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Platztaufe im Sprengelkiez geht in die letzte Runde

Bild: Kein UFO, sondern die Wahlurne, von der Künstlerin Corinna Vosse gestaltet. Durch Einwurf eines 1-Cent-Stückes können Sie mit abstimmen.

 
Es ist so weit: Die Wahlurnen warten, die drei Gewinner des Namenswettbewerbs stehen fest, jetzt muss gewählt werden! Auf dem Platz am U-Bahnhof Amrumer Straße, der (noch) keinen Namen hat, kann ab sofort über den Platz-Namen abgestimmt werden. Wer soll gewinnen? "Am Sprengel" – frech, kurz, berlinisch? "Hoffnungswinkel", als Reminiszenz an alle, die dort voller Hoffnung aus der U-Bahn steigen und das Virchow-Klinikum oder die Ausländerbehörde aufsuchen? Oder "Rosa-Parks-Platz", der an die kürzlich verstorbene Bürgerrechtlerin aus den USA erinnert und zum multikulturellen Sprengelkiez passen würde? Bitte wählen Sie! Direkt am Platz an den Wahlskulpturen oder unter platztaufe2005@gmx.de.

Zur großen Freude der Organisatoren, des Büros für Beteiligungskultur unter Leitung von Katja Niggemeier, war das Interesse am Namenswettbewerb enorm; zahlreiche Vorschläge wurden eingereicht. Das Projekt, vom Quartiersmanagement Sparrplatz im Rahmen des Programms "Soziale Stadt" gefördert, war ein voller Erfolg. So konnte die Jury mit Kristina Sager vom Tausendschönchen, Wolfgang Krüger vom Kiezboten und Kraft Wetzel vom Kiezrat aus über dreißig Namen wählen. Die nun zur Entscheidung stehenden drei Favoriten geben die Vielfalt der eingereichten Vorschläge wieder, die ebenso bunt sind wie das Leben im Sprengelkiez. Ob "Platz des Pythagoras" (wegen der dreieckigen Form des Platzes), "Pellwormer" oder "Hooge Platz" (wegen der Anrainer-Straßen Amrumer, Föhrer oder Sylter Straße) oder "Carl-Leid-Platz" (nach dem ersten Bürgermeister im Wedding, der 1933 von den Nazis abgesetzt wurde) – auch "Lebensplatz" (der Platz liegt mitten im Kiez des Lebens) oder "Linie 23" (als Erinnerung an die in der Triftstraße endende Straßenbahnlinie 23) – alle Vorschläge zeigen, dass sich die Berlinerinnen und Berliner aus Kiez und Umgebung mit Engagement und Witz für die Sache des kleinen Platzes erwärmen konnten.

Am Samstag, den 3. Dezember um 12 Uhr mittags ist es dann so weit: Der Sieger des Namenswettbewerbs wird ermittelt! Schlag 12 werden die Wahlskulpturen geöffnet und die Stimmen ausgezählt – für die feierliche Taufe sind alle Berlinerinnen und Berliner herzlich eingeladen! Wenn Sie einen glücklichen Gewinner sehen und vielleicht den Schöpfer Ihres Favoriten kennen lernen möchten: Kommen Sie rum! Und danach gehts dann zum Weihnachtsmarkt. Was dort alles geboten wird, lesen Sie hier.

Mandy Gänsel, Büro für Beteiligungskultur