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Montag, 10.02.2014

Kiezschnuppern

georg+georg, die neue Webredaktion des QM Sparrplatz, unterwegs im Quartier

Die Teilnehmer der Kiezbegehung: Johannes Hayner, Anna Nyvang, Ilka Markus, Özlem Ayaydinli, Sophie Rothbarth und Volker Kuntzsch (v.l.n.r.)
Informationsgespräch mit Hervé Tcheumeleu
Mit Hans-Georg Rennert im Tanzsaal des SprengelHauses
Narcisse Djakam präsentiert Integritude
Auf der Weddinger Kinderfarm im Gespräch mit Siegfried Kühbauer
Gute Stimmung zwischen Auftraggebern und -nehmern
Der Telux im Licht der Wintersonne
Unterwegs im Kiez
Neugierig ist nicht nur diese Ziege

„Ah, da bist du ja endlich. Wir müssen los!“ Gleich zum ersten Treffen mit Verspätung, das fängt ja gut an. Kollege Volker Kuntzsch, mein Partner bei georg+georg, ist auch schon da, er hat auch mit Abstand die kürzeste Anreise, immerhin wohnt er seit 19 Jahren in der Luxemburger Straße, also am Rand des Quartiers. Wegen eines dringenden Telefonats komme ich fünf Minuten zu spät; die müssen nun wieder reingeholt werden. Fast im Laufschritt startet die Reisegruppe zum Kiezrundgang: Özlem Ayaydinli und Ilka Markus vom Quartiersmanagement Sparrplatz und wir vier von georg+georg: unsere beiden Praktikantinnen Sophie Rothbarth und Anna Nyvang sowie Volker Kuntzsch und ich, Johannes Hayner. Nun also bekommen wir die ersten Insider-Informationen über den Kiez, aus dem wir ab sofort auf der Website des QM Sparrplatz berichten wollen. Denn wir unterstützen als Webredaktion die QM-Teams Sparrplatz und Pankstraße bei der „Fütterung“ ihrer Webauftritte mit Inhalten. Pankstraße kennen wir schon (hier machen wir seit 4 Jahren die Kiezzeitung Quartier2), Sparrplatz kennen wir auch gut, aber gut genug? Klar, dass wir nun schleunigst Kiezluft schnuppern müssen und klar, dass das QM-Team dafür wohl die beste Unterstützung ist. Wobei die Kiezluft zunächst Zugluft ist: Özlem drückt auf die Tube, denn es gibt einen engen Zeitplan für unsere Kiezrunde und den gilt es einzuhalten. Wir japsen hinterher, verweilen aber kurz am Sparrplatz für ein Gruppenfoto. Immerhin, die Sonne scheint und trotz eisiger Kälte stimmen uns Wetter und Tourenplan froh.

Erste Station: SprengelHaus. Evelyn Keskin vom Nachbarschaftsladen nimmt uns in Empfang. Und dies überaus herzlich. Schnell bekommen wir einen kurzen Überblick über die Angebote der Einrichtung: von der kostenlosen Rechtsberatung über Elterncafé mit Möhrenkuchen und das Mittagessen am Mittwoch bis hin zu Mal-, Näh- und Deutschkursen. Die hellen Räume und die geräumige Küche mit ihrem großen Tisch und den vielen Stühlen wirken einladend und freundlich. Es freut uns zu hören, dass das mit QM-Mitteln unterstütze Haus in der Nachbarschaft mittlerweile eine Institution ist.

Weiter geht’s, und zwar innerhalb des SprengelHauses. Sarah Kilter und Narcisse Djakam von „Integritude“ erwarten uns im Seitenflügel, 3. Stock. Freundlicher Empfang, leckerer Kaffee (handgemahlene Keniabohnen) und dann die Frage, die wir heute noch öfter hören: „Was macht eigentlich Anne Wispler?“ Natürlich kennen wir die Kollegin, wenn auch nicht persönlich, aber heute merken wir: Unsere Vorgängerin in der Webredaktion hinterlässt große Fußstapfen, in die wir nun treten sollen. Integritude indes präsentiert einen kurzen Projektüberblick, und wir sind beeindruckt. Poetry Slam, Kiez-Kickerturnier und Kreativ-Workshop; Integritude stellt viel auf die Beine. Ein kurzes Kennenlernen, mehr ist heute nicht drin. Nach einer Viertelstunde und einer Verabredung zum Gegenbesuch bei uns in der Gerichtstraße verlassen wir das gemütliche Büro und besichtigen geführt von Hans-Georg Rennert weitere Räumlichkeiten des SprengelHauses wie den Tanzsaal, den Computerraum und den Sitzungssaal. Fülle und Qualität des Angebotes und der Zuspruch aus der Bevölkerung machen das SprengelHaus zu einem Schwergewicht unter den Kiezeinrichtungen.

Vorbei an Eschenbräu, Resotto und Osterkirche, „Was ist das da?“ – „Ach, das olle Parkhaus, mal sehen was daraus wird.“ Im Laufen diskutieren wir praktische Fragen wie die nach dem besten Mittagstisch („Wir kochen meistens selbst.“), dem besten Kaffee („Schwer zu sagen, bei Integritude vielleicht?“) und Geheimtipps für Primetime-Tickets („Einfach früh genug entscheiden.“). Nach kurzem Weg – freilich, der Kiez ist ja nicht so groß – erreichen wir unser nächstes Ziel.

„Ich bin Sigi.“ Klare Ansprache, fester Händedruck, kerniges Auftreten: Siegfried Kühbauer ist der Leiter der Weddinger Kinderfarm und damit seit Jahrzehnten der Held tierlieber Weddinger Kids. Es folgt eine Einführung in die wechselhafte Geschichte der Kinderfarm von den Anfängen auf einem Schrottplatz am Nordufer bis heute. Sigi kann plastisch erzählen und wir hören gerne zu, während wir vom Federvieh über Meerschweinchen, Ponys und Katze bis zu den Ziegen ziehen. Offensichtlich hat es viel taktisches Geschick und noch mehr Enthusiasmus gebraucht, um dieses grüne Kleinod im Weddinger Häusermeer zu erhalten. Wir nehmen uns vor, der Kinderfarm demnächst einen ausführlichen Artikel zu widmen und sodann die eiskalten Füße von der Farmerde.

Ein kleiner Abstecher führt uns über den Abenteuerspielplatz Telux, ehe wir beim Afrika Medien Zentrum aufschlagen. Glücklicherweise sind die Temperaturen hier in der Torfstraße eher Afrika als Nordeuropa und so tauen unsere Füße langsam auf, während Hervé Tcheumeleu die Agentur vorstellt. Die bisherigen Macher des Kiezboten (die Förderung des Projekts ist gerade ausgelaufen) haben noch einiges im Portfolio: das LoNam Magazin sowie die Zeitschriften African Challenge und Afrika in Berlin. Alle Eile jedoch hat nichts genützt, wir sind zu spät und so muss Tcheumeleu nach kurzer Zeit aufbrechen. Aber auch hier gilt: Man sieht sich und wir bleiben in Kontakt.

Vor der Tür verabschieden wir uns von den Kolleginnen des Quartiersmanagements. Das also ist nun auch unser Kiez. Die ersten Eindrücke: lebhaft, reizvoll, bunt, mit viel Engagement und noch mehr Ideen. Sprengelkiez, wir freuen uns auf dich!

Johannes Hayner
 
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