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Freitag, 22.03.2013

Bericht von der Kiezkonferenz

Kiezkonferenz Sprengelkiez
So entsteht ein Leitbild. Foto: A. Wispler

Klein aber fein war die Runde, die sich am 21.3. auf der Kiezkonferenz im Nachbarschaftsladen mit einem Leitbild für den Sprengelkiez befasste, darunter interessierte Bürger/innen, einige Quartiersrät/innen, Vertreter/innen von Kiezprojekten und von der Senatsverwaltung.

Gerd Hagemeier, Anwohner und Ehrenamtlicher der Konfliktagentur sah es, wie alle anderen Anwesenden, positiv: „Die, die gekommen sind, sind die Richtigen.“ In diesem Sinne, entwickelte sich schnell ein lebhaftes Gespräch über bereits Erreichtes und erfolgreiche Projekte sowie Wünsche und Visionen für die Zukunft (des Kiezes).

Reinhard Fischer von der Senatsverwaltung erläuterte den Grund der Kiezkonferenz und wie es zu dem Wunsch gekommen war, mit den Bürger/innen aus den QM-Gebieten Leitbilder zu erarbeiten. Die umfangreichen und wortmächtigen bisherigen sog. „Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepte“, die die QM-Teams jedes Jahr fortschreiben, seien etwas zu sperrig, um im Kiez zur Diskussion anzuregen. Ein gemeinsam entwickeltes Leitbild dagegen könne kurz und anschaulich zeigen, was bisher im Stadtteil an Stärken vorhanden sei und wohin die Entwicklung gehen solle.

Was bietet der Sprengelkiez?

Diskussionsrunde
Mitreden: Wohin soll sich der Kiez entwickeln? Foto: A. Wispler

Bei den Stärken waren sich die Anwesenden bald einig, der Sprengelkiez ist vor allem ein sehr lebenswerter Ort, der durch seine gewachsenen nachbarschaftlichen Strukturen und die leicht abgegrenzte Lage fast einen dörflichen Charakter hat. Seine reichhaltige Vereins-, Träger- und Kulturlandschaft hat viel zu bieten, lädt zum Mitmachen ein und ist auch bereits recht gut vernetzt.

Bereits vorhandene informelle Netzwerke, wie z.B. die rege Künstlergemeinde, oder auch geförderte Projekte wie die Nachbarschaftsarbeit im SprengelHaus und das Bildungsnetzwerk, aber auch der Lebendige Adventskalender schaffen Strukturen, die den Kiez zusammenhalten.

Wohin möchte der Sprengelkiez?

Gesammeltes an der Stellwand
Vielfalt der Angebote bewahren und ausbauen. Foto: A. Wispler

Entlang der vom Quartiersrat bereits festgelegten Schwerpunkte „Nachbarschaft“, „Familie/Kinder/Jugend“ und „Bildung“ ging es dann um die konkreten Fragen:

  • Welche Entwicklungsstrategien braucht das Gebiet?
  • Welche Partner braucht der Kiez für eine positive Entwicklung?
  • Wie soll sich das Gebiet langfristig entwickeln?
  • Wer sind die wichtigen Akteure?
  • Welche wegweisenden Projekte gibt es bereits?

Wie auch schon vom Quartiersrat formuliert, sollen die Lebensbedingungen für Kinder und Familien verbessert werden. Das Miteinander, Toleranz und Vernetzung sind wichtige Ziele für das Zusammenleben im Kiez. Oder wie Klaus Wolfermann, Anwohner es formulierte: „Aus dem Kiez, mit dem Kiez, für den Kiez.“

Entstandene Strukturen und Projekte müssen gesichert werden. Zum einen braucht das SprengelHaus als zentrale Anlaufstelle eine solide Perspektive und eine verlässliche Förderung. Zum anderen müssen die Kinder- und Jugendfreizeitangebote vor weiteren Kürzungen im Kinder- und Jugendhilfebereich geschützt werden.

Es ist lohnenswert, Senior/innen mit ihrem großen Erfahrungspotential als Expert/innen besser einzubinden. Schnittstellen zwischen Jung und Alt können z.B. Lesepaten-Projekte in Schulen sein. Die Öffnung der Schulen zum Kiez ist ein weiterer wichtiger Wunsch.

Es braucht jenseits der Schulen Lernorte und Lernanlässe, wo Begegnung und Interaktion, Lernen allgemein und Deutsch lernen ganz natürlich und nebenbei geschehen. Bildungs- und Gesundheits-Angebote sollten möglichst familienfreundlich gestaltet sein.

Auch die Nachwuchsförderung, also die Frage, wie man junge Menschen zu mehr Beteiligung und Ehrenamt ermutigt, ist immer präsent. Ob man Schwarze Bretter einrichtet, Flyer verteilt oder in die Moscheen geht – es bleibt eine anspruchsvolle Aufgabe, für die eine professionelle Koordinierungsstelle gebraucht wird.

Quartiersmanagent-Leiterin Özlem Ayaydinli bedankte sich am Ende für die fruchtbare Diskussion und auch beim Team vom Nachbarschaftsladen für die große Unterstützung beim Gelingen dieser Kiezkonferenz.

Anne Wispler
 
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