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Trionade 08 - Festival für Amateur-Theater
Ein kleines Theaterfestival am Sonntag, den 12. Oktober 2008 mit drei Workshops und drei Aufführungen, gibt Einblick in die Vielfalt von Ideen und Ausdrucksmöglichkeiten, die Menschen gemeinsam auf einer Bühne entwickeln können. Auch wenn Sie keine Theatererfahrung mitbringen - bei den Workshops können Sie mitmachen und damit die Arbeitsweise und die Themenbearbeitung der jeweiligen Gruppe kennen lernen.
Die drei Amateur-Theatergruppen zeigen im Abendprogramm ab 18:30 Uhr ihre Theaterstücke auf der Studiobühne des ATZE-Musiktheaters, Luxemburger Str. 20, 13353 Berlin. Zu jedem der drei Stücke gibt es am Nachmittag von 13:00 bis 16:00 Uhr einen Workshop, der Menschen ohne Theatererfahrung eine Annäherung an die Arbeitsweise und die Themenbearbeitung der jeweiligen Gruppe anbietet. Ein kleines szenisches Arbeitsergebnis jedes Workshops soll als Eröffnungsszene am Abend auf der Bühne zu sehen sein.
Der Eintritt zur Abendveranstaltung kostet 8€, ermäßigt 6€.
Wenn Sie jetzt auch Lust zum Theaterspielen bekommen:
Unter dem Menüpunkt "Angebote und Kurse" werden Sie bestimmt fündig.
Die Workshops
Angeboten werden folgende Themen:
- Interkulturelles Theaterspiel
- Theatersport
- Improvisation zu autobiographischen Texten
Alle Workshops werden von erfahrenen Theaterpädagogen begleitet. Sie finden zwischen 13 und 16 Uhr im SprengelHaus, in der Sprengelstr. 15, 13353 Berlin, statt. Um Anmeldung wird bei Christiane Weigel per mail oder unter: 030 - 210 280 84 gebeten.
Für die Teilnahme an den Workshops wird ein Unkostenbeitrag von 5€ erhoben.
Die Stücke
1. Improvisationstheater von der Theatergruppe "Spontius & Spielatus"
Diese ist eine Gruppe spielfreudiger junger Leute, die nach den Ideen von Keith Johnstone, dem Erfinder des Theatersports, Improvisationstheater machen. Das heißt, es werden Szenen ohne jegliche Vorbereitung aus dem Stegreif gespielt. Die Szenen werden durch bestimmte Vorgaben und Rahmenbedingungen aufgebaut. Das Publikum kann und soll dabei mitbestimmen, wo oder unter welchen Umständen die Szenen stattfinden. Jede Vorstellung ist somit garantiert einmalig und spontan.
2. "Also, sag mal, Mädchen ..." von der Gruppe "FrauenKörperTheater"
Sieben Frauen stellen sich über neun Monate die weiblichste aller Fragen: Bin ich schön? Das Ergebnis: Ein Stück, das persönliche Texte der Spielerinnen, groteske Utopien von einer Welt der absoluten Schönheit und Texte aus den Zeiten, in denen Frauen anfingen, gegen die Rolle der Schönen aufzubegehren, auf die Bühne bringt und nicht zuletzt den Zuschauer selbst in die Auseinandersetzung mit dieser Frage bringt.
Parallel zur Premiere ist im Foyer eine Ausstellung zu sehen, die den Auseinandersetzungsprozess der Spielerinnen während der Entstehung des Stückes dokumentieren soll.
3. "Weltenbummler" der FIB-Theatergruppe
Lioba Reckfort inszeniert mit Flüchtlingen der „Flüchtlingsinitiative Brandenburg“ ein Theaterstück über den Lebensalltag von in Deutschland lebenden Flüchtlingen. Ausgangspunkt des Stückes ist die Lebenssituation in einem Heim außerhalb von Berlin, einem Nirgendwo zwischen Gitterzäunen und der nächsten ostdeutschen Kleinstadt. Langeweile, Perspektivlosigkeit, Unsicherheit und der Mangel an wirklichen Gesprächsstoff treibt die Protagonisten zur Reise in die Großstadt Berlin. Dort erleben sie zum einen Aufschwung durch die Solidarität von Anderen und anfängliche Veränderung, jedoch auch die Nebenwirkungen der Illegalität: die beständige Angst vor Kontrollen, abwertenden Blicken und die Schwierigkeit ehrlicher Beziehung gegenüber den deutschen Mitbürgern.
Die Beteiligten entwickelten das Stück gemeinsam durch Improvisation unter der Leitung von Lioba Reckfort. Entstanden ist eine Collage von Gesprächen, Träumen und realistischen Alltagssituationen –das Leben in Deutschland aus der Perspektive von „Weltenbummlern“ – Bürgern der Welt ohne festen Aufenthaltsstatus.
Ausklang
Im Anschluss an die Vorstellungen findet eine Abschlussparty zum informellen Austausch im Café Schade in der Tegeler Str. 23 statt.








