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    Gesundheit, Bildung, Spaß und Miteinander: Im SprengelHaus starten wieder viele interessante Kurse und Angebote. Vom Bauchtanz bis zum Kung Fu, von der Krabbelgruppe bis zum Improvisationstheater: Die neue Broschüre listet sie alle auf. [mehr]
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    Mit diesem unkomplizierten Fördertopf werden wie immer kleinere Maßnahmen möglich, die aber durchaus eine große Wirkung haben können. Es können noch Projektideen eingereicht und gefördert werden. Jetzt bewerben! [mehr]
Mittwoch, 07.12.2011

Senioren und Studenten für Wohn-Projekt gesucht

Abwaschen!
Und wer macht den Abwasch? Foto: Wikimedia Commons, Bundesarchiv, Erich Schutt,

Das Studentenwerk Berlin und das Bezirksamt Mitte – Abteilung Soziales haben vereinbart, das Projekt „Wohnen für Hilfe“ in Berlin Mitte zu erproben. Wohnen für Hilfe heißt, dass Studierenden ein kostengünstiger Untermietvertrag angeboten wird, wenn sie im Gegenzug bereit sind, die Hauptmieter – in der Regel ältere Menschen – bei der Alltagsbewältigung (Einkauf, schwierigere Hausarbeiten, Begleitung außer Haus etc.) zu unterstützen.

Das Bezirksamt Mitte sucht für die Pilotphase des Projektes fünf bis zehn Menschen ab 60 Jahre, die im Bezirk zu Hause sind, die mindestens ein abgeschlossenes Zimmer zur Verfügung stellen können, die sich vielleicht gelegentlich oder auch öfter einsam fühlen, an einem Kontakt zur jüngeren, studentischen Generation interessiert sind sowie Unterstützung suchen bei den Dingen des täglichen Lebens.
Menschen, die pflegebedürftig sind, sind von diesem Projekt leider ausgeschlossen.

Wer sich die Teilnahme an diesem Projekt vorstellen kann, wird gebeten den Fragebogen bei Frau Krug unter der Rufnummer 9018 42662 oder unter petra.krug[at]ba-mitte.verwalt-berlin[.]de anzufordern. Hier erhalten Interessierte auch weitergehende Informationen.

Bei grundsätzlicher Eignung überprüft der Sozialdienst des Bezirksamts, ob sich die Wohnung für eine Untervermietung eignet. Anfang Januar 2012 können sich dann bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken im Bezirksamt interessierte und geeignete Studierende und Senior/innen persönlich kennenlernen und ein Probewohnen vereinbaren.

In vielen Städten wie München, Freiburg, Jena etc. ist das „Wohnen für Hilfe“ bereits gut etabliert. Voraussetzung für ein funktionierendes Mietverhältnis ist, dass sich beide Seiten ihrer Rechte und Pflichten bewusst sind. Weder kann den Studierenden Damen- oder Herrenbesuch untersagt noch die ständige Präsenz und Unterhaltung des älteren Menschen verlangt werden. Auf der anderen Seite darf das Einkaufen oder der Gardinenwechsel nicht ein einmaliger Gnadenakt der Studierenden bleiben oder die Wohnung zum Probenraum für die eigene Band umfunktioniert werden.

Um zu verhindern, dass der Katzenallergiker bei der Katzenliebhaberin oder der Veganer bei der ehemaligen Metzgerin einzieht, müssen beide Seiten einen Fragebogen ausfüllen. Neben den technischen und finanziellen Details wird hier auch abgefragt, welche Hilfen erwünscht bzw. angeboten werden. So sind neben der Hilfe beim Einkaufen oder im Haushalt auch individuelle Dinge wie Weiterbildung bei Sprachen oder am Computer denkbar.

Sollte das Pilotprojekt erfolgreich verlaufen, kann „Wohnen für Hilfe“ auch in Berlin ein Instrument sein, um studentische Wohnungsnot und Einsamkeit und Unterstützungsbedarf von älteren Menschen gleichzeitig zu vermindern.

Pressemitteilung