Aktuelle Veranstaltungen
»Cash Crack«
Fest im SprengelHaus
Wedding Seminare - Schauspielen gegen die Zeit
Wedding Seminare - Tanz Pinguiss!
Wedding Seminare - Dorfgesang in Russland und USA
Wedding Seminare - Kunterbuntes Farbenfilzen
Handarbeiten für einen guten Zweck - Mitmachen im "La Bobine"
Top Themen
Theaterprojekt "Jungs sind doof" - Geschlechtsspezifische Theaterarbeit mit jugendlichen Mädchen der "Lynar"
| TITEL |
LAUFZEIT |
ZIELGRUPPE |
| Theaterprojekt "Jungs sind doof" |
Sommer 07 - Sommer 08 |
Jugendliche Mädchen der 4., 5. und 6. Klasse |
| TRÄGER & KOOPERATIONSPARTNER |
KONTAKT |
HANDLUNGSFELDER |
| Christiane Weigel Jugendfreizeiteinrichtung "Die Lynar" Brüder-Grimm-Grundschule Hermann-Herzog-Grundschule |
Christiane Weigel Sprengelstr. 38 13353, Berlin Tel.030/21028084 |
Kinder/Jugend Bildung/Kultur |
Jungs sind doof?

- Foto: Christiane Weigel
Das Theaterprojekt „streets of wedding“ im Jahr 2007 war von allen Seiten als ein großer Erfolg gewertet worden. Nicht nur war es gelungen, den Mädchen im Kiez eine Plattform zu bieten, in der sie ihre Ideen und Erfahrungen präsentieren konnten, sondern zudem besuchten immer mehr Mädchen die Freizeiteinrichtung „die Lynar“, sodass der Mädchenanteil dort zeitweise 50 % betrug.
Aber mit diesem Erfolg entstanden auch neue Probleme. Es kam häufig vor, dass Jungs die Mädchenräume belagerten und aggressiv oder laut waren. Der Grund? Sie wussten nicht, wie sie mit den Mädchen umgehen sollten, genauso wenig wie die Mädchen mit ihnen.
An diesem neuen Konflikt richtet sich die Weiterführung des Theaterprojektes aus. In „Jungs sind doof“geht es um die Geschlechterbeziehungen. Dabei spielen natürlich auch die Sitten und Regeln der verschiedenen Kulturen eine Rolle, aus denen die Mädchen kommen. Wer weiß, vielleicht lautet das Fazit ja am Ende dann „Jungs sind doch nicht doof“?
Die Ideen
Vor dem multinationalen Hintergrund der Teilnehmerinnen ist die Ausgangssituation im Umgang mit dem anderen Geschlecht komplex. In vielen Familien wird nicht über Geschlechterbeziehungen geredet und Pubertäts- und Geschlechterfragen sind Tabuthemen. Das Theaterprojekt gibt den Teilnehmenden die Möglichkeit, Geschlechterrollen spielerisch nachzuempfinden und zu reflektieren. So sollen die Mädchen sich stärker darüber bewusst werden, welche typischen Geschlechterrollen sie erfahren und selbst gestalten, wie sie sich den Umgang zwischen den Geschlechtern wünschen und wo sie vielleicht Grenzen ziehen möchten.
Durch das Theaterspiel, welches ja auch den gezielten Umgang mit dem eigenen Körper trainiert, erhalten die Mädchen Hilfen, wie sie mit ihrem sich in der Pubertät wandelnden Körper umgehen können. Geradein dieser Zeit sind Mädchen häufig verunsichert und fühlen sich in ihrem Körper unwohl. Die Theatergruppe bietet ihnen einen Schonraum , in dem sie sich ungestört ausprobieren können, ohne dabei unter der Beobachtung und Bewertung durch das andere Geschlecht zu stehen. Theater bietet ihnen die Möglichkeit, sich selbst und den eigenen Körper neu zu erfahren, Hemmungen zu überwinden und in andere Rollen zu schlüpfen.
Methoden
In Anlehnung an das vorhergegangene Projekt wird der Einsatz der Videokamera verstärkt, mit der Orte im Kiez erforscht und in die Theaterarbeit hinein gebracht werden. Vor allem sollen Jungs und ihre Haltung zum Thema Geschlechterrollen mit filmischen Mitteln in die Theaterarbeit integriert werden. Dazu führen die Mädchen unter Anleitung einer Video-Fachfrau Interviews mit Jungs, in denen sie diese zu ihrer Meinung über Mädchen, Liebe, Kochen und was sie sonst noch interessiert, befragen. Das Filmen bietet die Möglichkeit, die Mädchen mit der Videokamera zu genauen Beobachterinnen relevanter Situationen zu machen. Diese werden in den Proben Ausgangspunkt einer weitergehenden Analyse und der theatralen Arbeit. Für das Theaterstück soll aus den entstandenen Videosequenzen ein Dokumentarfilm entstehen, der dem Stück vorgelagert ist.
Wie man uns findet
Die wöchentliche Theatergruppe besteht immer mittwochs als ein Angebot für Mädchen ab 10 Jahren in der ‚Lynar’. Basierend auf der bisherigen Zusammenarbeit mit Grundschulen im Kiez steht das Nachmittagsangebot Mädchen der 4., 5. und 6. Klassen der Brüder-Grimm- und der Hermann-Herzog-Grundschule offen. Interessierte Mädchen melden sich bei ‚Die Lynar’. Das Angebot umfasst fünf Stunden die Woche: zwei Stunden Probezeit und drei Stunden Vor- und Nachbereitung (Regie, Dramaturgie, Recherche, Organisation). Außerdem werden besondere Aktivitäten wie ein Theaterbesuch in der Volksbühne, Ausflüge und Aktivitäten nur für Mädchen in der Jugendfreizeiteinrichtung durchgeführt.
Das Projekt wird wieder in Kooperation mit der Brüder-Grimm-Schule und der Einrichtung „die Lynar“ durchgeführt und freut sich, dass für dieses Schuljahr auch die Hermann-Herzog-Grundschule als Kooperationspartner hinzugewonnen werden konnte.
Ansprechpartnerin
Projektleitung:
Christiane Weigel
christianeweigel[at]web[.]de
Sprengelstr. 38
13353 Berlin
Tel. 030/21028084
Link: Artikel von Frau Weigel







