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Gewerbeförderungs-Projekt "Werben für den Kiez"

Im Herbst 2005 starteten die Projektträger Wolf & Hülfert im Auftrag des Quartiersmanagements Sparrplatz das Projekt "Werben für den Kiez - Gewerbe im Sprengelkiez". Ziel des Projektes ist es,  sich in der Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden im Sprengelkiez über die Marketingkommunikation im Stadtteil zu verständigen. Das Projekt soll zur Imageverbesserung beitragen und die Kooperation der Gewerbetreibenden untereinander verbessern. Weiterhin soll die Diskussion über ein Corporate Design für das lokale Gewerbe im Quartier geführt werden.

Hintergrund und Ausgangslage
Kneipen, Kunst im Fenster, Döner, Wissenschaft, Friseure und Berliner Originale. Im Weddinger Sprengelkiez sind nach einer Erhebung im Frühjahr 2005 im Rahmen des Projektes "Gewerbeatlas für den Sparrplatz-Kiez" aktuell ca. 300 Unternehmen ansässig. In der aktuellen, heterogenen Gewerbestruktur sind der Dienstleistungs-, Einzelhandelsbereich und die Gastronomie sehr stark vertreten. Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um kleine Firmen. Der Sprengelkiez stellt für die kleinen Unternehmen einen Markt von ca. 15.000 Einwohnern dar. Derzeit ist leider kein konzertiertes Handeln der Gewerbetreibenden im Kiez zur kontinuierlichen Pflege vorhandener und Erschließung neuer Kundengruppen erkennbar. Zudem wirkt sich die heterogene Aussendarstellung wenig vorteilhaft auf das Stadtbild und damit auf das Image des gesamten Quartiers aus.

Projektziele
Möglichst vielen Gewerbetreibenden im Quartier sollen im Rahmen des Projektes die Vorteile und Möglichkeiten gemeinsamen Handelns und Marketings zur Erschließung neuer Kundengruppen vorgestellt werden. Durch solche Kooperation kann z.B. die Erarbeitung von gemeinsamen Qualitätsmaßstäben in der Außendarstellung des Quartiers und damit ein verbesserter Gesamteindruck des Stadtteils erreicht werden. Folge hiervon wäre ein Beitrag zur Stärkung der Originalität des Quartiers und das Bekenntnis zu einem unverwechselbaren Standort. Mit vernetztem Marketing, gemeinsamen Werbemaßnahmen und mit einem Corporate Design können Angebote, Aktionen und Veranstaltungen des lokalen Gewerbes als Gütesiegel über das unmittelbare Umfeld hinaus bekannt gemacht werden.

Maßnahmen und Veranstaltungen
Seit dem 10. Oktober 2005 wurden die Gewerbetreibenden im Kiez mit Fragebogen zu Ideen und den Möglichkeiten des gemeinsamen Marketings und Handelns befragt, als auch ihre Einstellung zu einem Corporate Design erkundet. Die Umfrage sollte einerseits die einzelnen Werbemaßnahmen der Firmen auswertbar machen und weiterhin die Bereitschaft zur Kooperation untereinander erfragen. Die Bekanntheit von durchgeführten und laufenden Projekten im Sprengelkiez wurde erhoben. Die Maßnahme ist eingebettet in eine Vielfalt von Aktivitäten zur Förderung des ansässigen Gewerbes (Lesen Sie  mehr in folgendem Artikel).

Als erste Maßnahme des Projektträgers wurde für die Gewerbetreibenden im Kiez eine kleine Marktforschung konzipiert. Die Marktforschung wurde dann von November 2005 bis Anfang Januar 2006 im Sprengelkiez mit Unterstützung der Unternehmen durchgeführt. Insgesamt sind von 300 Gewerbetreibenden im Quartier 84 befragt worden, von denen sich 56 an der Umfrage durch Ausfüllen des Fragebogens beteiligten. Die Auswertung der Ergebnisse der Marktforschung sind in diesem Projektbericht nachzulesen und waren weitere Grundlage für den Fortlauf des Projekts.

Als weitere Marketingmaßnahme zum Projekt konzipierten und gestalteten Wolf & Hülfert für die Gewerbetreibenden 15 verschiedene Vorschläge für ein Markenzeichen bzw. Corporate Design (CD). Als nächstes war eine Veranstaltung zur Präsentation der Projektergebnisse geplant, und für die Bekanntmachung der Veranstaltung eine kleine Werbekampagne mit Handzettel und Kleinanzeigen ausgestaltet worden. Die Gewerbetreibenden im Sprengelkiez wurden zur Veranstaltung weiterhin durch einen Kiezläufer, der mit den entsprechenden Werbemitteln ausgestattet war, persönlich eingeladen.

Ein CD-Entwurf von Wolf & Hülfert wurde in seiner Anwendung auf verschiedene Werbeartikel wie Visitenkarte, Geschäftsausstattung, T-Shirt, Basecap, Kissen usw. aufgedruckt. Diese Werbeartikel mit CD sollten die Idee eines Corporate Designs hin zu den Gewerbetreibenden transportieren und es ihnen schmackhaft machen. Auf der nachfolgenden Veranstaltung gab es auch eine Buttercremetorte in der Form des Corporate Designs.
Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Wie sich ein Stadtteil positiv darstellen kann" und präsentierte ein Marketingkonzept sowie Corporate Design-Vorschläge für eine verbesserte Außendarstellung der Gewerbetreibenden im Sprengelkiez. Kernpunkt des Projekts sollte ein gestaltetes Markenzeichen sein, das eine hohe Wiedererkennung bringt sowie die Identität und Originalität des Sparrplatz / Sprengelkiez hervorhebt.

Neben Vorträgen zu Marketing- und Kommunikationsstrategien u.a. von der Guerrilla Marketing Group Berlin kamen auf der Veranstaltung die verschiedenen CD-Vorschläge in der Runde zur Abstimmung. Es gab einen eindeutigen Gestaltungssieger, der schon in einer Variation auf den Werbeartikeln aufgedruckt war. Die produzierten Werbeartikel mit CD-Aufdruck wurden im Anschluss an die Veranstaltung an die Teilnehmer verteilt. Der Projektträger bekam jetzt von den Anwesenden den weiteren Auftrag, das Sieger-CD weiter zu modifizieren.

Die restlichen Werbeartikel T-Shirts, Basecaps, Schlüsselanhänger, Kissen und Puzzles wurden an einem der ersten wirklichen Frühlingstage im Kiez an weitere Gewerbetreibende direkt in die Läden verteilt. Es war ein richtig schöner "Gelbe-gute-Laune-Nachmittag" mit allen Beteiligten. Die Gewerbetreibenden wurden abschließend mit einem neuen T-Shirt in den Händen fotografiert.

Weiterhin wurde das ausgewählte Corporate Design jetzt in vier Alternativen weiterentwickelt. Was bleibt zu tun? Die Auswahl der endgültigen Text-Form-Gestaltung des ausgewählten CD-Layouts und eine nachhaltige weitere Bekanntmachung des neuen CDs bei den Gewerbetreibenden und Kiezbewohnern.

"Werben für den Kiez" ist ein Projekt des Quartiersmanagement Sparrplatz, gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms Soziale Stadt.



Text: Thomas Wolf, Tom Hülfert, Anne Wispler Fotos: Tom Hülfert
 
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