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Mittwoch, 05.12.2012

Biete – suche – finde! Gut besuchter 1. Markt der Ideen

Markt der Ideen
Viele unterschiedliche Angebote und Suchanfragen zeigten das große Interesse am gegenseitigen Austausch.

Rund 60 Menschen trafen sich am 29.11. im SprengelHaus zum MARKT DER IDEEN. Die Veranstaltung des QMs Sparrplatz war als Plattform für alle gedacht, die etwas im Sprengelkiez bewegen wollen und dafür z.B. noch Partner, Unterstützer oder Fördergelder suchen, oder einfach nur zum Kennenlernen neuer Aktiver und Interessierter.

In der lockeren Atmosphäre auf dem MARKT DER IDEEN konnte sich jeder ein Bild über das Angebot von möglichen Kooperationspartnern, deren Interessen und Knowhow machen. Gleichzeitig hatten die Teilnehmer/innen so die Möglichkeit, persönlich oder per Such-Annoncen für ihre eigenen Interessen/Vorhaben zu werben oder z.B. konkret nach Räumen oder bestimmten Dienstleistungen zu suchen.

An den Stellwänden auf dem "Marktplatz" konnte man sich einen guten Überblick über Gesuche und Angebote der Teilnehmer/innen verschaffen. Hier wird ein Netzwerk für Musiker/innen aus dem Kiez gegründet, dort sucht jemand neue Stimmen für seinen Chor. Mehrere Anbieter haben Räume zu vermieten, andere dagegen wollen das Café Sechseck am Pekinger Platz auch für Frauen als Toilette nutzbar machen. Eine Übersicht finden Sie hier.

Man wolle den vielen Aktiven aus dem Sprengelkiez Wege aufzeigen, wie man auch nach dem Auslaufen des QMs Unterstützung bekommt, erklärte die Leiterin des QMs Sparrplatz, Özlem Ayaydinli, zur Begrüßung. Sie wies darauf hin, dass gemeinnützige und bürgerschaftliche Initiativen heute in vielen anderen Ländern überwiegend aus privaten Mitteln getragen werden. Die Tendenz gehe auch in Deutschland in diese Richtung.

Viele neue Gesichter

Beim Projekte-Speed-Dating hatte jeder drei Minuten Zeit, um seine Ideen und Interessen vorzustellen.

Man kam im Café oder einfach so ins Gespräch. Dabei waren viele erfahrene Netzwerker/innen aus dem Sprengelkiez und dem Wedding, wie z.B. von der Konfliktagentur, den zahlreichen afrikanischen Initiativen und der Bürgerstiftung Wedding. Aber auch erfreulich viele neue Gesichter waren anzutreffen.

Eines davon gehört Felix Schulz. Obwohl er noch sehr jung ist, ist er schon ziemlich erfahren in der Projektarbeit für das Jugend-Filmprojekt http://disskriminierung.de und seinen Verein "Roter Stern e.V.". Felix hat zahlreiche Anträge geschrieben, um für die Jugend- und Kulturarbeit des Vereins - z.B. Fußball, Schach, Poetry Slam - Gelder einzuwerben. Beim Wettbewerb "Think Big" hat es geklappt, doch Felix findet, dass es trotz umfangreicher und professionell formulierter Anträge sehr schwer ist, bei Wettbewerben, Ministerien und anderen Fördergebern Unterstützung zu erhalten.

Tapio Müller von der Spielplatz-Initiative Sparrplatz hat gleich mehrere Anliegen: Er wünscht sich Förderer für das neue Erzähltheater "Kamishibai". Diese Form des Theaters kommt ursprünglich aus Japan und bedeutet "Papiertheater". Ganz kreativ und mit selbst gestalteten Bildern werden dabei Geschichten erzählt und Kinder zum Selbermachen angeregt.

Der Erzieher in der Ausbildung möchte auch wissen, was nun mit den Spielgeräten auf dem Sparrplatz geschieht. Eines konnte ja gerade mit Restmitteln des Grünflächenamtes repariert werden. Mit den Kitas am Platz ist er im Austausch und hatte schon verschiedene Sponsoren im Auge. Nun freut er sich zu hören, dass auch das QM Sparrplatz und der Quartiersrat sich für neue Spielgeräte engagiert haben. Vielleicht gelingt es gemeinsam, den Sparrplatz noch schöner zu machen?

Spätestens beim Projekte-Speed-Dating erfuhren die Teilnehmenden ganz viel über ihr Gegenüber. In wechselnder Runde war je drei Minuten Zeit für einen direkten Austausch, der offensichtlich auch viel Spaß machte. Und wer Lust hatte, konnte natürlich danach weiter Kontakte knüpfen.

Infos zu Fördergeldern und Fundraising

Wie man an das nötige Geld oder auch Sachspenden für sein Anliegen kommt, wurde in den Vorträgen von Katja Grubert und Thorsten Haas ausführlich behandelt. Katja Grubert vom Netzwerk Selbsthilfe e.V. nannte die wesentlichen Punkte für einen erfolgreichen Projektantrag: So lohnt es sich, bei potentiellen Geldgebern telefonisch anzufragen, ob eine Förderung möglich ist. Eine gute Projektskizze sollte man auch schon haben, um mit möglichen Fördergebern zu telefonieren. Auf der Suche nach Fördergebern ist es außerdem gut gründlich zu recherchieren, ob das Projekt inhaltlich und formal zu den Förderbedingungen z.B. einer bestimmten Stiftung passt. Das Netzwerk Selbsthilfe e.V. berät übrigens Projekte zu einem günstigen Stundensatz, man sollte sich aber frühzeitig anmelden.

Thorsten Haas von "Mittel & Wege" erkundigte sich zunächst bei den Anwesenden nach ihren eigenen Fundraising-Erfahrungen. Angelika Gödde z.B. bekam einmal ganz unbürokratisch Bastelmaterial von einer großen Supermarktkette. Andere bekamen Geld für Plakate oder Flyer von Firmen gesponsert.

Für das Einwerben von Geldern biete es sich an, einen Verein zu gründen. Dieser kann z.B. Spendenbescheinigungen ausstellen. Auch persönliche Kontakte und ein gut gepflegter Adressbestand sind hilfreich. Man sollte wissen, was genau benötigt wird und dieses dann konkret kommunizieren. Persönlich adressierte Werbebriefe können das Mittel der Wahl sein, aber auch per Internet gibt es interessante Möglichkeiten des Spendensammelns. (z.B. www.betterplace.org, www.benefind.de, www.bildungsspender.de)

Mit Adressen, Kontakten und neuen Ideen im Gepäck haben die letzten Gäste den MARKT DER IDEEN gegen 21 Uhr verlassen. Das Team des Quartiersmanagements freut sich von den Teilnehmer/innen zu hören, was sich aus den geknüpften Kontakten entwickelt hat.

Text und Fotos: Anne Wispler
 
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