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Der Runde Tisch Sprengelkiez (RTS) ist ein bewohnergetragendes Gremium, dass sich für die Belange der Bewohner*innen im Sprengelkiez einsetzt. Neue Mitglieder*innen sind herzlich wilkommen. Mitmachen!

 

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Mittwoch, 02.03.2016

Runde für Runde für den SprengelKiez

Treffen des Runden Tisches SprengelKiez im SprengelHaus

Projektteam
Runder Tisch am 24.02.16

Vergabejury
Arbeitsplan 2016

Wie soll es weitergehen im SprengelKiez? Das Quartiersmanagement (QM) wird Ende 2016 verstetigt. Das heißt, dass die QM-Arbeit beendet wird und somit keine weiteren Fördergelder in diesem Rahmen zur Verfügung stehen werden. Bisher geförderte Initiativen, Vereine und Projekte im Kiez müssen in Zukunft auf eigenen Beinen stehen oder alternative Förderquellen auftun.


Im SprengelKiez gibt es jedoch Hoffnung. Es gibt ein breit gefächertes bürgerschaftliches Engagement. Den Runden Tisch SprengelKiez zum Beispiel. Der Runde Tisch wird begleitet von dem Projektteam „Runder Tisch SprengelKiez – begleiten, unterstützen, fördern“. Das Projekt startete im Sommer 2015, der Runde Tisch selbst begann im Januar 2015 mit der Arbeit. In diesem offenen Bürgergremium kommen interessierte Nachbarn zusammen, die gemeinsam etwas im Kiez bewegen möchten. Hier wird daran gearbeitet, die Kultur der Zusammenarbeit im Kiez weiter zu entwickeln und Rahmenbedingungen für das Zusammenwirken für die Zeit nach dem Quartiersmanagement mit zu gestalten. Das Projektteam besteht aus Silka Riedel, Koordinatorin der Konfliktagentur, Gerhard Hagemeier, Redakteur und Mediator in der Konfliktagentur, Holger Scheibig, Inhaber der conceptfabrik und Sebastian Bodach von der Tripolis GbR. In seiner Resolution beschrieb der Runde Tisch 2015, welche personellen und sachlichen Ressourcen im Kiez künftig benötigt werden. Hierzu gehören unter anderem die Stärkung des SprengelHauses als soziokulturelles Zentrum und Ankerpunkt, feste Ansprechpartner in der Bezirksverwaltung, eine Kiezkoordination als Ansprechpartner für Bürger vor Ort aber auch ein Kiezfonds, aus dem kleine Projekte unterstützt werden können.  (http://www.sparrplatz-quartier.de/Runder-Tisch-Sprengelkiez.4081.0.html?&L=0)


Heute ist Mittwoch, der 24. Februar, 18:30. Der Runde Tisch SprengelKiez trifft sich im SprengelHaus. Gekommen sind über ein Dutzend neue und alte Kiezbewohner. Tief Verwurzelte und erst seit kurzem Aktive. Holger Scheibig, Gerhard Hagemeier und Silka Riedel leiten den heutigen Runden Tisch. Holger Scheibig ist für die Moderation und  Gerhard Hagemeier für das Protokollieren zuständig.

Zu Beginn eines jeden Runden Tisches soll es die Möglichkeit für einen aus der Runde geben sich und seine Arbeit im Kiez vorzustellen. Heute sollte dies Christoph Berten sein. Er wohnt und arbeitet in der Torfstraße. In seiner Galerie in der Torfstraße zeigt er immer wieder kleine Ausstellungen von Malern und Bildhauern aus dem Kiez, aber auch von internationalen Künstlern die im Kiez wohnen. Seine aktuelle Ausstellungsreihe befasst sich mit Kunst, Literatur und Migration. Alle ein bis zwei Monate gibt es in diesem Rahmen eine Ausstellung. Die vergangene nannte sich zum Beispiel „Poesie am Nordufer“. Geplant sind weitere Ausstellungen zu den Themen „Griechenland“, „Bilder gemalt von Geflüchteten“ und „Bilder gemalt von Menschen mit Behinderungen“.  Außerdem plant Christoph Berten  gemeinsam mit anderen Akteuren das Kulturfestival „2 Tage Wedding“, welches am 10. und 11. September stattfinden wird. Hier soll es verschiedene Kunst- und Kulturangebote in ganz Wedding geben. (http://www.2tagewedding.com/sprengelkiez/)

Als nächster Punkt stehen Termine auf der Agenda. Holger Scheibig trägt diese vor. Unter anderem auch den Quartiersrätekongress am 04.03. Hierbei wirft Klaus Wolfermann ein: „Dort wird in Politikern gebadet. Diskussionen finden nicht statt!“ Woraufhin Siemen Dallmann schmunzelt und zugibt: „Aber der Pudding schmeckt.“ Zum Punkt Termine haben auch die drei anwesenden Studenten der Beuth Hochschule Wichtiges anzukündigen. Sie planen am 8. Juli ein Beuth-Hoffest. Hier soll es Getränke, Essen, Spiele, Kinderbetreuung und ein bis zwei Bühnen mit abwechslungsreichem Programm geben. Insgesamt wünschen sich die Studenten eine engere Zusammenarbeit des Runden Tisches mit der Hochschule. Sie sind der Meinung, durch die Zusammenarbeit könnte man gegenseitig voneinander profitieren. Wenn ein Projekt zum Beispiel Unterstützung bei der Durchführung benötigt, könnten die Veranstaltungstechnik-Studenten hierbei behilflich sein, außerdem könnten diese die Praxiserfahrungen für eine Semesterarbeit nutzen. Die Beuth bietet so einige Studiengänge an, die für das ein oder andere Projekt interessant sein könnten. Am Runden Tisch sind sich heute alle einig, dass dieser Vorschlag in der Tat neue Möglichkeiten eröffnet.

Das folgende Top heißt: Wahl der Vergabejury für den SprengelKiez-Fonds. Bisher wurde dem Quartiersmanagement jährlich ein sogenannter Aktionsfonds von 10.000 Euro zur Verfügung gestellt Aus diesem Topf konnten Einzelprojekte von Kiez-Bewohnern mit bis zu 1.500 Euro direkt gefördert werden. Bisher entschied der Vergabebeirat, ein von Anwohnern gewähltes Gremium, über die sinnvolle Verteilung und Verwendung des Geldes. Seit diesem Jahr, im Zuge des Verstetigungsprozesses des Quartiersmanagements, gibt es den Aktionsfonds und somit auch den Vergabebeirat nicht mehr. Nun werden mit dem SprengelKiez-Fonds auch dieses Jahr wieder 10.000 Euro für kleine Projekte zur Verfügung stehen. Eine sogenannte Vergabejury soll über diese Gelder künftig entscheiden und beim heutigen Treffen soll der Runde Tisch diese wählen. Es wird sich geeinigt, dass die Jury aus fünf bis 11 Personen bestehen soll und auch später noch die Möglichkeit für Bewohner gegeben ist, sich in die Jury wählen zu lassen. Heute werden Barbara Charade, Siemen Dallmann, Ekhard Dehmel, Silka Riedel, Oliver H. Herde, Klaus Wolfermann, Gerhard Hagemeier und Maja Lasic in die Vergabejury gewählt. Darauf folgen einige Vorschläge, wie die Vergabejury in Zukunft arbeiten soll. Es stellen sich Fragen wie: Soll man die Treffen der Vergabejury veröffentlichen und damit für jeden Zugänglich machen? Wie sollen die Förderaufrufe geschaltet werden? Soll es einen Mindest- und einen Höchstförderbetrag geben? Soll es Kooperationsanträge geben? Am Ende sind sich jedoch alle einig, dass all das Fragen sind, mit welchen die Vergabejury sich unabhängig vom Runden Tisch auseinander setzen muss.

Es wird mit dem für den Runden Tisch wichtigsten Punkt auf der Agenda fortgefahren. Arbeitsplan 2016. Der Runde Tisch muss sich genau darüber Gedanken machen, wie er sich selbst und seine Aufgaben definiert. Über welche Plattform sollen Ankündigungen und Informationen zum Runden Tisch in Zukunft veröffentlicht werden? Welche Organisationsform soll der Runde Tisch Sprengelkiez annehmen? Mit welchen Themen will er sich bei den kommenden Treffen auseinander setzen? Wie sollte man die Vernetzung von Bewohnern, Initiativen und Einrichtung miteinander angehen? Ist es hilfreich, sich auch mit dem Runden Tisch Leopoldplatz auszutauschen? Bedeutende Themen für das kommende Jahr sind für die Anwesenden auf jeden Fall: Verkehr, der Bau der S21, die Verschmutzung im Kiez und die steigenden Mieten.

Am Ende des Abends wird die Zeit knapp und die meisten Anwesenden müssen mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn entlassen werden. Denn um sich klar zu werden über alle diese Fragen reichen zwei Stunden dann doch einfach nicht aus.  Doch es gibt nun eine Vergabejury, einen groben Themenplan und eine gute Portion Optimismus im Team.

Wir dürfen also gespannt bleiben, wie es nun weitergeht mit dem SprengelKiez!

Text und Fotos: Anna Lindner
 
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