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Freitag, 07.07.2006

Im Einsatz gegen Hundekot und Sperrmüll – die Kiezläufer

Zu den regelmäßigen Aufgaben der Kiezläufer gehört es, durch Rundgänge im Kiez Präsenz zu zeigen, Sperrmüll an die BSR zu melden und Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen überprüfen. Sie sollen auch bei Konflikten auf öffentlichen Plätzen schlichten helfen und natürlich die Tütenspender für Hundekotbeutel befüllen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: das Gefährlichste, was unsere Kiezläufer bisher erlebt haben, war die Attacke eines wütenden Krähenpapas, der sein aus dem Nest gefallenes Junges beschützen wollte. Der Angriff im Sturzflug blieb zum Glück ohne Folgen.

Auch unser gemeinsamer Rundgang durch den Sprengelkiez bringt diesmal wenig Spektakuläres zutage. Außer ein paar wild entsorgten Mülltüten und einem zerstörten Zaun einer Grünfläche gibt es nicht Neues, denn mittlerweile hat sich der Einsatz der Kiezläufer bezahlt gemacht: Der Sperrmüll, früher manchmal ganze Wohnungseinrichtungen, ist eindeutig weniger geworden. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass allgemein mehr auf den Kiez acht gegeben wird, wofür die täglichen Rundgänge der Kiezläufer ein deutliches Signal sind. Und die BSR reagiert schnell auf ihre Meldungen - so können die Sperrmüllhalden gar nicht erst wachsen.

Dennoch gibt es jeden Tag genug zu tun, denn die Tütenspender für die Hundekotbeutel der  "Stadt & Hund" GbR – inzwischen sind es 13 Stück im ganzen Kiez – müssen aufgefüllt werden. An jeder Station wird das genau protokolliert, um den Erfolg des Projektes nachzuvollziehen, und mittlerweile ist die Zahl der Beutel, die von übermütigen Kindern in der Gegend verteilt werden, auch weniger geworden.

Zu den regelmäßigen Aufgaben der Kiezläufer gehört es, durch Rundgänge im Kiez Präsenz zu zeigen, Sperrmüll an die BSR zu melden und Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen überprüfen. Sie sollen auch bei Konflikten auf öffentlichen Plätzen schlichten helfen und natürlich die Tütenspender für Hundekotbeutel befüllen. Nebenbei unterstützen sie das QM-Büro gelegentlich, z.B. durch Plakatekleben oder Botengänge und bei öffentlichen Festen.

Das Projekt "Kiezläufer" wird vom Träger "Schildkröte GmbH" in Kooperation mit dem Bezirksamt, dem Jobcenter Mitte und "Stadt & Hund" seit Oktober 2005 durchgeführt und finanziert. Die Teilnehmer/innen erhalten Schulungen in den Bereichen "Konstruktive Gesprächsführung", "Sicherheit und Deeskalation" und Recht. Und am liebsten würden sie natürlich weiter als Kiezläufer arbeiten. Doch leider ist ihr Einsatz bis Ende September befristet – eine Neuauflage der Maßnahme mit neuen Kiezläufern ist jedoch geplant, eventuell können auch zumindest zwei der jetzigen Kiezläufer übernommen werden.

Auf dem Spielplatz am Nordufer ist alles in Ordnung, dieses Mal liegen dort keine benutzten Einwegspritzen. Die dürften die Kiezläufer auch nicht selbst entsorgen - zu groß ist die Gefahr, sich zu verletzen. "Das ist Sache der Polizei," sagt Jochen, "dann rufen wir die." Die Kiezläufer haben, anders als die Kiezstreifen des Ordnungsamts, keine hoheitlichen Befugnisse. Das heißt, sie dürfen selbst keine Ordnungswidrigkeiten verfolgen, sondern melden alle Vorkommnisse und Funde an die zuständigen Einrichtungen weiter.

Stützpunkt der Kiezläufer ist das QM-Büro, denn hier wird zwischen den genau festgelegten und ausgedehnten Kiezrundgängen Kaffeepause gemacht, und von hier melden die Kiezläufer Sperrmüll, Gefahrenquellen oder auch Gehwegschäden direkt an die zuständigen Stellen. Rosi Lauthner, Günter Molter und Jochen Gerstenberger sind mittlerweile im Kiez bekannt wie bunte Hunde. Nach anfänglicher vereinzelter Anmache sind die drei echte Respektspersonen geworden und werden häufig gegrüßt. Die Anwohner freuen sich, dass regelmäßig jemand nach dem Rechten sieht. Rosi: "Die Hundehalter kommen sogar und fragen uns nach Nachschub für die Tütenspender".

Text und Fotos: Anne Wispler
 
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