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Kreativität gegen Sprachbarrieren

Januar 2005: Wer derzeit die Räume des QM Sparrplatz besucht, kann sich ein Bild davon machen, welche Talente schon in den jüngsten Weddingern stecken. Giftgrüne Drachen und knallgelbe Sonnen auf blauem Grund, geschwungene Linien und wilde Farbknäuel bedecken dort die Wände. Seit dem 15. Januar sind die großformatigen, fröhlich-bunten Bilder in Tempera und kleineren Wachskreiden-Skizzen dort ausgestellt - Ergebnisse des seit April 2003 laufenden Pilotprojektes "Kreativität gegen Sprachbarrieren".
 
   - Hinweis der Redaktion: bis zum 3. März 2005 ist die zweite Ausstellung zum Projekt im QM- Büro zu sehen. Mehr dazu hier   -
Einen unkonventionellen Weg der Sprachförderung wollen die Macherinnen damit im Sparrplatz-Kiez gehen. Vorschulkinder nicht-deutscher Herkunft haben die Möglichkeit, sich in kleinen Gruppen mittels rhythmischem Zeichnen und Malen auf großformatigem Papier auszuleben. Die Integration und Kommunikationsfähigkeit der Kinder mit künstlerischen Ausdrucksmitteln zu fördern, ist das Ziel der über das Quartiersmanagement geförderten Maßnahme. Seit April diesen Jahres konnten Kinder über drei Monate zweimal in der Woche an ihren Kunstwerken arbeiten und dazu von Zuhause mitgebrachte Musik hören. Die medienpädagogisch ausgerichtete Kita Tegeler Strasse kooperierte eng mit den Initiatorinnen und stellte ihre Räume zur Verfügung.


Die Idee zu diesem Projekt hatte Martina Marko vom Quartiersmanagement. Weil Kinder sich ihre Welt spielerisch erobern und anders lernen als Erwachsene, ist sie der Ansicht, dass die künstlerische Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Bewegung dazu beitragen kann, das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu unterstützen und das Selbstbewusstsein sowie die Kommunikationsfähigkeit zu stärken. Sprachliche Entwicklung von Kindern steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Entwicklung kreativer Fähigkeiten und Integration ist eng verbunden mit der Entwicklung und Stärkung von Kommunikationsfähigkeiten allgemein.

Erste Erfahrungen der Projektleiterin Beate Spitzmüller sprechen für sich. Die Künstlerin und Kunsttherapeutin sagt: "Die Kinder sind auf das von mir angebotene Experimentierfeld eingegangen und haben eine unglaubliche Offenheit und Selbstsicherheit bezüglich des Materials und mit dessen Umgang entwickelt. Gemeinsam und im persönlichen Gespräch haben wir über die Arbeiten gesprochen, über ihre Erfahrungen, über ihre Gedanken und Gefühle, die sie in die Bilder hineingelegt haben."

malendes Kind

Um die Erfahrungen systematisch aufzuarbei-ten und bessere Rückschlüsse für zukünftige Integrations- und Sprachförderungs-Projekte ziehen zu können, soll das Projekt in Zukunft wissenschaftlich begleitet werden, wenn es dieses Jahr - eventuell auch in anderen Kitas - fortgeführt wird. Die Kinder freuen sich bestimmt schon darauf!

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. März zu sehen im
 
Quartiersmanagement Sparrplatz
Burgsdorfstr. 13 A
13 353 Berlin
Tel. 46 60 61 90
Fax 46 60 61 91
Email: qm-sparrplatz@list-gmbh.de
 
montags und donnerstags von 10 bis 17 Uhr
dienstags von 10 bis 20 Uhr und
mittwochs von 10 bis 18:30 Uhr

Lesen Sie dazu im Anschluß auch ein Interview mit der Projektleiterin Beate Spitzmüller:

Projekt "Kreativität gegen Sprachbarrieren"
Seit April diesen Jahres läuft in der medienpädagogisch orientierten Kita der Tegler Strasse im Rahmen des über das Quartiersmanagement Sparrplatz geförderten Programms "Sprachförderung und Integration" ein künstlerisch-kreatives Pilotprojekt mit Vorschulkindern von Migranten, deren Sprachentwicklung dadurch unterstützt werden soll. Zum Projekt unterhielt sich Martina Marko vom Quartiersmanagementbüro mit Beate Spitzmüller, der Leiterin dieses Projekts.

Martina Marko, QM-Sparrplatz:
Warum kann das Erlernen von Sprache nicht einmal mit kreativen Mitteln unterstützt werden und nicht immer nur durch die üblichen Lehrmethoden? Das müsste Kindern, die sich ihre Welt spielerisch erobern und anders lernen als Erwachsene doch viel Spaß machen und vielleicht auch gute Ergebnisse bringen? Sprachliche Entwicklung von Kindern steht in unmittelbaren Zusammenhang mit der Entwicklung kreativer Fähigkeiten und Integration ist eng verbunden mit der Entwicklung und Stärkung von Kommunikationsfähigkeiten allgemein. Kommunikation ist ein weites Feld und dabei nicht nur an Sprache gebunden, bei Kindern wird das immer ganz besonders deutlich. Solche und ähnliche Fragen und Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich vor einigen Monaten die Idee zu diesem Projekt hatte. Als ich auf Dich zukam und Dir von diesem Vorhaben erzählte, warst du sofort begeistert. Was hat Dich an diesem Ansatz - auch als Künstlerin – gereizt?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Mir erschien dieser Ansatz sehr spannend und ich habe während des Projektes gemerkt, dass dort, wo Sprachbarrieren vorhanden sind, andere Ausdrucksmittel für die Integration von Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden müssen. Gerade bei Kindern aus dem Migrationsbereich, die in diesem Projekt ausschließlich angesprochen sind, kann die Sprache mit künstlerischen Mitteln bei der Orientierung in verschiedenen Lebenswelten helfen und die Integration fördern. Wichtig dabei ist, dass in Kleingruppen von 4-6 Kindern gearbeitet wird. Jedes Kind verlangt eine ganz besonders intensive künstlerisch und therapeutische Betreuung und Begleitung. Nur so kann ich auf das Eingehen, was von ihnen beabsichtigt und geschaffen wurde und wie es erfolgt ist. Es werden dadurch Mittel und Wege aufgezeigt, das eigene und andere Umfeld zu verstehen und darauf einzuwirken. Neue Handlungsspielräume können geschaffen werden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die Einschränkungen eigener kultureller Entfaltung erfahren haben, kann das großformatige Malen ein wichtiges Ausdrucksmittel sein.

Martina Marko, QM-Sparrplatz:
Wie hast Du diesen Ansatz im Projekt konkret umgesetzt?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Mittels rhythmischen Zeichnens und Malens auf großflächigen Papieren und mit Musik aus den unterschiedlichen Ländern wollte ich für die Kinder Möglichkeiten schaffen, sich auszudrücken und für sich neue Kommunikationsformen zu finden, die gleichzeitig die unterschiedliche kulturelle oder ethnische Herkunft berücksichtigen. Diese Art des Malens und Zeichnens lässt ein großzügiges, körperbetontes und spontanes Arbeiten zur Überwindung von Hemmnissen zu. Bestimmte Experimente wurden von mir angeboten. Für die Kinder war dies Anlass und Herausforderung zugleich fürs eigene Experimentieren als auch auf ihre Kräfte und Wahrnehmung zu vertrauen. Es wurde von mir angeregt, und die Kinder darin ermutigt, auch ihre eigene Musik, die sie gerne hören, mitzubringen.

Martina Marko, QM Sparrplatz:
wie haben die Kinder Dein Angebot angenommen, hat sich ihr Kommunikationsverhalten im Laufe des Projektes, inzwischen sind einige Monate vergangen, verändert?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Die Kinder sind auf das von mir angebotene Experimentierfeld eingegangen und haben u.a. eine unglaubliche Offenheit und Selbstsicherheit bezüglich des Materials und mit dessen Umgang entwickelt. Gemeinsam und im persönlichen Gespräch haben wir über die Arbeiten gesprochen, über ihre Erfahrungen, über ihre Gedanken und Gefühle, die sie in die Bilder hineingelegt haben.

Martina Marko, QM Sparrplatz:
Ich bin ja ein-, zweimal vorbeigekommen, um zuzuschauen. Die Kinder waren mit viel Spaß, Phantasie und großer Ungezwungenheit bei der Sache. Sie haben auch gegenseitig ihre Bilder kommentiert und gemeinsam an Bildern gemalt. Manchmal haben sie auch getanzt.
Was unterscheidet Deinen Ansatz und Deine Arbeit in diesem Projekt von den Mal- und Bastelangeboten in Kitas und Schulen?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Ich habe einen künstlerischen und therapeutisch ganzheitlichen Ansatz. Dabei geht es mir u.a. um Fragen der Wahrnehmung, um Fragen des bildnerisch gestalterischen Ausdrucks, Raum zum Experimentieren, Zeit haben, das ständige Hinterfragen und um das Herauskristallisieren der jeweiligen eigenen Geschichte, um nur einiges zu nennen. Dieser ganzheitliche Ansatz kann insbesondere für Kinder mit Sprachschwierigkeiten aus nichtdeutschen Familien neue Kommunikations- und Ausdrucksmöglichkeiten erschließen. Einer frühzeitigen Ausgrenzung kann vorgebeugt und die Integration gefördert werden.

Martina Marko, QM Sparrplatz:
Wie war die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Kita Teglerstrasse?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Die Zusammenarbeit erforderte viel Aufgeschlossenheit gegenüber Neuen und eine enge Zusammenarbeit. Beides fand ich bei den Mitarbeiterinnen der Kita. Es fanden Gespräche zur Auswahl der Kinder statt, denen das Malen und Zeichnen Wege bieten kann.

Martina Marko, QM Sparrplatz:
Welcher Erfahrungen hast Du selbst bei diesem Projekt gesammelt? und was resultiert daraus für die weiteren Arbeit in Rahmen dieses Pilotprojekts?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Das Projekt ist eine Herausforderung für die Kinder, sich auf bewegungsrhythmische Abläufe einzulassen und diese malerisch umzusetzen. Dabei trägt die künstlerische Auseinandersetzung mit der Farbe, der Form und der Bewegung dazu bei, das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu unterstützen und das Selbstbewusstsein sowie die Kommunikationsfähigkeit zu stärken. Ich würde hier gern weitermachen. Ich konnte sehr viele Erfahrungen sammeln, die ich auch produktiv in die weitere Projektarbeit einbringen kann.

Martina Marko, QM Sparrplatz:
Wie dringend der Bedarf ist, etwas zu tun für die ganzheitliche Entwicklung der Kinder, bestätigten auch alarmierende Untersuchungen der letzten Monate. So wurde festgestellt, das jedes vierte Kind in Berlin Sprach- oder Bewegungsstörungen hat und das betrifft nicht nur Kinder von Migranten. Kinder werden heute von Eltern oft alleingelassen. Unser Pilotprojekt, das im nächsten Jahr in weiteren Kitas stattfinden wird, kann nur ein Anstoss sein. Erfolg wird es nur haben, wenn Eltern und Erzieher sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen. 
 
Text: Anne Wispler, Fotos: Beate Spitzmüller

Interview mit der Projektleiterin Beate Spitzmüller

Projekt "Kreativität gegen Sprachbarrieren"
Seit April diesen Jahres läuft in der medienpädagogisch orientierten Kita der Tegler Strasse im Rahmen des über das Quartiersmanagement Sparrplatz geförderten Programms "Sprachförderung und Integration" ein künstlerisch-kreatives Pilotprojekt mit Vorschulkindern von Migranten, deren Sprachentwicklung dadurch unterstützt werden soll. Zum Projekt unterhielt sich Martina Marko vom Quartiersmanagementbüro mit Beate Spitzmüller, der Leiterin dieses Projekts.

Martina Marko, QM-Sparrplatz:
Warum kann das Erlernen von Sprache nicht einmal mit kreativen Mitteln unterstützt werden und nicht immer nur durch die üblichen Lehrmethoden? Das müsste Kindern, die sich ihre Welt spielerisch erobern und anders lernen als Erwachsene doch viel Spaß machen und vielleicht auch gute Ergebnisse bringen? Sprachliche Entwicklung von Kindern steht in unmittelbaren Zusammenhang mit der Entwicklung kreativer Fähigkeiten und Integration ist eng verbunden mit der Entwicklung und Stärkung von Kommunikationsfähigkeiten allgemein. Kommunikation ist ein weites Feld und dabei nicht nur an Sprache gebunden, bei Kindern wird das immer ganz besonders deutlich. Solche und ähnliche Fragen und Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich vor einigen Monaten die Idee zu diesem Projekt hatte. Als ich auf Dich zukam und Dir von diesem Vorhaben erzählte, warst du sofort begeistert. Was hat Dich an diesem Ansatz - auch als Künstlerin – gereizt?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Mir erschien dieser Ansatz sehr spannend und ich habe während des Projektes gemerkt, dass dort, wo Sprachbarrieren vorhanden sind, andere Ausdrucksmittel für die Integration von Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden müssen. Gerade bei Kindern aus dem Migrationsbereich, die in diesem Projekt ausschließlich angesprochen sind, kann die Sprache mit künstlerischen Mitteln bei der Orientierung in verschiedenen Lebenswelten helfen und die Integration fördern. Wichtig dabei ist, dass in Kleingruppen von 4-6 Kindern gearbeitet wird. Jedes Kind verlangt eine ganz besonders intensive künstlerisch und therapeutische Betreuung und Begleitung. Nur so kann ich auf das Eingehen, was von ihnen beabsichtigt und geschaffen wurde und wie es erfolgt ist. Es werden dadurch Mittel und Wege aufgezeigt, das eigene und andere Umfeld zu verstehen und darauf einzuwirken. Neue Handlungsspielräume können geschaffen werden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die Einschränkungen eigener kultureller Entfaltung erfahren haben, kann das großformatige Malen ein wichtiges Ausdrucksmittel sein.

Martina Marko, QM-Sparrplatz:
wie hast Du diesen Ansatz im Projekt konkret umgesetzt?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Mittels rhythmischem Zeichnen und Malen auf großflächigen Papieren und mit Musik aus den unterschiedlichen Ländern wollte ich für die Kinder Möglichkeiten schaffen, sich auszudrücken und für sich neue Kommunikationsformen zu finden, die gleichzeitig die unterschiedliche kulturelle oder ethnische Herkunft berücksichtigen. Diese Art des Malens und Zeichnens lässt ein großzügiges, körperbetontes und spontanes Arbeiten zur Überwindung von Hemmnissen zu. Bestimmte Experimente wurden von mir angeboten. Für die Kinder war dies Anlass und Herausforderung zugleich fürs eigene Experimentieren als auch auf ihre Kräfte und Wahrnehmung zu vertrauen. Es wurde von mir angeregt, und die Kinder darin ermutigt, auch ihre eigene Musik, die sie gerne hören, mitzubringen.

Martina Marko, QM Sparrplatz:
wie haben die Kinder Dein Angebot angenommen, hat sich ihr Kommunikationsverhalten im Laufe des Projektes, inzwischen sind einige Monate vergangen, verändert?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Die Kinder sind auf das von mir angebotene Experimentierfeld eingegangen und haben u.a. eine unglaubliche Offenheit und Selbstsicherheit bezüglich des Materials und mit dessen Umgang entwickelt. Gemeinsam und im persönlichen Gespräch haben wir über die Arbeiten gesprochen, über ihre Erfahrungen, über ihre Gedanken und Gefühle, die sie in die Bilder hineingelegt haben.

Martina Marko, QM-Sparrplatz:
Ich bin ja ein-,zweimal vorbeigekommen, um zuzuschauen. Die Kinder waren mit viel Spaß, Phantasie und großer Ungezwungenheit bei der Sache. Sie haben auch gegenseitig ihre Bilder kommentiert und gemeinsam an Bildern gemalt. Manchmal haben sie auch getanzt.
Was unterscheidet Deinen Ansatz und Deine Arbeit in diesem Projekt von den Mal- und Bastelangeboten in Kitas und Schulen?

Beate Spitzmüller,Projektleiterin:
Ich habe einen künstlerischen und therapeutisch ganzheitlichen Ansatz. Dabei geht es mir u.a. um Fragen der Wahrnehmung, um Fragen des bildnerisch gestalterischen Ausdrucks, Raum zum Experimentieren, Zeit haben, das ständige Hinterfragen und um das Herauskristallisieren der jeweiligen eigenen Geschichte, um nur einiges zu nennen. Dieser ganzheitliche Ansatz kann insbesondere für Kinder mit Sprachschwierigkeiten aus nichtdeutschen Familien neue Kommunikations- und Ausdrucksmöglichkeiten erschließen. Einer frühzeitigen Ausgrenzung kann vorgebeugt und die Integration gefördert werden.

Martina Marko, QM-Sparrplatz:
Wie war die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Kita Teglerstrasse?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Die Zusammenarbeit erforderte viel Aufgeschlossenheit gegenüber Neuen und eine enge Zusammenarbeit. Beides fand ich bei den Mitarbeiterinnen der Kita. Es fanden Gespräche zur Auswahl der Kinder statt, denen das Malen und Zeichnen Wege bieten kann.

Marina Marko, QM-Sparrplatz:
Welcher Erfahrungen hast Du selbst bei diesem Projekt gesammelt? und was resultiert daraus für die weiteren Arbeit in Rahmen dieses Pilotprojekts?

Beate Spitzmüller, Projektleiterin:
Das Projekt ist eine Herausforderung für die Kinder, sich auf bewegungsrhythmische Abläufe einzulassen und diese malerisch umzusetzen. Dabei trägt die künstlerische Auseinandersetzung mit der Farbe, der Form und der Bewegung dazu bei, das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu unterstützen und das Selbstbewusstsein sowie die Kommunikationsfähigkeit zu stärken. Ich würde hier gern weitermachen. Ich konnte sehr viele Erfahrungen sammeln, die ich auch produktiv in die weitere Projektarbeit einbringen kann.

Martina Marko; QM-Sparrplatz:
Wie dringend der Bedarf ist, etwas zu tun für die ganzheitliche Entwicklung der Kinder, bestätigten auch alarmierende Untersuchungen der letzten Monate. So wurde festgestellt, das jedes vierte Kind in Berlin Sprach- oder Bewegungsstörungen hat und das betrifft nicht nur Kinder von Migranten. Kinder werden heute von Eltern oft alleingelassen. Unser Pilotprojekt, das im nächsten Jahr in weiteren Kitas stattfinden wird, kann nur ein Anstoss sein. Erfolg wird es nur haben, wenn Eltern und Erzieher sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen.

 
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