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Kiezspaziergang mit Bezirksstadträtin Dubrau

Eigentlich waren ja Gewitter angesagt, als Stadträtin Dorothee Dubrau, zuständig für Stadtentwicklung im Bezirk Mitte, sich am 23. Juni auf einem Rundgang durch den Sprengelkiez ein Bild von den Projekten machte, die mit Hilfe des Quartiersmanagements und dessen Kooperationspartnern im Kiez verwirklicht werden konnten. Doch bei der knapp zweistündigen Runde konnte der Regenschirm zum Glück zusammen geklappt bleiben. Mit dabei waren auch Vertreter/innen der Senats- und Bezirksverwaltung, im Kiez Aktive und natürlich das Quartiersmanagement.

Die Route begann auf der Weddinger Kinderfarm, einer offenen Jugendeinrichtung, in der 6-14-jährige Kinder beipielsweise den Umgang mit Tieren lernen können. Gerade war eine Gruppe von sechs Mädchen beim Reitunterricht. Um die heiß geliebten Ponies dürfen sich die Kinder kümmern, wenn sie bewiesen haben, dass sie auch beim Pflegen der Hühner, Enten und Schweine Verantwortung übernehmen können. Hier wurden mit Mitteln des Programms "Soziale Stadt" z.B. ein Heuboden für das Tierfutter und einige neue Gebäude für die Kinder errichtet (Umkleide, Übernachtungshaus, Gemeinschaftsküche, Toiletten). Der Leiter Siegfried Kühbauer wies darauf hin, dass auch Sponsoren diese Umbaumaßnahme mit Geldspenden, Arbeit und Baumaterial erheblich unterstützt haben. Als Nächstes muß nun eine neue Bleibe für die Betreuer her: der alte Schuppen ist marode und soll durch einen Bürocontainer ersetzt werden.

Direkt neben der Kinderfarm liegt der Abenteuerspielplatz TELUX. Allerlei abenteuerliche Holzkonstruktionen haben die Kinder hier errichtet. In der Kreativwerkstatt und im Pingpong-Raum war am ersten Ferientag Hochbetrieb. Maria Richter, die die Kinder dort betreut, wünschte sich vor allem, dass das Planschbecken noch in diesem Sommer renoviert werden kann - falls es doch mal schönes Wetter wird ...

Beim Interkulturellen Gemeinwesenzentrum gab es dann endlich Kaffee für die Spaziergänger. Hier entsteht gerade ein vielfältiges Beratungs- und Mitmach-Angebot u.a. zu den Themen Gesundheit, Bildung, Nachbarschaftshilfe und Migration. In den neu renovierten Räumen hat teilweise schon die Arbeit begonnen, teilweise müssen aber noch einige Baumängel beseitigt werden, was den Umzug einiger Projekte in das Gebäude verzögert. Im September soll das GWZ offiziell eröffnet werden. Sechs Vereine und Initiativen werden im Obergeschoss Räume mieten. In einem großen Spiegelsaal im Erdgeschoss können Sport- und Bewegungsangebote stattfinden. Ein Aufzug und entsprechende Sanitäreinrichtungen machen das Ganze behindertengerecht.
Frau Dubrau gefiel, was sie sah. Schließlich hatte sie noch den alten Zustand der Räume gesehen. Es ist zu hoffen, dass das GWZ im wahrsten Sinne ein Zentrum für den Stadtteil und alle seine Bewohnerinnen und Bewohner wird.
Und auch von den übrigen Projekten war die Bezirksstadträtin angetan. Für einen Stadtteil, der auf Platz 283 und damit ziemlich weit hinten auf der Rangliste des neuen Berliner Sozialstrukturatlas liegt, kann sich das Erreichte wirklich sehen lassen.

Weiter ging es über die Triftstraße, wo 2003 der heruntergekommene Grünbereich neben der Fahrbahn und die dazu gehörigen Fußweg-Abschnitte mit den Anwohnern zusammen neu gestaltet wurden. Quartiersmanager Michael Langer wies auch auf die Neugestaltung der Kreuzung Tegeler-/Triftstrasse hin. Die Gehwegvorstreckung und die Betonpoller wurden vor allem auf Wunsch von Müttern mit kleinen Kindern gesetzt, denen die Kreuzung vorher zu unübersichtlich und daher gefährlich war.
Dann ein kurzer Abstecher zum neuen Infoleitsystem an der Torf-/ Ecke Föhrer Straße, das mit vielen Gewerbetreibenden und einem kiezansässigen Büro für Grafik und Design konzipiert wurde; die Stadtteilgenossenschaft Wedding hat die Instandhaltung und Aktualisierung des Infoleitsystems übernommen.
Nächster Anlaufpunkt war die Sprengelstraße. Dort wird gerade ein neuer Park geplant und das Besondere daran: die Anwohner entschieden in mehreren sogenannten Planungswerkstätten mit über dessen zukünftige Gestalt. Im Juli wird es ernst: dann sollen die alten Fabrikgebäude abgerissen werden.





