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Mittwoch, 08.06.2016

Ein fröhliches Miteinander

Spielerische Aktion zum Tag der Städtebauförderung am Pekinger Platz

Es gibt solche Tage und solche. Prominente Tage wie den Tag des Kindes am 1. Juni und scheue Exoten wie den Tag des Videorekorders am 7. Juni oder den Nationalen Pink-Tag am 23. Juni, die sich beharrlich der öffentlichen Aufmerksamkeit entziehen. Viele gibt es seit langem, einige sind praktisch brandneu. Zu letzteren gehört der Tag der Städtebauförderung, der erst seit 2015 bundesweit gefeiert wird. Bundesweit schließt den Sprengelkiez mit ein und so ist es logisch, dass dieses Gebiet, das seit Jahren von unterschiedlichen Maßnahmen der Städtebauförderung profitiert, an diesem Tag auch etwas anbietet. Und zwar ein herrlich entspanntes, fröhlich verspieltes, unterhaltsam kommunikatives, musikalisch anregendes Frühsommer- oder Spätfrühlingsevent am Nordufer des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals. Gefeiert also wurde am 21. Mai zwischen 13 und 17 Uhr am Pekinger Platz.  

Mit dabei waren der Runde Tisch Sprengelkiez, die Konfliktagentur, die Bürgerredaktion vom Kiezboten und das Quartiersmanagement-Team Sparrplatz. Schon Anfang des Jahres hatten sich die Veranstalter im QM-Büro getroffen und waren sich schnell einig über den Charakter, den die Veranstaltung haben soll: locker. „Wir wollen hier nicht als Drückerkolonne antreten, die unbedingt ein Abo an den Mann oder die Frau bringen muss“, sagt Narcisse Djakam von der Bürgerredaktion. „Wichtig war uns, einige inhaltliche Angebote zu machen und darüber hinaus ein fröhliches Miteinander zu haben.“

Um dies zu erreichen, hatte die Bürgerredaktion gemeinsam mit der Konfliktagentur und dem Quartiersmanagement-Team eine besondere Aktion vorbereitet. Seit dem Shooting für die Plakate der Bürgerredaktion hat sich der pinkfarbene Buntstift als eine Art Logo der Bürgerredaktion heraus kristallisiert. Nun führten die Redakteure eine ähnliche Fotoaktion durch – bloß diesmal mit einem gigantisch vergrößerten Buntstift. Mit diesem "Pappkameraden" ließen sich viele Besucher*innen für eine kleine Fotogalerie im Fenster des QM-Büros ablichten. Außerdem konnten die Porträtierten sich Ausdrucke davon mitnehmen, eine Auswahl davon finden Leser*innen auf der Titelseite des Kiezboten, der demnächst herauskommt. Als Vorlage für diese Fotoaktion hatte die Bürgerredaktion eine Open-Air-Galerie der bekannten Bürgerredakteurs-Plakate installiert – darauf allerdings die kleinen Buntstifte. Natürlich konnte, wer Informationen zu Bürgerredaktion, Sprengelkiezfonds oder Rundem Tisch suchte, am Infotisch fündig werden. Ansonsten durfte relaxt werden …

Dass dies eigentlich allen, die dabei waren, gelang, ist auch den Sprengelspielen am Nordufer zu verdanken. Sie fanden an diesem Tag zum ersten Mal statt. Stefan Kraft, ein engagierter Nachbar vom Runden Tisch Sprengelkiez, war Veranstalter dieses aus dem Sprengelkiezfonds finanzierten Events. Und so dienten viele spielerische Elemente, zwei Liedermacher und ein Buffet mit selbst gekochten Speisen als Lockvögel für die Nachbarschaft. Und die kam! Schon kurz nachdem die Veranstalter den Stand mit Tischen und Bänken eingerichtet hatten – vielen Dank an dieser Stelle an die Osterkirche für die kostenlose Leihgabe – erkundigten sich Passant*innen, was hier heute vor sich gehe. Wenig später ließ die Ausstattung keine Fragen offen: Mehrere Spielfelder für Wikingerschach waren eingerichtet, eine Slackline gespannt, eine Bühne eröffnet und natürlich zwei Buffettische aufgestellt worden.

Das Wetter tat sein übriges, schickte einen unaufgeregten Mix aus Sonne und Wolken ans Weddinger Firmament, sodass sich Vogelzwitschern und die Sangeskraft von Teresa Bergmann aufs Angenehmste zum Soundtrack eines Picknicks unter Freunden vermischten.

Viel ist nicht mehr zu berichten von diesem entspannten Nachmittag. Vielleicht ein paar Stimmen? "Ich komme ja nicht von hier", berichtet ein Mann mittleren Alters, "aber was die Leute hier auf die Beine stellen, gefällt mir. Ich wünsche dem Sprengelkiez viel Glück." Eine junge Frau gesteht glücklich: "Heute bin ich das erste Mal freihändig über eine Slackline gegangen. Ein tolles Gefühl. Der Sprengelkiez sollte auch die richtige Balance finden, zum Beispiel zwischen Authentizität und In-Bezirk. Oder zwischen Deutschstämmigen und Menschen mit Migrationsgeschichte." Eine Hobbyköchin lobt, wie viele Salate die Nachbar*innen mitgebracht haben: "Mein absoluter Favorit ist dieser Nudelsalat, in dem auch Granatäpfel sind. Aber auch was sonst hier auf dem Buffet gelandet ist, ist fantastisch."

Ein Fazit? Fragen wir Magdalene Loda, seit April Quartiersmanagerin im Sprengelkiez: "Der Name „Tag der Städtebauförderung“ legt Menschen, die sich nicht mit dem Thema beschäftigen, nicht unbedingt offen, wofür dieser Tag genau steht. Umso wichtiger war es heute, ein paar Angebote zu machen, mit denen wir die Leute spielerisch ansprechen. Ich glaube, das ist uns insgesamt gelungen."

 

Text: Johannes Hayner

Fotos: Anna Lindner/Johannes Hayner

 
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