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Leselust im Sprengelkiez

Übergabe der Leserollis (Foto: FITA e.V.)

Ausgangssituation

„Man liest, um Fragen zu stellen“ - dieses Zitat von Franz Kafka macht deutlich, warum die Entwicklung von Lesekompetenz zu einer der wichtigsten Bedingungen für eine erfolgreiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zählt. Schwächen in der Lesekompetenz, das belegen die Pisa-Ergebnisse, bedeuten erhebliche Nachteile.

Hohe Lesekompetenz und Lesemotivation unterstützen den Spracherwerb und ermöglichen erfolgreiche Bildungsbiografien. Family-Literacy-Erfahrungen bilden eine solide Grundlage für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb.

Viele Kinder im Weddinger Sprengelkiez, vor allem auch aus Migranten- und sozial schwachen Familien, zeigen erhebliche Defizite in ihrer Sprachkompetenz. Dies hat zur Folge, dass sie in der Schule von Anfang an benachteiligt sind.

Sie haben häufig in ihren Familien wenig literale Erfahrungen gemacht. Eltern haben große Berührungsängste, insbesondere, wenn sie selbst nicht lesen können. Gerade Kindern aus diesen Familien muss die Möglichkeit gegeben werden, Erfahrungen zu sammeln, die in ihrem Alltag bislang keine oder nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Es müssen in diesem Sinne Konzepte entwickelt werden, die Kindern Zugänge zu „anregungsreichen Umgebungswelten“ (Nickel, 2004) ermöglichen sowie eine lustvolle, emotional positiv besetzte Teilnahme an einer Lesekultur vermitteln. Dies ist besonders effektiv, wenn die Eltern eingebunden werden.

Ziele des Projektes:

  1. Verbesserung der Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler, und damit auch ihrer Sprachkompetenz
  2. Professionalisierung der Lehrerinnen und Lehrer auf dem Gebiet der Leseförderung
  3. Steigerung der Kompetenz der Eltern im Sinne von „Family Literacy“

Zielgruppe und Umsetzungsort:

Schülerinnen und Schüler und Eltern der Hermann-Herzog-Grundschule aus den altersgemischten Klassen 1/2/3 und der Jahrgangsklasse 2 (7 Klassen) mit hohem Migrantenanteil

 

Projektinhalt / Maßnahmen:

 

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation des LISUM Berlin und Fita e.V. „Omayra“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben langjährige Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Sie verfügen über umfangreiches Expertenwissen im Bereich Sprachentwicklung, im Bereich der Lesekompetenzsteigerung und der erfolgreichen Elternarbeit. Es wurden bereits mehrere Fachtagungen und Fachwochen zu den oben genannten Themenkomplexen organisiert und erfolgreich durchgeführt. Alle Dozenten verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium und haben an umfangreichen Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen.

In dem vorliegenden Projekt werden die Bereiche Schule und Elternhaus in Bezug auf Literacy-Erfahrungen und Lesekompetenz unterstützt und angeregt. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer werden im gleichen Zeitraum für das Thema Lesekompetenz sensibilisiert.

Das Projekt startet mit einer intensiven Fortbildung der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer (9 Doppelstunden aus dem LISUM). Während des Projektes werden die Kolleginnen und Kollegen intensiv betreut und beraten. 

7 Klassen der Hermann-Herzog-Grundschule erhalten jeweils 3 Leserollis. Der Rolli - eine Tasche mit Rollen -, bepackt mit einer Auswahl von etwa zehn bis zwölf Büchern, CDs und einem Film, lädt die Kinder und ihre Familien zu einer Reise in die Welt der Geschichten ein. Nacheinander dürfen alle Kinder den Familien-Leserolli für einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen mit zu sich nach Hause nehmen. Dabei haben sie die Möglichkeit, bildreiche Geschichten selbst zu erkunden und je nach Lernstand Wörter, Textabschnitte und kurze Texte allein zu entziffern.

Auf einem Elternabend zum Thema Lesen werden die Eltern dazu animiert, ihr Kind per Familien-Leserolli in die Welt der Bücher zu begleiten, Geschichten vorzulesen, Bilder gemeinsam zu betrachten. Außerdem haben die Kinder vorher verabredete Aufgaben mit auf den Weg bekommen. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit wird der Familien-Leserolli in die Schule „zurückgerollt“ und an das nächste Kind übergeben.

Als Höhepunkt des Projektes wird gemeinsam mit der Schule ein Projekttag zum Thema Lesen organisiert, der mit einem Eltern-Kinder-Lesefest abschließen soll. Jeweils ein türkischer oder arabischer und ein deutscher Autor/ eine Autorin werden Lesungen abhalten und für die Eltern einen Erzählworkshop anbieten „Richtig Vorlesen und Erzählen (k)ein Problem, auch in der Muttersprache“. In Zusammenarbeit mit der Bücherei werden Workshops angeboten, die Eltern mit dieser Institution vertraut machen sollen.

Zeitplanung:

  • Lehrerfortbildung: Dezember, Januar, Februar 2007
  • Überreichen der Rollis: Januar
  • Elternworkshops/Lesefest: März  2007
 
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