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Montag, 20.07.2015

BERLIN – BERLIN – Wir fahren nach BERLIN!

Ein Theaterstück mit musikalischer Untermalung
Groß und Klein verfolgen gespannt das Geschehen
Die Lieder werden am Klavier begleitet
Stolze Eltern
Individuelle Plakatgestaltung

Aufführung "Die Berliner Stadtmusikanten" an der Brüder-Grimm-Grundschule

Alle Wege führen nach Berlin. Oder zumindest die der Schülerinnen und Schüler der Brüder-Grimm-Grundschule sowie die der beiden Namensgeber ihrer Schule. Wilhelm und Jacob Grimm wurden durch die Bemühungen des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV 1840 aus dem Exil nach Berlin geholt. In dem Theaterstück der Erst- bis Fünftklässler, das am 09. Juli 2015 in der Schulaula aufgeführt wurde, ist es ein kecker Esel, der den zu Tode verurteilten Tieren zur Hilfe eilt und ihnen eine neue Perspektive aufzeigt. Er selbst ist auch vor seinem Herren geflüchtet und will gemeinsam mit den neuen Kumpanen Musikant in Berlin werden. Parallelen zu dem weltbekannten Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ der Brüder Grimm sind erkennbar, doch haben die Tiere des Berliner Pendants auch noch mit Sprachbarrieren zu kämpfen. Da gibt es den aus Ghana stammenden Hund, die arabisch sprechende Katze und die zwei türkischen Hühner und allesamt sprechen sie kein deutsch. Doch auch das ist für den osteuropäischen Esel kein Problem - er will es ihnen beibringen.

 

„Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin!“, ertönt es. In der Hauptstadt angekommen, stellt sich ihnen dann das nächste Problem in den Weg. Eine sich streitende Räuberbande. Als selbst das Profilieren ihrer Fußball Skills zu keiner Lösung des Problems – wer nun der Räuberhauptmann sei – führt, kommt die Rettung in Gestalt zweier Hunde herbei. Sie zeigen den Tieren die gewaltfreie Giraffensprache und als dann auch noch die Berliner Stadtmusikanten anfangen, ihr Lied zu spielen, sind die streitenden Räuber gebändigt. Applaus. Der Vorhang fällt. Ende. Und im Publikum viele stolze Eltern, Geschwisterkinder, Lehrer, Erzieher, Förderer und Unterstützer.

 

Das Theaterprojekt wurde finanziert mit Mitteln des vom QM Sparrplatz geförderten Projektes „Schule gemeinsam gestalten“, dessen Träger „Zwei Ebenen gGmbH“ ist. Die Theaterproduktion entstand in einer Kooperation zwischen Zwei Ebenen gGmbH, Socius - die Bildungspartner gGmbH und der Schule. Die wichtigsten Personen dabei waren Anja Naomi Decke von Zwei Ebenen, Ewa Martinowski von Socius und Alexandra Dimitroff, Musiklehrerin an der Brüder-Grimm-Schule. Ein großer Bestandteil ist die Zusammenarbeit von Kindern und Eltern, so Markus Künzel, Geschäftsführer von „Zwei Ebenen gGmbH“. "Und das hat sehr gut funktioniert", erzählt Anja Decke, Theaterpädagogin an der Grimm-Grundschule. "Die Kostüme wurden allesamt von den Eltern im Rahmen mehrerer Elterncafés hergestellt. Und dabei wurde ich immer herzlich empfangen und umsorgt", erzählt Decke. Manchmal war sie geschafft vom Schultag, gerade weil ein Theaterprojekt diesen Umfangs mit zeitweise 35 Kindern schwer zu schaffen ist. Dann waren es die Eltern, die ihr an den Tagen der Elterncafés etwas mitkochten und mit denen man plaudern konnte. Aber auch innerhalb der Schule gab es Kooperationen. So entstanden u.a. Verknüpfungspunkte mit dem schulinternen Musikunterricht. Schüler mit einer Lese- Rechtschreibschwäche sowie Integrationskinder wurden in die Theatergruppe integriert. Und auch die Gesangs- und Tanz-AG der Ganztagsbetreuung fanden Platz in dem Theaterstück. Die HorterzieherInnen haben das Projekt hinter den Kulissen stark unterstützt und am Bühnenbild mitgearbeitet.

 

Die Proben fanden einmal wöchentlich unter der Mitwirkung von Socius als Ergänzung zum Hortangebot der Grundschule statt. "Es war wirklich erstaunlich, wie motiviert die Schüler sind. Das erlebe ich nicht so oft", erzählt Decke. Und auch Ideen der Schüler sind mit in das Theaterstück geflossen. Die Schüler hätten teilweise eigene Dialoge entwickelt, so Decke. In unserem Kiez gibt es viele verschiedene Kulturen. Deshalb war es ihr bei der Konzeptionierung des Theaterstücks wichtig, dass die Schüler in einem Team zusammenarbeiten, tolerant und respektvoll miteinander umgehen und dass besonders Außenseiter gefördert werden. Auch haben einige der Grundschüler sehr viel Energie. "Das wird im Unterricht oft als störend angesehen, beim Theater ist diese Energie gut, hier können sie die Kinder rauslassen", berichtet Decke. Ende des Jahres wird das Projekt auslaufen. Bis dahin folgen noch sieben schulinterne Aufführungen. "Die Kinder werden von Aufführung zu Aufführung besser", erzählt Decke erfreut nachdem das Publikum applaudiert. Es werden Blumen an strahlende Schauspieler und stolze Eltern verteilt. Ein schöner Anblick, gerade weil die Geschichten vieler anwesender Familien vermutlich den Geschichten des Esels, des Hundes, der Katze oder der beiden Hähne ähneln.

 Text & Fotos: Sophie Rothbarth

 
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