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Freitag, 12.06.2015

Fest der Nachbarn

Noch schnell den 142er durchlassen
Dann Ballonpost fliegen lassen
Im Hof des SprengelHauses: Afro-Aerobic
Trommelfamilie
Historischer Tanz und…
Historischer Massentanz. Nachbarn tanzen mit.
Die koreanische Frauentanzgruppe
Ein Ort der Kommunikation
Öczan Mutlu und der Kiezbote

Fest der Nachbarn? Hört sich ein wenig nach Ruhestörung an, der klassische Fall ist Hardrock oder House um Mitternacht, Polizeieinsatz und juristische Folgen inklusive. „Ey, meine Nachbarn ham wieder mal gefeiert und voll Gas gegeben. Hab’ die Bullen gerufen.“ Fest der Nachbarn, der Nachbarn von nebenan. Sind sowieso immer so komisch und grüßen nicht auf der Treppe. Aber Nachbar bin ich selber ja auch und was, wenn das Fest der Nachbarn plötzlich mein Fest ist? Dann feiere ich selber mit und die Bullen ruft … niemand, denn die sind eh’ schon da!

So geschehen am 29. Mai im SprengelHaus, wo neben sehr vielen Nachbarn eben auch ein Kollege von der Polizeiwache dabei war. Nachbarschaft, das ist nicht nur grauer Alltag, nicht nur „Guten Tag, hamse schon gehört?“, sondern das sind auch die ausgesuchten Anlässe, die Beziehungen zwischen Nachbarn zu etwas Besonderem machen. Eine Institution im SprengelKiez ist das aus dem Aktionsfonds (Soziale Stadt) mitfinanzierte „Fest der Nachbarn“ seit langem. Seinen guten Ruf konnte es 2015 erfolgreich verteidigen.

Hans-Georg Rennert eröffnete das Fest wie gewöhnlich mit einer launigen Rede, die reichlich Ausblicke in die Vergangenheit bot und Merkwürdigkeiten aus dem Kiez thematisierte. Frau Eva Högl, Bundestagsabgeordnete, SPD und hier im Kiez zuhause, sprach ein kurzes Grußwort, das Desinteressierten nicht weh tat und Interessierte interessierte. Guter Start! Natürlich auch dank der Wedding Drums, die wie gewohnt alles in ihre Paukenschläge legten.

Kaffeepause. Angeregte Gespräche bahnen sich an. Hervorzuheben ist der Schmand-Mandarinen-Kuchen, der auch mit als Erster alle war und bei denen, die ein Stück davon erhaschten, ein Pflicht-Gesprächsthema war. Wie schon in den Vorjahren kamen die meisten kulinarischen Finessen aus der Nachbarschaft. Im Raum neben dem Buffet stapeln sich Luftballons, praktischerweise an der Decke, wo sie keinen Platz wegnehmen.

Nächster Punkt: Ballonaktion. Ein Klassiker der SprengelGemeinde, die gute Wünsche und liebe Grüße auf kleinen Kärtchen per Ballonpost in die Welt schickt. Den 142er lässt man noch durch (fährt der eigentlich immer hier lang?)  und dann blockieren die Ballonisten die Straße. Öczan Mutlu, noch ein MdB, aber von den Grünen, gibt den Countdown vor und dann schwirren sie ab Richtung All. Oder auch nur Richtung Ahorn, in dem manche hängen bleiben. Egal, die Geste zählt und drinnen geht’s ja auch gleich weiter.  

Die Vereine, die im SprengelHaus residieren, nutzen die Möglichkeit „Fest der Nachbarn“ gern, um sich zu präsentieren. Die Nachbarn nutzen die Möglichkeit „Fest der Nachbarn“ gern, um mal zu sehen, was da im SprengelHaus so läuft. Es läuft: Koreanischer Tanz, historischer Tanz, Afro-Aerobic und Kung Fu. All dies ist auch zu sehen. Und was in der Aufzählung ein wenig lieblos daher kommt, ist in der Präsentation überraschend schön, unterhaltsam, bisweilen anrührend. Ein erhebender Moment ist es zum Beispiel, Kollegen Herde beim historischen Tanz einen formvollendeten Knicks vor seiner Tanzpartnerin machen zu sehen. Oder die  Trommler-Familie (Mama, Papa, Kind) beim Afro-Aerobic. Und gar die farbenträchtigen, exotischen Kostüme der Damen aus Korea, die sich so ganz anders und gleichzeitig spektakulär elegant bewegen.

Und die Nachbarn? Die waren auch da, und zwar recht zahlreich. Und je später der Nachmittag, desto zahlreicher die Gäste. Was gab’s noch? Nachbarn treffen. „Hallo!“ sagen. Termine ausmachen. Neuigkeiten austauschen. Nettigkeiten austauschen. Da sein. Gut sein. Nachbar sein. Das Fest der Nachbarn 2015.

Fotos und Text: Johannes Hayner
 
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