geburtstag im „Nachtschwärmer bei Ernst“ und er wäre gerne noch beim SprengelHausFest am 27. Juni dabei gewesen. Seine Visionen müssen nun andere weiterführen.
Tschüß, Wolfgang!













