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Mittwoch, 27.04.2011

Erfolgreicher Start-Workshop des Bildungsnetzwerks

Workshop Bildungsnetzwerk
Ziel des Bildungsnetzwerks: Gemeinsam bedarfsgerechte Bildungsangebote entwickeln. Foto: Siemen Dallmann

"Bildungsnetzwerke" gibt es schon in zahlreichen Regionen Deutschlands und auch in einigen Berliner Stadtteilen. Die Idee besteht darin, die in einem Gebiet vorhandenen Bildungsangebote besser aufeinander abzustimmen. Die vor Ort aktiven Bildungsträger wie z.B. Schulen, Kitas, Volkshochschulen und Kulturvereine arbeiten intensiv zusammen, um Angebotslücken zu schließen und Doppelangebote zu vermeiden. Es geht darum, dass alle Kiezbewohner diejenigen Bildungsangebote erhalten, die sie benötigen.

Das Projekt "Bildungsnetzwerk im Sprengelkiez" konzentriert sich zunächst auf den Bereich der Sprachförderung für Kinder und Jugendliche. Insbesondere geht es darum zu verhindern, dass diese wegen mangelnder Deutschkenntnisse dem Unterricht in der Schule nicht richtig folgen können.

Bezirksbürgermeister Dr. Hanke wünscht sich Synergieeffekte. Daneben: Aziz Lamere von NARUD e.V. Foto: Siemen Dallmann

Der Start-Workshop im SprengelHaus wurde vom Bürgermeister des Bezirks Mitte, Dr. Christian Hanke, eröffnet. Hanke hob dabei hervor, wie wichtig die gleichberechtigte Bildungsbeteiligung aller Kinder und Jugendlichen ist. Vom Bildungsnetzwerk wünscht er sich, dass sich die im Kiez tätigen Bildungsträger besser kennen lernen und es durch eine intensivere Zusammenarbeit zu entsprechenden Synergieeffekten kommt.

Ebenso rief er dazu auf, die wichtige Rolle der Eltern für die Realisierung der Bildungschancen ihrer Kinder zu beachten. Aufgrund teilweise anderer Erfahrungen und Voraussetzungen in den Herkunftsländern wüssten die betreffenden Familien nicht immer, wie sie dies am besten bewerkstelligen könnten. Deshalb sei es besonders wichtig, die Eltern bewusst in den Bildungsprozess einzubeziehen und sie dort abzuholen, wo sie sich einbringen können und wollen. 

Start-Workshop des Bildungsnetzwerks für den Sprengelkiez
Start-Workshop des "Bildungsnetzwerks für den Sprengelkiez". Foto: Siemen Dallmann

Nach einer ersten Vorstellungsrunde der teilnehmenden Einrichtungen, die zahlreich und sehr motiviert zu dem Workshop gekommen waren, stellte Aziz Lamere stellvertretend für die Projektträger, die im Kiez ansässigen Vereine NARUD e.V. und Offene Tür e.V., die Projektziele vor.

Dabei wies er auf den nach wie vor sehr deutlichen Entwicklungsrückstand des Sprengelkiezes laut Stadtmonitoring hin (Gruppe 4, d.h. „sehr niedriger Entwicklungsstand“). Auch betonte er, dass mehr als 70% der Kinder und Jugendlichen im Kiez einen Migrationshintergrund aufweisen. Lamere nannte insgesamt drei verschiedene Aktionsfelder, auf denen das Bildungsnetzwerk aktiv werden will:

  1. die Intensivierung der Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen im Kiez,
  2. die niedrigschwellige Beratung und Vermittlung von bildungssuchenden Kiezbewohnern und
  3. die Entwicklung ergänzender Bildungsangebote.

Die anschließende Diskussion verlief sehr angeregt. Die Teilnehmer zeigten sich sehr motiviert, im Interesse eines verbesserten Bildungsangebots im Kiez stärker zusammenzuarbeiten. Insbesondere wurde der Wunsch geäußert, die anderen Träger und deren Angebot besser kennenzulernen, um Bildungssuchende im Bedarfsfall gezielt weitervermitteln zu können. Begrüßt wurde auch die Idee, das im Kiez vorhandene Bildungsangebot in Form einer „Bildungslandkarte“ besser sicht- und greifbar zu machen.

Als möglicher Schwerpunkt gemeinsamer Arbeit im Bildungsnetzwerk kristallisierte sich der Bereich „Elternarbeit“ heraus: Einerseits bestand Konsens darüber, dass die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern für den Bildungserfolg der Kinder sehr wichtig ist. Gleichzeitig gibt es in diesem Bereich nach wie vor ungelöste Probleme. Es wurde beschlossen, dass schon möglichst bald ein zweiter Workshop stattfinden soll, in dem dann z.B. spezielle Arbeitsgruppen zu besonders drängenden Themen (z.B. gemeinsame Elternarbeit) gebildet werden sollen.

Projekt „Bildungsnetzwerk im Sprengelkiez“, NARUD e.V. (Projektkoordination), Aziz Lamere, Tel.: 030-23134223, E-Mail: info[at]narud[.]org   

Thomas Otte (Text leicht gekürzt)
 
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