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Mittwoch, 24.03.2010

Bericht vom Quartiersräte-Kongress 2010

Quartiersrät/innen
Die Quartiersrät/innen aus dem Sprengelkiez. Foto: Siemen Dallmann

Zum dritten Mal trafen sich die Berliner Quartiersräte im Berliner Abgeordnetenhaus zu einem Erfahrungsaustausch und um Bilanz zu ziehen. Diese fiel durchaus positiv aus, wie Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer feststellen konnte. „Die beste Antwort auf die Frage, wie erfolgreich Quartiersräte sind, ist das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner und der Akteure“, stellte sie fest. Deren Mitbestimmung sei eines der wichtigsten Elemente in einer lebendigen Demokratie, führte sie weiter aus. Gemeinsame Ziele könnten die Quartiersräte auch nur gemeinsam mit den Verwaltungen erreichen.

Quartiersrätekongress
Die Quartiersrätekongress war wieder sehr gut besucht. Foto: Siemen Dallmann

Über ihre Erfahrungen in der Quartiersarbeit berichteten Vertreter aus Spandau, Kreuzberg und Wedding. Karam Samhat aus dem Quartier Spandauer Neustadt erzählte, wie dank der Hartnäckigkeit des Quartiersrates ein wichtiges Projekt durch das Bezirksamt realisiert wird. Eigentlich wollte es der Bezirk durch das Programm "Soziale Stadt" finanzieren lassen, obwohl es zu seinen Pflichtaufgaben gehört. Das ließen die Quartiersratsmitglieder nicht zu, „Probleme des Bezirksamtes dürfen nicht so einfach an den Quartiersrat delegiert werden“, betonte Karam Samhat.

Quartiersrat Klaus Wolfermann aus dem Sprengelkiez fand deutliche Worte. Foto: Siemen Dallmann

Diana Brandenburg vom Wassertorplatz sprach über die guten Erfahrungen der Vernetzung von sechs Quartiersräten im Bezirk. Trotzdem müssten weitere Partner ins Boot geholt werden, beispielsweise die Wohnungsbaugesellschaften oder die BVG.

Klaus Wolfermann vom Sparrplatz sprach Probleme der Quartiersratsarbeit an und erntete dafür viel Zustimmung. Er habe oft den Eindruck, dass die Räte dazu benutzt werden, die „schlimmsten Wunden mit kleinen Pflastern zu versorgen.“

Musikalisches Intermezzo. Foto: Siemen Dallmann

In fünf Workshops diskutierten die Kongressteilnehmer anschließend über effektive Möglichkeiten der Projekt- und Ideenentwicklung, die Anforderungen der Verwaltungsvorschriften an die Quartiersarbeit, die Vernetzung mit Politik und Verwaltung, die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit sowie nachhaltige Strategien. (Lesen Sie hier die Zusammenfassung des Workshop 2 von Siemen Dallmann.)

Die daraus resultierenden Anregungen und Vorschläge nahm Staatssekretärin Hella Dunger-Löper mit und versprach, spätestens in einem Jahr erste Ergebnisse vorzulegen.

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Wir danken der Kiezmentorin Regina Friedrich aus dem QM-Gebiet Marzahn-Nordwest für diesen Text und Siemen Dallmann für die Fotos!

Regina Friedrich, Fotos: Siemen Dallmann
 
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