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Donnerstag, 13.03.2008

Momper begrüßte Berliner Quartiersräte im Abgeordnetenhaus

Parlamentspräsident Momper und Senatorin Junge-Reyer:“Helfen Sie uns, Berlin für die Zukunft stark zu machen und zu gestalten.“

Plenarsaal
Die Berliner Quartiersräte füllten den großen Plenarsaal. Foto: Anne Wispler

Auf der ersten Berliner Quartiersräte-Konferenz, die am 08.03.08 im Berliner Abgeordnetenhaus stattfand, hatte der Quartiersrat vom Sparrplatz die Gelegenheit, mit den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen 32 Soziale Stadt-Gebieten Erfahrungen auszutauschen. An den Info-Ständen im Foyer des großen Plenarsaales und später am Buffet herrschte mit geschätzten 300 Teilnehmer/innen ein lebendiges Treiben, sogar eine Kinderbetreuung war für den Quartiersratsnachwuchs organisiert worden. Vor allem aber war die Veranstaltung an diesem prominenten Ort dazu gedacht, den vielen ehrenamtlichen Quartiersrätinnen und -räten von Seiten der Verwaltung ein großes Dankeschön für ihre Arbeit auszusprechen.

Plenarsaal
Walter Momper begrüßt die Berliner Quartiersräte. Foto: Anne Wispler

In seiner Begrüßung wies Parlamentspräsident Walter Momper darauf hin, dass Berlin schon immer Gebiete hatte, in denen die Monatsgehälter nicht reichten, mit den typischen Hinterhofmilieus, wie man sie von den Bildern Heinrich Zilles kennt. Momper bedankte sich im Namen des Berliner Parlamentes bei den Quartiersräten dafür, „dass sie eine nicht immer leichte Aufgabe“ übernommen hätten, denn sie setzten die Programme um, über die im Abgeordnetenhaus entschieden werde.

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer erinnerte an die anfänglichen Zweifel gegenüber den Bürgerjurys, die 2001 bis 2002 über je eine halbe Million pro Kiez zu entscheiden hatten. Aufgrund der guten Erfahrungen damals wurde den jetzigen Quartiersräten viel Verantwortung übertragen. Die Senatorin: „Das, was Sie als Demokratie leben, schätzen wir außerordentlich. Helfen Sie uns, Berlin für die Zukunft stark zu machen und zu gestalten.“

Gute Vernetzung im Bezirk Mitte

Quartiersrat
Mittes Bürgermeister Hanke im Gespräch mit den Quartiersräten aus dem Sprengelkiez. Foto: Anne Wispler

Auch Mittes Bürgermeister Dr. Christian Hanke bedankte sich für das „unglaublich viele ehrenamtliche Engagement“ der Quartiersräte. Er beschrieb die Entwicklung des QMs von eher baulichen zu sozialen Schwerpunkten in den Kiezen und begrüßte die neue Rahmenstrategie des Senats, nach der die guten Erfahrungen mit der ressortübergreifenden und sozialräumlichen Orientierung aus den QM-Gebieten auf ganz Berlin übertragen werden sollen (Mehr zur Rahmenstrategie unter http://www.quartiersmanagement-berlin.de/programm-soziale-stadt/rahmenstrategie/)

Hanke bedauerte, dass eine Reihe von vielversprechenden Modellprojekten nach drei Jahren aus der Förderung fielen. „Hier müssen wir weiter nachdenken,“ meinte er. Auch wünschte er sich, dass die Entscheidungen der gesamtstädtischen Verwaltung noch besser mit den Erfordernissen der Quartiersmanagement-Gebiete abzustimmen, beispielsweise im Bildungsbereich. Im Bezirk Mitte gebe es unter dem Leitbild „Soziale Stadt“ bereits eine gute Vernetzung zwischen der Verwaltung und den Quartiersräten. Diese würden nicht nur über Projekte entscheiden, sondern sich in die gesellschaftliche Debatte einbringen.

Spielen im Sandkasten?

Senatorin Junge-Reyer
Senatorin Junge-Reyer am Stand des QR Pankstraße/Reinickendorfer Straße. Foto: Anne Wispler

Zuletzt schilderte Ulrich Mahnke vom Sprecher/innenrat des Quartiersbeirats Reuterkiez die Sicht der Menschen, die sich in den Quartiersräten engagieren. „Es macht Spaß, mit Menschen, die wir sonst nie kennen gelernt hätten, solidarisch unterwegs zu sein und das Beste für sein Quartier zu suchen.“ Ganz wichtig sei auch, dass die Schätze an Motivation und die Qualifikation in den Kiezen nicht ungehoben blieben.

Doch ein ungelöstes Problem sei die Nachhaltigkeit der Projekte. Er verglich die Arbeit des Quartiersrates mit dem Spielen im Sandkasten. Auch mit „liebevoll platzierten Förmchen und Schippen“ stehe am Ende die Frage, was letztlich aus den schönen Sandkuchen werde.

Senatorin Junge-Reyer
Senatorin Junge-Reyer im Gespräch mit Konferenzteilnehmern. Foto: Anne Wispler

Der eigentliche Kern des Programms „Soziale Stadt“, so Ulrich Mahnke, sei die Bürgerbeteiligung mit der Gretchenfrage „Wie hältst Du es mit der Demokratie und dem Engagement?“. Und was sollten die Quartiersräte für die Zukunft fordern? Zwei Dinge seien sicher: Die Bürger müssten jetzt schon Verantwortung übernehmen für das, was nach diesem Förderprogramm kommt, und auch die Kontinuität der Bürgerbeteiligung sei besonders wichtig.

Anne Wispler
 
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