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Mittwoch, 22.11.2006

Geschichten aus dem Sprengelkiez: Neues Projekt sammelt, erzählt und spinnt sie weiter

AKTUELL:

Lesung: aus dem Sprengelkiez-Roman der KiezErzähler

- Geschichten aus der fiktiven Sprengelstraße 28 -

2.12.2007 19:30

Am 2. Dezember findet im Schadè die Lesung zum Sprengelkiez-Roman der KiezErzähler statt.

Reinmar Schott, Holger Haak und Lioba Reckfort lesen Geschichten aus der fiktiven Sprengelstraße 28. Am Samstag werden Sie erfahren, was für Abenteuer auf Sie warten, wenn sie z. B. im Wedding sich aussperren oder wenn Sie ein Biedermeiercouchliebhaber sind. Auch als Taxifahrer können Sie einiges im Sprengelkiez erleben.

Siehe auch http://sprengelkiez.info/wiki/index.php?Sprengelstra%DFe28

Die Geschichten entstanden in der Schreibwerkstatt bei "Ernst" seit Beginn des Jahres. Sie kreisen um die Bewohner des Hauses der Sprengelstr. 28 und sind auf Grundlage von verschiedensten Schreibspielen entstanden. Auch für die Schreiberlinge gab es jedes Wochenende eine Überraschung, was ihren erfundenen Personen so zustoßen kann.

Veranstaltungsort:

Restaurant "Schadé"
Tegeler Str. 23
13353 Berlin

KiezErzähler
Foto: KiezErzähler

Langjährige Sprengelkiez-Bewohner wissen es: in unserem Kiez liegen die Geschichten in unglaublicher Fülle auf der Straße. Nun wird es Zeit, sie aufzulesen und sich gegenseitig zu erzählen. Wo? An allen möglichen und unmöglichen Orten im Kiez! Von wem? Von den Kiezerzählern, zu denen auch Sie bald gehören können, wenn Sie mögen! Wann? Ab sofort!

Lioba Reckfort ist eine von zwei KiezErzählerinnen, die im Sprengelkiez mit den Kiezbewohnern, den Sprenglern, Sparrlern, Triftlern und Norduflern - je nachdem wer sich im Kiez traut, seine Straße zu verlassen - Geschichten erzählen und festhalten möchten. (Blättern Sie nach unten zu ihrem fabulösen Selbstportrait)

Wer Lust hat Theater zu spielen, Geschichten zu schreiben oder einfach frei von der Leber weg Kiezgeschichten zu erzählen, rufe die KiezErzähler an oder gehe zur Eröffnungsfeier am 28.11. ins Schadé. Dort können Sie nicht mur die weltberühmten Brauseboys erleben, sondern es wird auch das Schmökercafé im Schadé eröffnet. Was sich dahinter verbirgt? Lassen Sie sich überraschen!

Für die KiezErzähler-Startveranstaltung konnte man erfahrene KiezErzähler gewinnen: Die BRAUSEBOYS! Normalerweise tragen sie ihre Kurzgeschichten duschend vor Publikum vor. Das geht an dem Abend leider nicht, aber dafür gibt es ihre verrückten Geschichten einfach so, ohne alles - und sie machen richtig Spaß.

Das Projekt KiezErzähler wird begonnen mit einer wandernden Lesebibliothek mit Romanen, Kurzgeschichten, Kinderbüchern, Fotobänden und Sachliteratur über den Wedding. Lioba hat dafür richtig gute Bücher über den Wedding gefunden. Außerdem bieten die KiezErzähler einen Schreibworkshop und einen Theaterkurs, in dem Geschichten über den Kiez erfunden, aufgeschrieben bzw. gespielt und aufgeführt werden. Die Kurse finden in der Osterkirche statt - und Sie sind herzlich eingeladen, mitzumachen und sich zu melden bei Lioba: 45 42 993. Gefördert werden die KiezErzähler für zwei Jahre vom QM Sparrplatz im Rahmen des Programms "Soziale Stadt".
Kontakt: KiezErzähler
Lioba Reckfort und Christiane Weigel
Sprengelstr. 38

13353 Berlin
030/ 45 42 993
e-mail: Lioba_Reckfort@yahoo.com.mx

Wenn Sie Kiezgeschichten kennen oder einfach Lust haben Geschichten zu erzählen, zu schreiben oder Theater zu spielen, dann rufen Sie an.
Hier Lioba Reckforts fabulöses Selbstportrait:

KiezErzähler
Foto: KiezErzähler

Das ist Lioba Reckfort. Sie zog im Jahre 1888 in den Sprengelkiez, während der großen Unruhen auf der Müllerstraße. Seither ist sie als staatlich geprüfte Gaslaternen- Anzünderin dafür verantworlich, im Sprengelkiez allabendlich für Licht zu sorgen. Seit über 100 Jahren steigt sie jeden Abend die Laternenpfähle hoch, zückt ihr schön geschnitztes Holzfeuerzeug und zündet das Licht an. So muss niemand mehr mit Taschenlampe in der Hand nach Hause eilen zu später Stunde. Doch Lioba hat seit einiger Zeit ein Augenleiden. Sie ist tagblind.
Für sie ist immer Licht. Die Welt glänzt, ob Regen, Nacht, Donner oder Wind im Sonnenschein. So kann sie nicht mehr erkennen, ob Licht auf der Laterne brennt oder nicht. Um ihre Arbeit fortführen zu können, fragte sie in der Zentrale ihrer Firma Gas- und Scheinwerferlichtlampenlaternen Lampel GmbH nach, ob sie noch eine zusätzliche Kraft einsetzen könnten. Das war ein wichtiger Moment in ihrem Leben. So lernte sie Christiane Weigel kennen, eine staatlich geprüfte Lichtüberprüferin, mit der sie schnell eine innige Freundschaft verband.

Kaum sind nach Einbruch der Dunkelheit einige Stunden verstrichen, klettert auch Christiane geschwind wie eine elegante Katze die Laternenpfähle hinauf und schaut nach, ob das Licht noch brennt. Was wäre der Sprengelkiez ohne diese wichtigen Tätigkeiten! Nach getaner Arbeit treffen sich die beiden Laternenfacharbeiter allabendlich im Ufercafé, trinken heißen Tee und erzählen und erzählen bis spät in die Nacht hinein von den vielen Menschen, denen sie begegnet sind. Von Mustaf, dem Kohleverkäufer, der Frau Holzschuh immer die schweren Kohlesäcke bis an die Wohnungstür trägt, von Sarah, die jeden Morgen mit einem viel zu großen Rucksack in die Schule eilt und trotzdem zu spät kommt, von Mara, die sich gerade "Bei Ernst" in Bernd verliebt hat und von dem alten weißhaarigen Mann, der nachts immer die Mülltonnen nach Leergut absucht. Und dabei stellten sie nach und nach fest, dass sie in einem Kiez lebten und arbeiteten, in dem die Geschichten in unglaublicher Fülle auf der Straße lagen. Und dass es Zeit wurde, sie aufzulesen und sich gegenseitig zu erzählen. Wann? Ab sofort! Machen Sie Ihre Ohren und Augen auf in den nächsten Wochen. Es wird viel passieren!

Lioba Reckfort / QM Sparrplatz; Fotos: KiezErzähler
 
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