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Mittwoch, 16.08.2006

Das muss gefeiert werden: 4 Jahre "www im kiez"

www im kiez

Das beliebte Internet-Café ist eine wohltuende Ausnahme: hier kann jede und jeder ohne Probleme alles rund um Computer und Internet erfahren und ausprobieren, surfen, mailen und chatten. Es gibt Internet-Cafés, die eher an düstere Spielhöllen erinnern - nicht so bei "www im kiez": hier erwartet Sie eine freundliche und offene Atmosphäre. Und nun wird "www im kiez" schon vier Jahre alt - wie die Zeit vergeht! Am 19. 8. um 20 Uhr startet die Feier mit einer Ausstellungseröffnung mit 11 Künstlern, einem Gläschen und anschließendem Kulturprogramm.
 
Am 24.10.2001 entschied sich eine Bewohnerjury aus 30 Kiezbewohnern für das Projekt "WWW im Kiez - Bildungs- und Begegnungsstätte für neue Medien". Damals erhielt das frischgebackene Projekt eine Anschubfinanzierung aus Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, begleitet und unterstützt durch das QM Sparrplatz. (Zur Projektbeschreibung)

www im kiez
Ein Amerikaner im Spprengelkiez: Lokalpatriot Greg Keegan vom "www im kiez e.V.". Foto: www im kiez

Gregory Keegan, einer der Gründer, über den Sprengelkiez: "Der Sprengelkiez entwickelt sich immer mehr zu einem kulturellen Kiez. Die Szene ist entspannt, die Mitbürger freundlich und fürs Gespräch offen. Es finden viele Veranstaltungen und Feste statt. Viele Künstler aus ganz Berlin finden hier günstige Objekte für Galerien oder andere kunstfördernde Projekte. In der Presse gab es mal den Ausspruch "Wohnen, wo`s wehtut". Wir arbeiten hier seit fast fünf Jahren und empfinden das Leben hier eher als angenehm und entspannt. Wir kennen inzwischen sehr viele freundliche und engagierte Mitbürger, die ihren Kiez lieben. Immer wieder entdeckt man Wohnungen und Wohnstile, die ihresgleichen in Berlin suchen."
 
Ich (QM) fragte ihn: "Woher kommst Du eigentlich und wie hat es Dich in den Wedding verschlagen?"

Keegan: "Ich komme aus den USA. Geboren bin ich im Bundesstaat Wisconsin. In Seattle / Washington habe ich Germanistik und Politologie studiert. Schon damals entdeckte ich mein Interesse für die damalige DDR. 1987 kam ich nach Berlin, um an der Freien Universität die Politik der DDR, sozusagen vor Ort, zu studieren.
Auf dem Flughafen Heathrow traf ich einen Iren, der auch nach Berlin wollte. Da ich in West-Berlin weder Freunde noch eine Wohnung hatte, bot er mir an , bei seinen Freunden zu wohnen, die in einem ehemals besetzten Haus in der Sparrstrasse lebten. Seitdem – bis auf einen 6-monatigen Aufenthalt in Neukölln – wohne und agiere ich hier im Kiez."

QM: "Wie gefällt Dir Deutschland – was ist hier anders, besser?"

Keegan: "Wie für jeden Berliner gibt es genug zu beanstanden, aber wie man sieht, wohne ich gerne in hier. Andere Städte wie München, Köln, Bonn, Frankfurt, Göttingen habe ich kennengelernt aber es hat mich nie gereizt, dort zu leben und zu arbeiten."

Keegan: "Was mir hier in Deutschland gefällt, ist dass trotz der hohen Wohnungsdichte das soziale Miteinander der Bewohner funktioniert. Ich finde, dass die Lebensqualität in Berlin z.T. besser ist als in den USA, obwohl dort der Lebensstandard höher ist."

QM: "Wie siehst Du die Zukunft für Selbständige und für soziale Projekte im Sprengelkiez?"

Keegan: "Vieles ist schon getan, viel Geld und Arbeit ist in den Kiez investiert worden. Eine Verbesserung ist seit den 19 Jahren, in denen ich hier lebe, deutlich zu spüren. Schwierig ist es allerdings, einen Laden zu führen, der abseits der Hauptstrasse – also mit wenig Laufkundschaft – liegt, und wie in meinem Fall, ein Internet-Café und PC-Schulungen anzubieten. Weil die Fördergelder für die kostenlosen Kurse nicht sicher zugesagt werden, können Projekte auch nicht langfristig geplant werden."

QM: "Was muss besser werden?"

Keegan: "Gerade in unserem Kiez wäre es notwendig, Projekte vor allem für Migranten langfristig durchführen zu können, um Integration zu fördern. Einige Projekte werden zur Zeit durchgeführt, jedoch ist es schwierig, dass die (zugesagten) Geldmittel nicht sicher sind – ein Haushaltsstop könnte ein Projekt jederzeit kippen."

QM: "Der Verein "www im kiez e.V." bekommt eine neue Homepage, wann ist sie fertig?"

Keegan: "Unsere neue Homepage soll zum 4. Geburtstag des Internet-Cafés am 19. August hochgeladen werden."

QM: "Wie alt ist Dein Kind jetzt und wann gibst Du die ersten Baby-Surfkurse?"
Keegan: "Mein Sohn Collin ist jetzt fast 11 Monate alt. Er und ich haben am gleichen Tag im September Geburtstag. Der erste Baby-Surfkurs in bereits in Planung – Collin ist interessiert und scheint sehr begabt."
 
QM: "Danke Greg, und weiter viel Erfolg!"

Das Projekt

Schulung

Das "www im kiez" ist eine Anlaufstelle für Menschen, die sich gerne mit anderen austauschen. Mit einer Kombination aus Internetcafé und IT-Schulungsprogramm wurde ein Ort geschaffen, der seitdem verschiedenen Generationen aus dem Kiez Zugang zur Computer-Technologie und zum Internet bietet.

Dazu gehören:

  • das Internetcafé - in dem es möglich ist, für ein geringes Entgelt das Internet zu nutzen. Internet-unerfahrene Besucher werden gerne betreut und mit dem Medium vertraut gemacht.
  • IT-Schulungen - Das Schulungsangebot soll Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit dem Medium Internet vermitteln und der persönlichen Qualifizierung der Teilnehmer dienen. Die Kurse richten sich an verschiedene Gruppen mit ihren Interessen (z.B. Jugendliche, Senioren, Frauen, Arbeitslose) und berücksichtigen die unterschiedlichen Leistungsniveaus der Teilnehmer.
  • Ausstellungen – Für lokale, junge Künstler/innen besteht die Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren. Die erste Ausstellung wurde mit der Künstlerin Claudia Speer organisiert. Seitdem werden in Abständen von ca. 6 Wochen regelmäßig Ausstellungen gezeigt – inzwischen gab es schon die 21. Ausstellung!
Das Café

Die Feier "4 Jahre www im kiez"
Zum vierjährigen Jubiläum gibt es eine Sammelausstellung von Künstlern, die bereits im Internetcafé ausgestellt haben. Natürlich wird auch wieder Kulinarisches und Kulturelles geboten, Genaueres steht aber noch nicht fest.

Was findet außerdem statt:
- Ausstellungen, ca. alle 6 – 8 Wochen
- Schulungen einzeln oder in Gruppen, für Kinder, Senioren & Erwachsene , Fotografie-Kurse etc. (bitte nachfragen)
- Kinoabende, ab September wieder jeden Sonntag ca. 19:00 Uhr
- Kulinarische Abende, jeden 3. Donnerstag im Monat
- Spielabende, einmal jede Woche
- Fußball- und andere Sportübertragungen
- Beratung und Unterstützung bei Computerproblemen jeglicher Art
- Gemütliches Beisammensein im Kiez


Künstler, die bisher ausgestellt haben:
Claudia Speer - Stella - Erinnerungen an die Zukunft
K. Richter - Stammzellen Stelldichein
Julia Kazakova - Adam & Eva im Untergrund
Brian Larsen - Voyeurismus
Polina Chaidoullina - Architektonische Fantasien und freie Grafik
Igor Zaidel - Das Kulturschwein
Hubert Meier - Stadt Land Blau
Susanne Haun & Andreas Mattern - Von Städten und Menschen
Stefanie Weiland - Losung
Kristoffer Storjohann - ÜberSchattten
Christopher Harden - Zwischenwelt/Anderswelt
Eva-Maria Bieseke - MohnRot – alles verGessene Seele 2004
Maria Karavlanova - Alltag
Hanna Mauermann - Farben der Erotik
Robert Hogervorst - Grenzscheide
Nora Reimer - GAGABØRG
Denis Mareau & Carole Charpentier - Nomads Land
Katina Leon & Nora Reimer - Menschen und Menschen
Anke Aust – Innenansichten
`Michja` - EINxICH, 4 Drehbilder
Raschad Salem – Peripetien, Fotoprints

Adresse:
www im kiez e. V.
Bildungs- & Begegnungsstätte für neue Medien
Gregory Keegan ( Vorsitzender )
Sprengelstr. 6, 13353 Berlin


Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 10 - 22.00 Uhr
Sa. 15 – 22.00 Uhr
So. 15 – 20.00 Uhr

U-Bahn Linie 6, Leopoldplatz, Wedding
U-Bahn Linie 9, Amrumer Straße, Wedding
S-Bahn S 41, S 42 Wedding

Kooperationspartner für Ausstellungen: Kunst Portal Berlin
Gabriel Kerkhoff
Sprengelstr. 7, 13353 Berlin
030/ 68 08 10 74
0177/ 515 55 74
http://www.kunst-portal-berlin.de

info[at]kunst-portal-berlin[.]de

Text Anne Wispler / www im kiez, Fotos: www im kiez
 
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