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Montag, 06.07.2015

Gute Nacht!

Trommeln zur Eröffnung der Langen Nacht
Der Chor des ATZE Musiktheaters singt in der Osterkirche
Die neue Plakatkampagne der Bürgerredaktion
Ware:Schönheit lockt mit Angebotspreisen
Spendenbox bei Ware:Schönheit
Live Musik und gute Stimmung vor dem Café Göttlich
DJ Pavlov spielt im Quartiersmanagement-Büro
Blutdruck messen bei Medizin-Mobil-Nord
Wedding Art e.V. mit guter Laune und bunten Bildern
Karaoke im Studentenwohnheim Augustenburger Platz

Lange Nacht im SprengelKiez

Die erste Lange Nacht im SprengelKiez am 19. Juni 2015

Berlin und seine langen Nächte! Das fängt schon bei den berühmten Kreuzbergern an (Gebrüder Blattschuss) und geht über die Langen Nächte der Wissenschaft, der Museen und der Industrie bis hin zur Langen Nacht der Familie und der Langen Nacht des Shoppings. Nun also auch die Lange Nacht im SprengelKiez.

Der Gedanke dabei war, den im Kiez ansässigen, Institutionen, Projekten, Hobbyastronauten und Geschäften eine Gelegenheit zu geben, sich vor einer etwas größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Und die Gelegenheit wurde - wie ein Blick ins Programm verrät - gut genutzt. 25 verschiedene Angebote beinhaltete das Programm und hinter einigen verbargen sich mehrere aufeinander folgende Programmpunkte. Gut zu tun also für das Publikum aus dem Kiez und aus anderen Stadtbezirken, das sich trotz kühler Temperaturen an diesem Abend auf die Straßen des SprengelKiezes traute. Wir haben ein paar Stationen besucht.

Wum-wum-wum. Eröffnung der Langen Nacht in der Osterkirche mit den Wedding Drums. Weit hallen die Trommelklänge durch den Kiez. Eine kleine Gemeinde erlebt die kurze, herzliche Ansprache von QM-Teammitglied Anne Gebauer vor der Kirche. Einige hatten den Weg noch nicht zur Kirche gefunden, da machten sich die Eröffneten schon auf den Weg zu den ersten Programmpunkten. 

Und gleich geht es weiter in der Osterkirche mit dem Chor des ATZE Musiktheaters. Die sangeskräftigen Frauen und Männer präsentieren einen bunten Querschnitt ihres Repertoires. Sonst nur zum traditionellen Weihnachtskonzert hier sind sie heute besser als das Original: Simon & Garfunkel gibt es vierstimmig! Das Publikum freut’s und der Beifall ist heftig.

Gleich um die Ecke im Nachbarschaftsladen hat die Bürgerredaktion SprengelKiez ihren Stand aufgebaut. Und mit der Ausstellung ihrer neuesten Plakatkampagne einen echten Hingucker. Mitautoren und Sympathisanten von „Dein Kiezbote“ präsentieren sich in großen Porträtaufnahmen dem Betrachter. Wieder und wieder bleiben Menschen stehen, fragen nach, zeigen Interesse. Vielleicht wird die Eine oder der Andere demnächst an der Zeitung mitarbeiten?

Ware: Schönheit. Waschen schneiden legen – das ist heute Programm im Friseurladen Tegeler-/ Ecke Sprengelstraße. Wie eigentlich immer. Der Unterschied: Heute steht eine Spendenbox am Tresen. Alle Erlöse gehen an die Osterkirche. Läufts? Klar, schon um 19 Uhr waren alle Termine vergeben. Als Trostpreis für die zu kurz Gekommenen mit den immer noch langen Haaren gibt es stylishen Schmuck für kleines Geld.

Die Lynar. Zugegeben, der Hunger treibt uns her. Denn im Programmheft wird ein Grillfest angepriesen. Dann aber erzählt uns ein freundlicher Herr, dass mit Rücksicht auf die muslimischen Gäste wegen des Ramadan erst später der Grill angeworfen wird. Egal, wir schauen uns um, man kann die verschiedenen Spiel- und Freizeitangebote nutzen und nach einer Runde Tischtennis geht’s weiter in die lange Nacht. 

Café Strudelka. Chansons mit und von Dirk Loombeek, begleitet von André Kolin. Das Café ist bis auf den letzten Platz besetzt, gemischtes Publikum. Gute Stimmung, ein gutes Glas Wein und viel Freude am abwechslungsreichen Programm.

Paradise Kulturraum. Stefan stellt uns die Dame vom Eisenbass vor. Was das ist? Ein Instrument. Und wie klingt es? Lasst Euch überraschen, in 30 Minuten geht’s los. Wir versprechen, wieder zu kommen. Hat dann nicht geklappt. Und der Eisenbass? Beim nächsten Mal …

Yogaia.berlin. Ein großer, heller Raum, der Boden mit Yogamatten bedeckt. Offen für alle gibt es heute kurze Yogaeinheiten zum Kennenlernen und allerhand Tipps rund um Ernährung, Ayurveda sowie ein Mantrakonzert. Trotz der beruhigenden Atmosphäre kommt bei uns Hektik auf: Zu viel ist noch nicht besucht. Wir verabschieden uns von der freundlichen Yogalehrerin noch vor dem Konzert. Schade eigentlich.

August-Bebel-Institut. "Gentrifizierung – nächster Halt Wedding?", so das Thema der

Diskussionsrunde  mit Andrej Holm, einem Stadtsoziologen von der HU Berlin. Gekommen sind vor allem Weddinger (99 % ermittelt eine kurze Umfrage per Handzeichen), die sich der lebhaften Frage- und Diskussionsrunde hingeben. Wittert hier jemand die Lange Nacht als Vorzeichen der Gentrifizierung? Hoffentlich nicht.

Tegeler Straße. Hier ist was los! Echte Festivalstimmung mit vielen, vor allem jungen Leuten. Trotz des kühlen und regnerischen Wetters sitzen die Leute draußen und nehmen an vielen Aktionen außerhalb des "offiziellen" Programms teil. Highlight: Die Latino-Combo vorm „Göttlich“. Es wurde getanzt!

Quartiersmanagement-Büro. DJ Pavlov spielt Vinyl. QM-Team, Freunde, Gäste und wir chillen vor der Tür. Nette Gespräche, viel gelacht, erstes Resümee: eine gelungene Aktion, diese lange Nacht.

Yoga Zimmer. Nochmal Yoga. Kann es sein, dass dieser Kiez besonders entspannt ist? Kreide-Wegweiser auf der Straße führen in den gemütlichen Yoga Raum. Thema des Abends: der Rücken. Erhobenen Hauptes geht es weiter. 

Medizin-Mobil-Nord. Blutdruck, Sauerstoffgehalt des Blutes, Pulsschlag. Ein kleiner Check verrät, dass die Krankenkasse zumindest hier nichts befürchten muss. Norbert Macia und Sohn sind froh über die immer wieder läutende Türglocke und wünschen einen angenehmen Abend. 

Deichgraf. Milcho Riethmüller präsentiert Schlager aus aller Welt. Der Bierhahn läuft. Die Stimmung kocht. Viele tanzen. Wären gern länger geblieben.

Milchmeergalerie. Das Schaufenster auf der Straße verspricht eine eigene kleine Welt. Bunt und verrückt gestaltet sind die Ausstellungsräume im Keller. Gut besucht, dieser offene Galerieabend.

Schoko & Luise. Eigentlich kein Abend für Eis. Was hier aber zur Live Musik geboten wird ist wirklich lecker und außergewöhnlich. Es gibt Eis in den Geschmacksrichtungen weiße Schokolade mit Ingwer und Orange, Karamellkuchen, Kiwi Sorbet, Mango & Mohn, Zimt Zitrone, Jogurt mit Beeren, Vanille Marille, Schoko & Luise (Schokolade Birne) und viele andere. Dazu ein Vortrag zum Thema Bewusstsein – bewusste Ernährung wäre bei dem Angebot auch schwierig.

Atelier am Nordufer. Eine Kunstpoststation. Hier kann man selber Kunstpost gestalten und versenden. Dazu gibt es eine Bildergalerie im grünen Garten und im Haus mit vielen bunten großen und kleinen Bildern. Farbige Wegweiser aus Neon Kreide und bunte Kerzen führen viele interessierte Leute in den Garten.

Wedding Art e.V. Die Lesung von Roland Lampe ist vorbei, auch das Saxophon von Meinhard Blum ist verklungen. Ein paar Unverdrossene sind noch da, es gibt Prosecco, Knabberzeug. Besucher werden freundlich empfangen, angesprochen und durch die kleine Ausstellung geführt. „Das da ist doch Ernst, oder?“ „Ja, ja, bei unserem Ausflug nach Schwaan.“ Und die Lange Nacht? „Eine gute Idee. Wir hatten etliche neue Gäste hier. Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei.“

Groove on the Roof im Studentenwohnheim Augustenburger Platz . Es sollte der krönende Abschluss über den Dächern des Weddings werden, dazu ist es leider nicht gekommen. Wegen der Temperaturen unter 10° wurde das Karaoke-Event kurzerhand in die oberste Innenetage verlegt. Der Blick ist trotzdem gut, die Musik mal super, mal bemüht. Je nachdem, wer gerade das Mikro traktiert. Die Toilette für den Abend ist in einer offen stehenden Studentenbude. Bier ein Euro. Der Soundtrack zu unserem Rückzug ist “Ain’t No Sunshine” von Bill Withers, exzellent intoniert. Passt. 

Lange Nacht im SprengelKiez

Svenja Bressem, Annette Wolter, Johannes Hayner
 
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