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Unsere Filmdokumentation ist online!

Sie können ab sofort 17 Jahre Quartiersmanagement Sparrplatz in unserer filmischen Dokumentation Revue passieren lassen. Ansehen!

 

 


 

 

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Montag, 15.06.2015

Quartiersrat adé!

Feierliche Verabschiedung des Quartiersrates im SprengelHaus am 3. Juni

Hobbyhistoriker Ralf Schmiedeke bei seinem Vortrag
Aufmerksame Zuhörer
Eine Urkunde für Quartiersrätin Angela Kartheus
Evelyn Keskin bei ihrer Verabschiedung
Klaus Wolfermann wurde von seinen Kollegen frenetisch gefeiert
Narcisse Djakam ist nun kein Quartiersrat mehr
Quartiersrat und QM-Team beim Gruppenfoto
Leb Wohl, Quartiersrat und vielen Dank für alles!

 

Abschied heisst doch auch weitergehn

Tränen hat die Trauer, aber auch das Glück

Komm gut an, nicht zurück

Wandersmann, komm gut an, geh...         

Kurt Demmler

 


Nach langem und sinnerfülltem Tun im SprengelKiez wird es den Quartiersrat nun nicht mehr geben. Quasi als Vorankündigung zur Verstetigung des Quartiersmanagements im Dezember 2016 (heißt: Das Quartiersmanagement stellt seine Arbeit ein.) endet das Mandat für den Quartiersrat am 31. Mai 2015. An seine Stelle tritt der ebenfalls ehrenamtlich arbeitende Runde Tisch Sprengelkiez.

Im Quartiersrat versammelten sich Nachbarn und Vertreter von Institutionen und Projekten im Kiez, um über die lokale Entwicklung zu diskutieren und zu entscheiden. Der hiesige Quartiersrat wurde als besonders aktiv und konstruktiv beschrieben. Wilma Glücklich, Senats-QM-Koordinatorin, hat das neulich so beschrieben: "Dieser Quartiersrat ist mir stets auf Augenhöhe begegnet und wir hatten immer eine sehr offene und ergebnisorientierte Arbeitsatmosphäre." Konsequent, dass sie heute auch zugegen ist, wenn die Quartiersräte verabschiedet werden.

Noch aber ist es noch nicht soweit. Özlem Ayaydinli vom QM-Team begrüßt die Anwesenden und übergibt sogleich an Ralf Schmiedecke, einem Hobby-Historiker aus dem Wedding. Er hat eine Diashow mitgebracht, um den Quartiersräten vor Augen zu führen, woher dieser Kiez, für den sie sich lange engagieren, kommt und welche Veränderungen er durchlebt hat. Straße für Straße präsentiert Schmiedeke alte Aufnahmen, die garnicht so selten überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem heutigen Erscheinungsbild haben. Schnell wird klar, dass es vor allem zwei Phasen waren, die das Gesicht des SprengelKiezes prägten. Zum einen die Gründungsphase ca. von 1890 bis 1920. Damals wurden die schon länger angelegten Straßen zumeist lückenlos bebaut und eine Einheitlichkeit im Erscheinungsbild hergestellt. Die zweite prägende Phase sind die Zerstörungen durch alliierte Bombenabwürfe im zweiten Weltkrieg, die durch die Nähe zu Industrie (Schering, Osram, …) und Infrastruktur (Westhafen, Kanal, S-Bahn) besonders schwerwiegend waren.

Einige interessante Fakten aus dem gut einstündigen Vortrag sollten auch hier auf Interesse stoßen.

·    Der SprengelKiez ist benannt nach dem Theologen und Botaniker Christian Konrad Sprengel (1750 - 1816), der vor allem die Bestäubung der Blüten durch Insekten erforschte.

·    Dort, wo heute der Pekinger Platz ist, war früher ein Hafenbecken, das später zugeschüttet wurde.

·    Die Nord-Süd-Straßen im Kiez sind vor allem deswegen viel breiter als die West-Ost-Straßen, weil sie der Belüftung des Kiezes mit kühler Luft vom Kanal dienen sollten.

·    Früher war an buchstäblich jeder Straßenecke im Kiez eine Kneipe.

·     Prominente aus unserem Kiez sind unter anderen Roland Kaiser, Eberhard Diepgen und die Schauspielerin Karin Baal ("Die Halbstarken")

Aufgrund der dichten Faktenlage und der doch schon fortgeschrittenen Zeit waren dann alle damit einverstanden, dass Schmiedeke seinen Kiezspaziergang beendete. Nun kam noch der offizielle Teil.

Jeder der Quartiersräte wurde persönlich mit einer Urkunde, einem Blümchen und einer praktischen Soziale Stadt-Tasche verabschiedet. Tränen liefen nicht, aber die Arbeit der einzelnen Quartiersräte wurde von ihren Kollegen mit viel Beifall gewürdigt. Den Höhepunkt fand dies mit frenetischen "Klaus! Klaus!"-Ovationen bei der Verabschiedung von Klaus Wolfermann, der vom ersten Moment bis zum Schluss Mitglied des Quartiersrates war. Dann gab es noch ein letztes Foto und damit war die fünfzehnjährige Arbeit des Quartiersrates beendet.

Eine kleine Umfrage des Quartiersmanagements zur Zusammenarbeit der beiden Institutionen brachte unter vielen anderen folgende Ergebnisse:

 

Feedback an das QM-Team:

"Tolle Arbeit, wir werden euch vermissen!"

"Sie waren OK!"

"Ich habe das Gefühl, dass Ihr euch stets für das Wohl des SprengelKiezes eingesetzt habt."

 

Feedback an SenStadtUm/Bezirksamt:

"Es wäre ein Traum, wenn QMs nicht verstetigt würden."

"Fördert lieber Inhalte, als Öffentlichkeitsarbeit."

"Frau Linde, Frau Glücklich, es war mir ein Fest mit Ihnen zu arbeiten."

"Ich hatte stets das Gefühl, dass wir zum Wohle des Kiezes an einem Strang ziehen."

 

Was wünschst Du Dir für die Zukunft des SprengelKiezes?

"Ein sicheren Job."

"Viele engagierte Mitstreiter für einen lebenswerten Kiez."

 

Was nimmst Du aus der Zeit beim Quartiersrat mit?

"Kontakte."

"Toleranz, Zusammenhalt, offene Auseinandersetzung."

"Die Erfahrung, dass es viele aktive Menschen im Kiez gibt, aber leider ein Großteil des Kiezes garnicht erreicht wurde."

 

Lieber Quartiersrat, herzlichen Dank für Euer Engagement und: Man sieht sich, vielleicht beim Runden Tisch SprengelKiez?!

Foto und Text: Johannes Hayner
 
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