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Montag, 04.04.2011

Quartiersräte tagten im Berliner Abgeordnetenhaus

Quartiersräte im Plenarsaal.
Interessierte Zuhörer im Plenarsaal. Foto: Anne Wispler

Der Kongress der Berliner Quartiersräte am 26. März bat wieder Gelegenheit, mit anderen Bürgervertretern, Quartiersmanagern und Verwaltungsmitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Aus den 34 QM-Gebieten waren rund 300 Menschen beim jährlichen Treffen im Abgeordnetenhaus.

Von Studenten und jungen Müttern bis zu Vereinsvorsitzenden und Senioren, von jung gebliebenen Alt-Achtundsechzigern bis zu jungdynamischen Einwandererkindern bildeten sie einen bunten Querschnitt der Stadt.

Tipp: Videos vom Kongress von Siemen Dallmann gibt es unter http://www.myvideo.de/mitglieder/Aktivimkiez 

Bange Frage: Wie geht es weiter mit den Projekten? Foto: Anne Wispler

Ein beherrschendes Thema waren natürlich die drohenden Kürzungen für Stadtteilprojekte. Aber auch der weitgehende Wegfall der Maßnahmen der Jobcenter wird als Angriff auf die Projektlandschaft empfunden. Die jahrelange Aufbauarbeit in den Kiezen ist bedroht, die Menschen fühlen sich fallen gelassen. Dagegen möchten sie sich vernetzen, doch leicht ist das nicht.

Dabei sind die Berliner Quartiersräte etwas ganz Besonderes. Nirgendwo in den deutschen Kommunen hat sich unter dem Programm „Soziale Stadt“ eine so breite und konsequent organisierte Bürgerbeteiligung entwickelt wie in Berlin. Und sie scheinen immer selbstbewusster zu werden, fordern die Fortführung von Bürgerfonds auch nach dem Förderprogramm, wollen die Verwaltung noch stärker in die Verantwortung nehmen und sich besser vernetzen.

Auf dem Plenum Prof. Güntner aus Hamburg, Senatorin Junge-Reyer, Quartiersrat Carrsten Schulz (Pankstraße), Quartiersmanagerin Susanne Walz und Quartiersrätin Rößler. Foto: Anne Wispler

Das Programm des diesjährigen Kongresses war etwas abgespeckt worden, da ab mittags die große Anti-Atom-Demonstration stattfand. In den sechs rund einstündigen Workshops konzentrierte man sich auf einige wichtige Kernfragen und -antworten:
1. Bildung – jetzt in die Zukunft investieren,
2. Partizipation – junge Leute einbinden, weitere Quartiersfonds ermöglichen,
3. Gesundheit – Gemeinschaft und Nachbarschaft als Wohlfühlfaktor,
4. Vernetzung – Quartiersräte bauen ihre Kommunikationsstrukturen auf,
5. Verstetigung – Kiezzeitungen und Treffpunkte weiter unterstützen,
6. Finanzierung – weitere Unterstützung z.B. für Fundraising wird notwendig sein.

Organisatorin Jeanne Grabner stellte die entscheidende Frage: "Was müssen wir heute tun, damit morgen etwas von dem Programm übrig bleibt?"

Der Kongress samt seinem festlichen Rahmen im Berliner Abgeordnetenhaus war auch ein demonstratives Dankeschön der Verwaltung an die engagierten Bürgerinnen und Bürger, die ihre Freizeit in den Quartiersratssitzungen opfern. Präsident Walter Momper erinnerte die Kongressteilnehmer daran: "Ohne Sie geht’s nicht! Quartiersmanagement ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält." Und Senatorin Junge-Reyer machte den Quartiersräten Mut: "Ihre Stimme wird gehört." Sie meinte damit vor allem auch, dass die Bürgervertreter sich ruhig wieder tatkräftig gegen die Kürzungen im Bundeshaushalt einsetzen sollten.

Für die Kieze mindestens ebenso wichtig wie Lob und Anerkennung war aber der Einsatz des Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, der in diesem Frühjahr dafür sorgte, dass das Land Berlin die vom Bundestag gestrichenen Fördergelder ausglich. Wer die Finanzlage Berlins kennt, weiß das besonders zu schätzen.

Einen ausführlichen Bericht über den Quartiersrätekongress 2011 finden Sie hier auf dem Dachportal.

Anne Wispler
 
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