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Mittwoch, 27.08.2014

SCHÖNER säen und Schönes sehen

Ein Kiezspaziergang mit Thorsten Haas und Ulrike Riebel von Schöner SprengelKiez

Gießkannen wohin man sieht..
Wasser marsch!
Aus klitze klein wird SCHÖN
Sparrstraße wird blumig
Weg damit - UNSCHÖN!
Ich bin neu und werde SCHÖN

„Wenn die Bäume vertrocknen ist es ähnlich wie bei einem erfrierenden Menschen, zuerst trifft es die äußeren Glieder dann zieht es sich in den Körper.“, erklärt Thorsten Haas von Mittel&Wege und zeigt dabei auf die vertrocknete Blätterkrone eines schmächtigen Laubbaumes.  

Es ist der 19. August 2014 und wieder einmal Zeit für einen SCHÖNEN Spaziergang durch den SprengelKiez. Mittel&Wege realisiert seit zwei Jahren gemeinsam mit der Umwelt- und Tierschutzorganisation Stadt&Hund und dem Kulturbureau Kollegen 2,3, von dem heute Ulrike Riebel dabei ist, das Projekt „Schöner SprengelKiez“. Die Anregung dazu kam aus dem Quartiersrat des QM-Gebietes Pankstraße. Mit der Kiezverschönerung als Ziel realisierte das Team mit Bewohnern des SprengelKiezes verschiedenste Aktionen rund um die Beseitigung von Müll und Hundekot – alles unter dem Motto „Unschönes beseitigen und Schönes fördern“.

Heute soll es um die Bäume und Blumen im Kiez gehen. Denn obwohl es den im Rahmen der senatsgeförderten Aktion „Stadtbäume für Berlin“ gepflanzten Jungbäumen (momentan sind es 15 neu gepflanzte Bäume im Kiez) durch Baumpflegemaßnahmen der Stadt meist gut geht, haben ihre älteren Mitstreiter besonders in den Trockenperioden des Jahres zu kämpfen. Um sie kümmerte sich hier fast niemand. Wir starten unseren Spaziergang an der Pumpe auf dem Pekinger Platz. Die Pumpe steht allen Anwohnern für das Gießen der umliegenden Straßenbäume und Grünanlagen zur Verfügung – wie alle funktionstüchtigen Wasserpumpen im Stadtgebiet. Wir passieren die Zahnarztpraxis Kunith in der Kiautschoustraße 10, bei der neuerdings auch eine der vielen quietschgelben Gießkannen deponiert ist, die den Bewohnern zur Baumbewässerung dienen. Dazu gab es gleich noch eine Einführung zum richtigen Gießen, erzählt Ulrike Riebel. Das soll langsam und gleichmäßig schwenkend von statten gehen, um so Wasseransammlungen und Wegschwemmungen zu vermeiden.  

Weiter geht’s durch den belebten SprengelPark auf die Sprengelstraße. Entlang des baumbesäumten Weges lenkt ein achtlos am Straßenrand entsorgter Pappkartonhaufen unserer Aufmerksamkeit auf sich. Dieser Anblick ist leider keine Seltenheit in unserem Kiez, so Haas. Doch auch in diesem Fall haben die Kiezverschönerer an alles gedacht: Sie ziehen einen der eigens entwickelten Aufkleber aus der Tasche, der nun mit seinem knallgelben Schriftzug „UNSCHÖN“ einen Pappkarton ziert. Die Aufkleber sind im Quartiersmanagement Sparrplatz für jeden Bewohner zum aktiven Mitgestalten bereitgelegt, berichtet Riebel. Des Weiteren wurden im gleichen Design Fähnchen zum Bestücken unschöner Hundehaufen entwickelt und an angebrachter Stelle verteilt. Hoffen wir, dass dies zum Umdenken der Gedankenlosen beiträgt.

Aber um sich auch dem SCHÖNEN zuzuwenden führt unsere Tour nun auf den Sparrplatz. Hier haben  am 21. Mai die Kinder von der KITA der Beuth Hochschule zusammen mit ihren Eltern im Rahmen einer öffentlichen Pflanzaktion den Schriftzug SCHÖN aus 300 Studentenblumen gepflanzt. „Um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten kam glücklicherweise das Grünflächenamt unserem Wunsch nach, eine kleine Erhöhung aufzuschütten.“, so Haas. Der gelb leuchtende Hügel war aber erst der Anfang für eine flächendeckende Pflanzaktion im Kiez. Dazu wurden an Bewohner Tütchen mit Ringelblumensamen verteilt, die sie in verwilderten Beeten des Kiezes verteilten. Und nun könnte man von den bereits gepflanzten Ringelblumen die Samen sammeln und wieder verteilen, überlegt Haas laut und hält eine der charakteristisch gebogenen Samen in die Höhe. Vielleicht eine weitere Aktion des kreativen Teams? Angekündigt ist zunächst für den kommenden Monat eine Veranstaltung am 23. September 2014 zu der Aktion SCHÖNE Wege, sowie am 12. Oktober 2014 die Abschlussveranstaltung dieses wirklich SCHÖNEN Projektes.

In der Zwischenzeit sind alle Kiezbewohner gefragt, sich die kultigen UNSCHÖN Aufkleber im Quartiersmanagement abzuholen und zu verteilen oder schnell noch ein paar Ringelblumen mit den Samen bereits geblühter Blumen zu pflanzen. Alles im Sinne der Kiezverschönerung!

Gießkannen kann man hier ausleihen:

- in der Osterkirche, Samoastraße 14

- im SprengelHaus, Sprengelstraße 15 

- im Quartiersmanagement Sparrplatz, Burgsdorfstraße 13a

- bei Herrn Dr. med. Kunith, Kiautschoustraße 10

- im Cafe auszeit, Kiautschoustraße 12a

- Deichgraf, Nordufer 10

- im Afrika Medien Zentrum, Torfstraße 12

- im Bioladen, Tegeler Straße 30

- Friseursalon Karin, Sprengelstraße 18

Interessierte können sich im Projektbüro unter Tel: 030 - 42 01 84 61 bzw. unter info[at]schoenerkiez[.]de melden.

                                                                                                         

Sophie Rothbarth/Johannes Hayner
 
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