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    Gesundheit, Bildung, Spaß und Miteinander: Im SprengelHaus starten wieder viele interessante Kurse und Angebote. Vom Bauchtanz bis zum Kung Fu, von der Krabbelgruppe bis zum Improvisationstheater: Die neue Broschüre listet sie alle auf. [mehr]
  • Dreckecken im Sprengelkiez: Was tun gegen den Müll?

    "Ich zahle ja Steuern, deswegen soll der Staat meinen Müll wegmachen." So einfach ist es leider nicht. Schon länger wird beim Putzen, Bepflanzen und beim Ersatz von Spielgeräten gespart, weil die Bezirke kein Geld haben. Und am Nordufer sorgen ungeklärte Rechtsfragen dafür, dassder Müll nicht beseitigt werden kann. Doch es gibt Lösungen. [mehr]
  • Es sind noch Fördermittel da: Nutzen Sie den Quartiersfonds 1

    Mit diesem unkomplizierten Fördertopf werden wie immer kleinere Maßnahmen möglich, die aber durchaus eine große Wirkung haben können. Es können noch Projektideen eingereicht und gefördert werden. Jetzt bewerben! [mehr]
Mittwoch, 06.01.2010

Ayla, Alis Tochter - spannendes Jugendtheater bei ATZE

Ayla, Alis Tochter
Theaterplakat, Grafik: ATZE Theater. Foto: Julie Mercier

Das Stück für junge Menschen ab 13 Jahre im ATZE-Musiktheater startet am 9. Januar 2010 um 17.30 Uhr, doch die Premiere ist leider schon ausverkauft. Karten für weitere Termine gibt es unter: Tel. 817 991 88 oder tickets[at]atzeberlin[.]de. (Infos unter www.atzeberlin.de)

In einer packenden Inszenierung, die Schauspiel, Live-Musik und Tanz-Elemente vereint, wirft das ATZE-Musiktheater nicht nur einen intensiven Blick hinter die Gardinen der türkisch-muslimischen Community. Die dargestellten Familienprobleme gehen uns alle an, denn es geht um die Frage, ob der Mensch durch seine Kultur und Familie bestimmt wird oder frei entscheiden kann.

In der sonst so liebe- und humorvollen Familie Kaya folgen alle einer fast zwanghaften inneren Logik. Als sich die 15-jährige Tochter Ayla in ihren deutschen Mitschüler Jasper verliebt und ihre Eltern Wind davon bekommen, bestellen sie den großen Bruder Murat als Aufpasser. Doch der verliebt sich in Aylas beste Freundin Sarah. Das gibt Stress. Dürfen Türken Deutsche lieben? Gibt es eine Lösung ohne Gewalt?

Die Live-Musik verbindet Elemente aus türkischer Volksmusik und türkischem Kunstlied mit moderner Popmusik und Balladen, hinreißend dargeboten von Sängerin Begüm Tüzemen.

Szenen in der Disco oder im Taekwondo-Studio überzeugen durch mitreißende Choreographien, die durch eine Kooperation mit dem Kurs „Darstellendes Spiel“ der Ernst-Schering-Oberschule in Wedding realisiert werden konnten.

Hochkarätig: Die Macher

Ayla, Alis Tochter
Tanya Erartsin als Ayla und Hüseyin Ecici als Murat. Foto: Julie Mercier

Regie führt Nicole Oder, die mit „Arabboy“ im Heimathafen Neukölln das deutsche Feuilleton eroberte. Die außergewöhnliche Regisseurin machte zuvor u.a. mit ihrer Aktion und Performance „Neukölln – We Care. Hilfspakete für einen Problemkiez“, aber auch mit Regiearbeiten für das TheaterAmFenster wie „Dienstagwelt. Eine Science-Fiction-Utopie“ (in Kooperation mit dem Obdachlosentheater Ratten 07) und „Die Revolutionstrilogie“ (Stuttgart, Berlin, Köln, Karlsruhe) von sich reden.

Die musikalische Leitung liegt in Händen der 24-jährigen Sinem Altan (u.a. Composer in Residence der Neuköllner Oper), die bereits mit 11 Jahren an der Musikhochschule Hanns Eisler ein Stipendium im Fachbereich Komposition erhielt, im Radialsystem Erfolge feiern konnte und deren Oper „Türkisch für Liebhaber“ bei internationalen Festivals ausgezeichnet wurde. Die türkischen Zeitungen Hürriyet und Radikal zählen sie zu den „bemerkenswertesten Künstlern der neuen Generation“.

Dramaturgin Hülya Karci arbeitet als freie Dramaturgin, Theaterpädagogin und Regisseurin im Theater- und Filmbereich. Sie schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Kolumnen und hat gerade mit „Children of September“ („Eylül Çocukları“) einen Dokumentarfilm über den türkischen Militärputsch abgedreht. Seit sieben Jahren leitet sie den Theaterbereich des Mädchencafés Schilleria in Neukölln. Für ihre Arbeit wurde sie im November 2007 mit einem Preis der „Initiative Hauptstadt Berlin“ ausgezeichnet.

Pressemeldung, bearb. A. Wispler