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Dienstag, 21.07.2009

Fischsterben am Nordufer wegen Sauerstoffmangel

Tote Fische

Seit dem Wochenende bietet sich ein trauriges Bild am Nordufer: Viele tote Fische treiben auf dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal. Besorgte Anwohner meldeten sich beim QM-Büro, das daraufhin beim Amt nachhakte.

Dr. Regine Grafe, Leiterin des Amtes für Umwelt und Natur im Bezirk Mitte, erklärte am 21. Juli 2009, dass die Behörden bereits informiert sind und das zuständige Fischereiamt die toten Fische bergen will.

Die Ursache ist nicht Gift im Wasser, sondern sehr wahrscheinlich Sauerstoffmangel. Der auch für Fische lebensnotwendige Sauerstoff schwindet auf natürliche Weise bei warmem Wetter. Durch die Wärme wird noch zusätzlich das Pflanzen- und Algenwachstum angeregt, was dem Wasser noch mehr Sauerstoff entzieht. Wenn es dann, wie an diesem Wochenende, zusätzlich zu Starkregen kommt, wird es noch schlimmer, denn speziell Starkregen bindet nicht genügend Sauerstoff, erzeugt Wirbel an der Oberfläche und führt damit endgültig zum Ersticken der Fische.

Infotafel
Infotafel am Norduferwanderweg

Die Berliner Gewässer werden, wie auch die Luft, ständig auf Schadstoffe untersucht. Nach Angabe des Umweltamtes Mitte gibt es keine Hinweise auf eine erhöhte Schadstoffkonzentration.

Doch ganz auszuschließen ist es nicht, dass auch die veraltete Kanalisation ihren Teil dazu beigetragen hat. Die Senatsverwaltung für für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz schreibt auf ihrer Webseite (http://www.berlin.de/sen/umwelt/wasser/abwasser/de/misch.shtml):

"Neben den Stoffeinträgen aus den Klärwerken sind es vor allem die Einleitungen aus den Misch- und Regenentwässerungssystemen, die insbesondere bei Starkregenereignissen zu einem signifikanten Belastungsfaktor für die Gewässer werden. Die gravierendsten Folgen in Form von Fischsterben treten in den innerstädtischen Kanalabschnitten durch die Überläufe der Mischwasserkanalisationen bei Starkregen auf."

Wenn Sie mehr über die Berliner Umweltmessdaten wissen wollen, besuchen Sie die Webseite der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz.
Sollten Sie in Zukunft wieder ein Fischsterben am Nordufer bemerken, können Sie dies selbst dem

  • Fischereiamt Berlin (030) 300 699 14

oder der

  • Wasserschutzpolizei Wache Mitte / Innerstädtische Gewässer (030) 46 64 - 98 32 60 melden.


Wenn Sie sich für Umweltinfos zum Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und dem Nordufer interessieren, sei die Webseite eines TU-Forschungsprojektes von 2006 empfohlen.

Anne Wispler
 
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