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Montag, 12.01.2015

Lyrik-Lesung und Gedicht-Vertonungen von Ossip Mandelstam

Bild: Lars Jolig

"Mandelstam hat gelebt wie ein geblendetes Tier auf gänzlich unbekannten Weiden. Ein Kampf gegen das Nicht-Sein, ausgefochten mit der Selbstverständlichkeit eines Traumes, in dem jedoch das Bewusstsein, wenn auch machtlos, so doch hellsichtig wäre und beinahe, auf rätselhafte Weise, glücklich." (Pier Paolo Pasolini, 1972)

Der Abend widmet sich dem russischen Dichter Ossip Mandelstam, der 1891 in Warschau geboren wurde. Aufgewachsen ist er in Sankt Peterburg, wo er schon in jungen Jahren begann, Gedichte zu schreiben. Sein erster Gedichtband “Stein“ erschien 1913, weitere folgten.
Schon in den 1920er Jahren spiegelte sich seine wachsende Entfremdung innerhalb des sowjetischen Systems in seinen Gedichten und Prosa-Veröffentlichungen wider. Doch erst 1934 bekam er den Terror des Stalin-Regimes am eigenen Leib zu spüren.
Ein kritisches Gedicht, das sich unmissverständlich auf Stalin bezog, führte zu seiner Verhaftung und zu seiner Verurteilung in die Verbannung nach Sibirien. Nur dem Einsatz anderer Schriftsteller und einflussreicher Freunde ist zu verdanken, dass die Verbannung in eine Zwangsumsiedelung nach Woronesch abgemildert wurde. Von nun an lebte und schrieb er im Exil, bis er nach einer kurzen Rückkehr nach Moskau 1937 erneut verhaftet und in ein Arbeitslager nach Sibirien verbannt wurde, wo er unter bis heute nicht endgültig geklärten Umständen 1938 zu Tode kam.
Mandelstams Gedichte gehören bis heute zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der russischen Literatur und werden weltweit geschätzt und bewundert.
Elisabeth Ruhe (Flöte/Akkordeon/Stimme/Arrangements) und Zhenja Oks (Komposition/Gitarre/Bouzouki/Stimme) tragen ihre Vertonungen der russischen Originale vor.
Die deutschen Übersetzungen der Gedichte werden an diesen Abend von dem Lyriker Olaf Schmidt gelesen.

Wann und Wo:
Freitag, den 16. Januar 2015 um 20 Uhr
Im Intergalaktischen Kulturverein e.V.
Sprengelstrasse 15
13353 Berlin

 

PM Zhenja Oks / QM
 
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