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Freitag, 10.10.2014

Gestalte Deinen Kiez

Quartiersratssitzung zur Bürgerredaktion und zur illustrierten Kiezkarte

Richtig gute Runde: Quartiersratsitzung am 24. September
Engagierte Diskussion
Ideen der Quartiersräte: Fingerzeig für die Kartengestaltung
Während der Präsentation wird fleißig mitgeschrieben
So sah die Karte nach der Veranstaltung aus
Punktesammlung rings um den SprengelPark
Die fertige Kiezkarte des QM Pankstraße
Gebannte Blicke auf die Karte
Wo war noch mal …?

24. September, 18.30 Uhr. Quartiersratsitzung in der Aula der Leo-Lionni-Grundschule. Ungewohnter Ort, ungewohntes Programm. Denn die Sitzung widmet sich praktisch in Gänze zwei neuen Projekten, die in nächster Zeit im SprengelKiez anlaufen.

Aber zunächst hieß es erstmal: Macht Euch locker! Ein Menschen-Misch-Spiel, angeleitet von den QM-Managerinnen Anne Gebauer und Marlen Godeman,  teilte die anwesenden gut 20 Personen immer wieder in neue Fraktionen. Kaffee- oder Teeliebhaber, Winter- oder Sommerfreunde, bei uns im Kiez Lebende und Arbeitende oder anderswo Beheimatete. Und die, die schon im QM-Büro waren oder nicht  (herzliche Einladung an die Einzige, die noch nicht dort war!) Fröhlich und von locker-witzigen Bemerkungen begleitet gruppierten sich die Kiezaktiven immer wieder neu, mal paritätisch verteilt, mal in sehr einseitig gesonderten Waagschalen. Solchermaßen durchlüftet und aufgemischt setzten sich die Aufgeweckten zurück an den Konferenztisch, um nun thematisch einzusteigen.

"Stellen Sie sich vor …", hieß es nun für georg+georg. Die Weddinger Agentur mit Sitz in der Gerichtstraße ist Träger der beiden Projekte, die heute hier besprochen werden. Johannes Hayner und Volker Kuntzsch, Inhaber und Gründer der Agentur, berichten den Anwesenden über ihre Projekte und Aktivitäten und davon, dass sie bereits seit mehreren Jahren für das benachbarte Quartiersmanagement Pankstraße arbeiten.

Eines dieser Pankstraße-Projekte von georg+georg war auch Anlass für die Beauftragung einer illustrierten Kiezkarte für unser QM-Gebiet. Denn diese Karte wird nun nach Westen erweitert bis in unser QM-Gebiet Sparrplatz. Für den Quartiersrat ergab sich nun die Aufgabe, diese Kiezkarte mit zu gestalten. Denn aus dem Workshop - diesen Charakter hatte die Sitzung inzwischen - sollten Vorgaben für den Illustrator entstehen, die dieser für die Gestaltung der Karte benötigt.  „Entdecke Deinen Kiez!“ war nun das Motto für die Quartiersräte, denn die Auseinandersetzung mit den speziellen Orten des Kiezes hatte durchaus auch etwas von einer Entdeckungsreise. Mit Feuereifer suchten die Quartiersräte Kiezhighlights heraus, die sich auf der Karte individuell dargestellt und mit charakteristischen Merkmalen versehen werden sollen. Die Diskussion wurde erleichtert durch einen mitgebrachten Stadtplan im A1-Format, auf dem mit Klebepunkten die relevanten Orte gekennzeichnet wurden. Jede und jeder hatte seine Ideen für die Karte und wollte sie aufgenommen wissen. So engagiert verlief die Diskussion, dass der arme Protokollant Kuntzsch fast kapitulierte angesichts der Vielzahl der gleichzeitig vorgebrachten Anregungen. Es wurde zusehends schwerer, alle Vorschläge zu erfassen. Bis zu drei Gesprächsrunden fahndeten parallel nach Lieblingsorten und brachten diese - zum Teil natürlich auch doppelt - vor. Noch immer wird nach der Bedeutung von zwei Punkten auf der Karte gefahndet, für die es auf der Liste keine Entsprechung gibt!

An der bewegten Diskussion und den Nachfragen erkannten alle Beteiligten gut, dass wir es mit einem lebendigen Kiez mit jeder Menge Geheimtipps zu tun haben, die selbst erfahrene Quartiersräte nicht alle kennen. Ergebnis des Workshops ist eine Liste mit 80 verschiedenen Orten, Der Plan ist, in diesem Jahr die Gestaltung der Karte abzuschließen und sie in 2015 zu drucken.

Erschöpft schritten die Teilnehmer zu einer kurzen Pause mit Buffet, um sich sodann dem zweiten Thema zu widmen.

Die Stadtteilzeitung "Kiezbote" hat im SprengelKiez ein lange Tradition. Bereits seit 21 Jahren gibt es das regelmäßig erscheinende Blättchen, um die Bewohner in Sachen Kiezleben auf dem Laufenden zu halten. 2013 endete die bisherige Förderung des Kiezboten und es war klar, dass das Zeitungsprojekt nicht im selben Rahmen wie bisher weiter laufen kann. Laut Vorgaben des Senats  muss die Bewohnerschaft zukünftig nicht nur an der Redaktionsarbeit beteiligt werden, sondern diese aktiv tragen. Dies ist für unseren Kiez angesichts der anstehenden Verstetigung des QM-Arbeit ab 2017 ein wichtiger und guter Impuls, Kiezarbeit in die Hände der Bewohner zu übergeben. georg+georg wird diesen Prozess begleiten und anhand ihrer Erfahrungen - sie gestalteten beispielsweise über vier Jahre die Kiezzeitung im QM-Gebiet Pankstraße und betreuen die Webredaktion für unser QM-Gebiet - sicherstellen, dass ein qualitativ hochwertiges Produkt entsteht. Dieses Treffen diente dazu, den Quartiersrat über das Vorhaben und das Vorgehen der Projektnehmer - starker Partner von georg+georg ist iNTEGRiTUDE -  zu informieren. iNTEGRiTUDE bringt in das Projekt seine Kiezkompetenz ein und übernimmt die Aktivierung und Organisation von Interessenten. Genau darum geht es heute auch hier, denn im Quartiersrat ist praktisch das Bürgerengagement des SprengelKiezes wie in einem Brennglas gebündelt. Und unter den Quartiersräten fanden sich fünf Interessenten, die an der ersten Redaktionssitzung der Bürgerredaktion am Dienstag, 14. Oktober um 16 Uhr bei iNTEGRiTUDE  im SprengelHaus teilnehmen werden. Zu diesem Termin, der öffentlich ist, sei an dieser Stelle herzlich eingeladen. Abschließend präsentierte georg+georg Ausdrucke erster Seiten der Nullnummer, die rechtzeitig zum Markt der Ideen am 20. November erscheinen wird. Um auch verschiedene Zielgruppen anzusprechen waren die Artikel in unterschiedlichen Genres gestaltet - so zum Beispiel als Fotostory, um junge Leser mit für Quartierszeitungen ungewöhnlichen Formaten zu aktivieren.

Die Diskussion verlief lebhaft und wohlwollend gegenüber den Projektnehmern. Es wurde klar, dass die Redaktion auf den Quartiersrat als verlässlichen Partner bauen kann und dass die Redaktion dem Quartiersrat auch zukünftig Raum einräumen wird, um seine Aktivitäten im Kiez zu kommunizieren. Nach gut drei Stunden verließen die Teilnehmer der Sitzung - Quartiersräte und Gäste - die Leo-Lionni-Grundschule mit dem guten Gefühl, sich in die Gestaltung des SprengelKiezes aktiv und kreativ eingebracht zu haben.

Text: Johannes Hayner, Fotos: Ewald Schürmann, Volker Kuntzsch, Sophie Rothbarth
 
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