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Donnerstag, 02.06.2016

Feiern, dass wir Nachbarn sind

Das Fest der Nachbarn am 27. Mai

Ambitionierter Chor
Freudige Nachbar*nnen
Historischer Tanz
Interessierte Zuschauer*innen
Kung Fu-Wushu
Luftballons

Es ist der 27. Mai 2016, und überall wird gefeiert. Doch nach Großveranstaltungen auf bekannten Festplätzen sucht man vergebens. Denn heute wird in Nachbars Garten gefeiert! Begangen wird das internationale Fest der Nachbarn. Initiator dieses europaweit verbreiteten Festtages war eine Nachbarschaftsinitative in Paris. 1999 wurden die ersten Feste unter dem Titel „la fête des voisins“ in Frankreich zelebriert. Seitdem verbindet immer der letzte Mai-Freitag Nachbarn aus ganz Europa miteinander.

So auch die Bewohner*innen des Sprengelkiezes, die wie jedes Jahr im SprengelHaus zusammen kommen. Das SprengelHaus hat nicht nur Haus und Hof für alle Nachbar*innen geöffnet und festlich geschmückt, sondern obendrein auch noch ein abwechslungsreiches Programm organisiert. Es gehe darum, „dass man seiner Nachbarn links und rechts mal wieder ein bisschen mehr gewahr wird“ so Claudia Schwarz, Initiatorin des Nachbarschaftsladens im SpengelHaus, „und dass sich Kontakte entwickeln“.

Neben kulinarischen Leckereien versüßten Darbietungen auf und neben der Bühne den Besucher*innen den Tag. Der Sprengelchor, die Wedding Drums, Duplex mit Afro-Areobic, Mary und Mandy, die historische Tanzgruppe um Oliver Herde, die koreanische Frauengruppe, Andre Tatchum mit Kung Fu-Wushu und viele mehr luden die gut 300 Nachbar*innen zum Singen, Tanzen, Staunen und Mitmachen ein. Kreativ ging es auch an dem Stand des Quartiersmanagements Sparrplatz her, hier konnten T-Shirts und Superhelden-Umhänge bunt gestaltet werden. Außerdem wurde eine Ausstellung eröffnet, in der Siemen Dallmann Auszüge seines fotografischen Oeuvres zeigt, die im nachbarschaftlichen Kreis des Sprengelkiezes entstanden sind.

Der Höhepunkt des Tages bildete die Luftballonaktion. Geschlossen trat die Gemeinschaft des Kiezes auf die Sprengelstraße und ließ zeitgleich mit Nachbar*innen aus anderen Berliner Stadtbezirken bunte Luftballons gen Himmel steigen. Ein schöner Anblick. Und auch ein Sinnbild für die Nachbarschaft hier. Claudia Schwarz sagte in ihrer Eröffnungsrede, dass diese sich gerade verändere: “Wir haben sehr viele Nachbarn, die aus Krisengebieten herkommen, die Deutschkurse machen. Oder wir haben auch viele Nachbarn, die herkommen weil sie sagen, hier ist es schön. Das empfinden wir als Bereicherung. Aber auch deshalb braucht es Orte, wie diesen hier, die auch Ansprechpartner zur Verfügung stellen und Orte sind, wo Nachbarschaft entstehen kann.“

Weil dies hier so ist, bleibt das SprengelHaus eine sehr wichtige Institution für den Kiez. „Das Sprengelhaus ist ein Ort, an dem Gruppen und Menschen, die sich für den Stadtteil engagieren wollen, Räume, Infrastruktur, Unterstützung und andere Menschen finden, um gemeinsam etwas zu machen“, so Hans-Georg Rennert, Leiter des SprengelHauses. Doch ohne eine engagierte Nachbarschaft sind auch die besten infrastrukturellen Gegebenheiten für einen Ort unnütz. Das sei auch eine Sache, für die sich die Politik besonders engagiere, so Bezirksstadtrat für Soziales und Bürgerdienste, Stephan von Dassel. Denn, so von Dassel: „Was man immer wieder von allen hört: Hier fühle ich mich besonders wohl, weil hier die Nachbarschaft stimmt!" Und damit dies so bleibe, komme es auf "jeden Einzelnen von Ihnen an“, so von Dassel, der selber in der Nachbarschaft wohnt.

Das Engagement scheint im Sprengelkiez zu funktionieren. Wie schon bei der Organisation des Festes klar wurde, gibt es hier viele Nachbarn,*innen die sich für ihren Kiez und seine Bewohner*innen einsetzen. Durch freiwillige Initiative entstanden zum Beispiel das bunte Buffet und das abwechslungsreiche Kulturprogramm. Nachbar*innen aus verschiedenen Kulturen kamen zusammen und feierten friedlich und fröhlich gemeinsam. Und das sollte besonders in Zeiten wie diesen wichtig sein: Begegnungsorte wie diesen zu schaffen, unabhängig von kulturellen oder religiösen Hintergründen. Damit wir einfach mal feiern können, dass wir Nachbar*innen sind.


Text und Fotos: Sophie Rothbarth


 
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