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Freitag, 30.09.2011

Bankett unter freiem Himmel: In der Torfstraße wird Samstag gefeiert

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Grafik: Kulturnetzwerk im Sprengelkiez, Pony Pedro

Ein festliches Bankett unter freiem Himmel auf dem Bürgersteig wird am Wochenende die Torfstraße beleben. Dazu gibt es Musik, Tanz, einen Film und weitere Überraschungen. Alle Nachbarn sind eingeladen, ab 17 Uhr mit ihren mitgebrachten Speisen hier am großen Tisch zusammen zu essen und zu feiern. 

Die Idee

Ein Teil des Weddings von der Afrikanischen bis zur Torfstraße wurde zum Arbeits- und Forschungsgebiet einer Gruppe von Regiestudenten der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Die Studenten haben die Menschen hier besucht und daraus das Thema "Afrikanisches Dorf" entwickelt. Sichtbares Ergebnis und Höhepunkt wird ein gemeinsames Fest mit einer langen Tafel auf der Torfstraße. 

Torfstraße
Foto: Lukas Rosenhagen

Das erwartet Sie

Für einen Tag verwandelt sich die Torfstraße und ihre Umgebung in einen eigenen Kontinent. Bekanntes wird neu gesehen. Unbekanntes sichtbar gemacht. Unter den rauschenden Bäumen sitzen Vorleser und fragen sich warum das Nilpferd im Wasser lebt. Auf der Straße steht eine Tafel, an der alle Platz haben. Jeder bringt seine Speisen und sein Land mit. Melonen und Pizzen, Kochbananen und Frühlingsrollen. Eine transkontinentale Tanzshow eröffnet das Bankett, Chöre singen, Musiker trommeln und die Großmütter erzählen den Kindern Geschichten vom Leben. Die Türen der Ateliers, Wohnungen und Läden sind weit geöffnet. In der Gartenkolonie Togo kann man eine Parzellen-Pflanz-Performance erleben. Am Abend wird die Leinwand für den Film "Be your own Superhero" aufgespannt. Spätestens jetzt leuchten Mond und Sterne und jeder hat einen Nachbarn getroffen, den er noch nicht kannte. Liegt Afrika im Wedding?

Nachbarn an der Torfstraße
Nachbarn an der Torfstraße. Foto: Lukas Rosenhagen

Am 1. Oktober wird die Lange Tafel des "Afrikanischen Dorfes" gemeinsam mit der Sprengelsafari des Kulturnetzwerks Sprengelkiez den öffentlichen Raum und das kulturelle Leben im Sprengelkiez beleben und zugleich erforschen.

Die Welt bei uns zu Gast

Eine Erkundung der Gegend zwischen der Afrikanischen Straße und der Brücke am Ende der Torfstraße zeigt ein vielschichtiges Bild. Neben dem Afroshop wohnt der pakistanische Telefonanbieter. Ein Anruf nach Kenia oder Ghana kostet hier nicht viel.

Ohne Eltern gekommene Flüchtlingskinder leben hier in der "Zwischenstation e.V.", und der Bestattungsunternehmer muss die Toten schon mal bis nach Afrika bringen, während in der Kolonie Togo e.V.  deutsche Familien die Kleingärten beackern. Die Brücke über den Kanal wird täglich passiert. Am Ende steht die Ausländerbehörde. Eine Gegend also, in der viele Lebenslinien ankommen und nebeneinander existieren.

Die Lange Tafel

Mit Kind und Kegel, Mann und Maus einfach vorbeikommen! Foto: Lukas Rosenhagen

Am Samstag, dem 1. Oktober, ereignet sich dann ein Fest, auf dem die Ergebnisse, Erfahrungen und Erlebnisse mit allen Interessierten geteilt werden können. Eine Reise durch den Kiez, deren Stationen Regiestudenten, Gäste und Anwohner gestalten. Bekanntes wird neu gesehen, Unbekanntes sichtbar gemacht.

Der Höhepunkt ist ein gemeinsames Essen an einer langen öffentlichen Tafel auf der Torfstraße. Alle sind eingeladen mit ihren Speisen aus dem Haus zukommen und sich gemeinsam mit den anderen, mit denen man sich die Straße teilt, zu Tisch zu setzen.

Es wird Lieder und Tänze geben, ein Musikvideo gedreht. Die Kinder können Boote am Kanal bauen, die am Abend mit einem Licht zu Wasser gelassen werden. Unter den Bäumen werden Geschichten vorgelesen, auf den Wiesen am Wasser wird getanzt und es wird gemeinsam gekocht.

Die Pizza vom Italiener, die Kochbananen und der Fisch stehen neben anderen Speisen schon auf dem Tisch. Jeder ist eingeladen, dabei zu sein und seinen Stuhl nach draußen zu bringen. Der Tisch wird um 16 Uhr gemeinsam gedeckt. Die Torfstraße verwandelt sich in ein Dorf und jeder ist eingeladen, es (neu) zu entdecken.

Das Projekt "Afrikanisches Dorf" wird vom Quartiersmanagement Sparrplatz aus dem Quartiersfonds 1 unterstützt. Das Projekt "Kulturnetzwerk Sprengelkiez" mit der "Sprengelsafari" erhält Mittel aus dem Quartierfonds 3.

Das Programm

[MORITZ RIESEWIEK]
"Dauerkolonie Togo" heißt die Schrebergartenanlage nahe der Rehberger Straße, in der seit 1939 deutsche Kleingärtner ihren Traum vom Häuschen im Grünen leben. Das Asylbewerberheim dagegen liegt versteckt im brandenburgischen Wald, zehn Kilometer von der nächsten Stadt entfernt, umzingelt von Wildschweinen. Hier müssen Flüchtlinge aus Togo und andernorts ein Leben außerhalb der Gesellschaft führen. Einen Tag lang zieht einer von ihnen bei einem Laubenpieper ein. Regiestudent Moritz Riesewieck befragt in seiner Parzellen-Performance die Bemessungskriterien für Lebensräume und Würde und entdeckt dabei "den Garten hinter dem Zaun".

Dauerkleingartenverein Togo e.V.
Müllerstr. 102-112, 13349 Berlin
Nähe U-Bahn Rehberge

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[JAKOB ROTH]
I "Einen Blick in den Wedding": Vier Menschen, zwei Wohnungen, ein Stadtteil und die Möglichkeit für einen Augenblick die Zeit anzuhalten. Was geschieht in einem Augenblick? Welche Parallelwelten existieren nebeneinander?

II "Forellen": Steckt den Toaster aus, dreht das Wasser ab, mach den Fernseher aus, kippt die Fenster und komm runter auf die Straße! Wir wollen eine Geschichte hören. Eine schrecklich schöne Geschichte. Senioren aus dem Wedding lesen und erzählen für die Grundschulkinder der Anna-Lindh-Schule.

Ort: Lange Tafel in der Torfstraße

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[Lucia Bihler]
WEDDING DREHT SICH! Ein Filmworkshop mit und um die Torfstraße. Kinder und Jugendliche drehen ihren Film, mit abschließender Vorführung.

"BE YOUR OWN SUPERHERO!"

Start Workshop; 14 Uhr
Filmvorführung; 20:00 Uhr

Ort: Lange Tafel in der Torfstraße

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[MAGALI TOSATO]
Vorlesen: Wissen Sie warum das Nilpferd im Wasser lebt? Warum Gott so weit weg ist? Warum die Antragstellerin Tränen in den Augen hat? Unter den Bäumen der Torfstraße rauschen Heldengeschichten und Märchenwelten...

Ort: Lange Tafel in der Torfstraße

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[HANS BLOCK]
I Transkontinentale Tanzshow
Die Bauchtanzgruppe aus dem Bürgerhaus Südspitze Marzahn ist im Wedding zu Besuch. 12 Frauen, die sich regelmäßig treffen und gemeinsam dem Bauchtanz frönen.

Bauchtanz: Sehnsüchte von Frauen, die alle in der Mitte Ihres Lebens stehen und sich mit dem Bauchtanz eine kleine Insel der Verwandlung schaffen und sich einen Splitter einer fremden Kultur in Ihre Nähe ziehen. Marzahn-indische Choreografien treffen auf die in der Torfstraße ansässigen Tanzgruppen und werden zu einem fulminanten Tanzereignis, das man ab 18 Uhr auf der Torfstraße beobachten darf. Weiterhin gibt es in der ganzen Torfstraße versteckte Videoschnipsel, die einzelne Portraits der Tänzerinnen zeigen.

Ort: Lange Tafel in der Torfstraße

II Die Mutti - Fotos in der Gebärmutter
In der Mutti, einer überdimensionalen Luftblase mit Fotostudio, regen wir zu einer kulturellen Foto-Inklusion an.

Ort: Lange Tafel in der Torfstraße

Christina Friedrich, bearb. A. Wispler
 
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