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Mittwoch, 03.12.2014

Hallo Nachbar!

Ein gelungener dritter Markt der Ideen

Carola Patalano aus dem QM-Team
Hans-Georg Rennert vom SprengelHaus
Klaus Wolfermann inspiziert sein Foto
Fotowand
Der neue Kiezbote
auch die Polizei liest den neuen Kiezboten
Feedback
MindMap
liebesvoll angerichtetes Buffet
auch den Kleinen schmeckts
Speed-Dating

Nachbarn treffen, interessante Menschen kennen lernen, Neuigkeiten erfahren, eine gute Zeit miteinander haben. So könnte man im Schnelldurchgang das Programm des dritten Marktes der Ideen im SprengelKiez zusammenfassen. Und dies beschreibt sowohl die Planung des Abends als auch das Resultat. Also: gelungene Veranstaltung!

20. November 2014, zum dritten Mal Markt der Ideen im Nachbarschaftsladens im SprengelHaus. Gleiche Stelle, gleiche Welle also? Ja und nein. Denn natürlich sind viele der Teilnehmer vom Vorjahr wieder dabei, aber auch viele neue. Und das Programm unterscheidet sich klar. Pecha Kucha gibt es heuer nicht, dafür Bürgerredaktion. Doch der Reihe nach …

Ab 16 Uhr trudelten die ersten Gäste ein. Jeder bekam ein Namensschildchen, mit dem es weiter ging zu einem kleinen Fotoshooting im Selfie-Modus. Das QM hatte eine Kamera mit Stativ aufgebaut. Aber Marlen Godemann, die den Stand betreute, hatte leichtes Spiel: Den Auslöser musste sie nicht betätigen, den bekamen die Gäste „fern“ selbst in die Hand. Somit konnte jeder Pose, Gesichtsausdruck und Timing selbst bestimmen. Klick – klick – klick! Haare fliegen, Menschen ganz klein, ganz groß, Lächeln, ernster Blick, alt, jung, Frau, Mann, eingefrorener Sprung. Die Fotos wurden direkt ausgedruckt und bildeten eine lustige Fotocollage, die vom Fleck weg die Stimmung auflockerte. Unser Kiez en miniature!

Als dann gegen 17.30 Uhr alle Gäste da waren, es waren insgesamt 60 Teilnehmer, konnte das vom QM organisierte Programm beginnen. Gestartet wurde im Gymnastiksaal des SprengelHauses. Dort begrüßte Özlem Ayaydinli alle Teilnehmer mit einer kleinen Ansprache. Sie würdigte das Engagement von Projekten, Verwaltung und vor allem Anwohnern im vergangenen Jahr und hob die Bedeutung des Marktes der Ideen für die Vernetzung im Kiez hervor. Denn dies ist ja vor allem das Ziel der Veranstaltung: Dass man sich kennenlernt, voneinander weiß, aneinander denkt und möglichst auch etwas zusammen unternimmt.

Danach hatte die Bürgerredaktion der neuen Kiezzeitung im SprengelKiez das Wort. Johannes Hayner von georg+georg stellte das neue Projekt „dein Kiezbote“ und die dort bereits Mitwirkenden (Narcisse Djakam, Rebecka Sommer, Ewald Schürmann, Volker Kuntzsch, Maja Schudi, Oliver H. Herde und Anna Lindner) vor. Denn am 20. November fand nicht nur der Markt der Ideen statt, sondern es war auch der Tag, an dem der neue Kiezboten druckfrisch im SprengelKiez landete. Das neue Projekt sieht sich eindeutig in der Tradition des „alten“ Kiezboten, gleichwohl steht es unter neuen Vorzeichen. Dieses wurde auch in der kurzen Vorstellung durch Hayner deutlich, sind wir alle gefragt, wenn es um die Gestaltung der Kiezzeitung geht. Denn eine Bürgerredaktion übernimmt das Steuer und alle sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Die erste Ausgabe ist ein Prototyp mit Vorschlägen an die Bürger, wie die Zeitung einmal aussehen könnte. Nun sind natürlich die Bürger gefragt diesen weiterzuentwickeln und nach ihrem Geschmack zu gestalten. Aus diesem Anlass wurden im Gymnastiksaal drei Tische vorbereitet, an denen die Gäste animiert wurden, sich zu der neuen Zeitung zu äußern, ihre Geschichten einzubringen und ein Feedback zu geben. Es gab viele interessante, zum Teil bekannte und zum Teil unbekannte Bilder von Menschen und Orten des Kiezes, einen Feedback-Fragebogen und ein großes MindMap, auf dem jeder seine Ideen für künftige Rubriken und Geschichten hinterlassen konnte. Es entstand eine gelöste Arbeitsatmosphäre in der geschnibbelt, diskutiert, gelacht und geschrieben wurde. Noch während der Vorstellung begannen die Teilnehmer mit dem Blättern in der Zeitung und dem Schreiben an den verschiedenen Tischen. Die Aufforderung sich einzubringen erfuhr also den erhofften Zuspruch. Gut eine dreiviertel Stunde dauerte die Session, danach: Pause.

Sturm auf’s Buffet. Für viele mit das Wichtigste, deshalb heute auch mal nicht nur am Rande erwähnt: Für das leibliche Wohl war trefflich gesorgt. Und wie! Ein herzlichen Dank an den Nachbarschaftsladen, der das QM-Team nicht nur bei der Betreuungdes Buffets unterstützte. Es gab viele verschiedene Salate, Dips, Obst, Gemüse, Hühnerkeulchen, Boulettchen, kleine Sandwiches aber auch Süßes, ein Apfelstrudel wurde sogar vom Wiener Strudelcafé Strudelka als Gastgeschenk mitgebracht. Es war also absolut für jeden etwas dabei. Da fiel es dem einen oder anderen durchaus schwer sich zu entscheiden bzw. aufzuhören.

Mahlzeit.

Nach dem ausgiebigen Abendbrot konnte nun das Speed-Dating beginnen, das wie auch im Jahr zuvor im Seminarraum stattfand. Partnersuche auch hier, aber es ging wohl eher um Projektpartner als um Lebenspartner. Obwohl, wer weiß!? Beim Kiez-Speed-Dating jedenfalls geht es zunächst darum, sich mit möglichst vielen Menschen in kürzester Zeit auszutauschen und dadurch Kontakte zu knüpfen, die bei dem eigenen Vorhaben, sei es beruflich, privat oder bei der Durchführung von Projekten, helfen können. Es unterhalten sich immer zwei der Teilnehmer und nach fünf Minuten rutscht einer einen Platz weiter an den nächsten Tisch, so kann sich jeder mit jedem einmal austauschen. Es waren kleine Sitzmöglichkeiten für die Teilnehmer vorbereitet. Auf den Tischen standen Kerzen, die für eine gemütliche Gesprächsatmosphäre sorgten. Und genau das nutzten alle ausgiebig, Runde für Runde. Es wurde sich lebendig und angeregt unterhalten und vor allem ausgetauscht. Das Format funktioniert: Selten war die Assoziation zu einem Bienenschwarm so zutreffend. Menschen mit empfindlicheren Ohren fanden es teilweise zu laut, Menschen mit schlechteren Ohren fanden es teilweise zu leise und alle Menschen fanden es überaus interessant! Es schien als ob die Gesprächszeit zu knapp bemessen war, denn jedes Mal wenn das Licht nach fünf Minuten anging ließ sich kaum jemand darin beirren, seine Gespräche fortzusetzen. Ein gutes Zeichen, denn offensichtlich hatten sich hier viele viel zu erzählen. Zusätzlich gab es Stellwände, an denen man sich zu den Gesuchen und Geboten aller Teilnehmenden informieren konnte. Aber auch das QM-Team half dabei, die Teilnehmer an mögliche Partner zu vermitteln.

Längst nicht alle konnten am Speed-Dating teilnehmen, dafür aber dann am „Slow-Dating“ in der Küche des Nachbarschaftsladens. Manchmal ist es ja auch interessant, sich länger mit nur einem Menschen oder einer Menschengruppe zu unterhalten, und das wiederum war hier gut zu beobachten. Ob Polizistin, Lehrerin, Bibliotheksleiterin, Studentin oder Sozialarbeiter – keiner saß sprachlos in der Ecke und als Kiezjournalist kann es einem nur leid tun, wie viele interessante Geschichten hier verpasst wurden.

Nun, die Gesprächsatmosphäre war so gut, die Geschichten so spannend, die Sättigung vom Buffet so überwältigend, dass der Zuspruch zur zweiten Arbeitsrunde für die Bürgerredaktion doch eher verhalten ausfiel. Aber so soll es ja auch sein: Jeder Abend entwickelt seine Dynamik und was soll wichtiger sein als Freunde und Bekannte zu treffen? Jedenfalls traf sich im Gymnastiksaal ein wackeres Häuflein, das für die zweite Ausgabe der Kiezzeitung direkt in Produktion ging: Die Geschichten aus dem Speed-Dating wurden direkt zu Papier gebracht, sodass spontane und authentische Portraits von Nachbarn entstanden. Seien Sie gespannt auf diese Geschichten! Oder machen sie doch gleich selbst mit! Das nächste Bürgerredaktionstreffen findet am 16. Dezember um 13 Uhr im Nachbarschaftsladen des SprengelHauses statt.

Mit weiteren Gesprächen in der Küche und in den übrigen Räumen sowie mit musikalischer Begleitung klang der Abend langsam und gemütlich aus. Das QM als Veranstalter konnte sich für eine gelungene Organisation und Durchführung der Veranstaltung auf die Schultern klopfen und bedankt sich für die tatkräftige Unterstützung bei Nachbarschaftsladen und SprengelHaus und allen kleinen und großen Helfern vor Ort. Und wir alle blicken nun schon voller Freude dem vierten Markt der Ideen entgegen, der am 19. November 2015 stattfinden wird.

 

Text: Anna Lindner/Johannes Hayner Fotos: Volker Kuntzsch

 
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