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Dienstag, 16.12.2014

Afrika erzählt, Berlin hört zu!

Lebendiger Adventskalender im Afrika Medien Zentrum

Afrikanische Literatur im Afrika Medien zentrum
Jessica Köster
Applaus für Jessica Köster
Nun werden hier die Kisten gepackt

In unserem Kiez gibt es eine lebendige Community aus Afrika stammender Menschen. Sie bringen sich aktiv in das Kiezleben ein – wie an diesem 12. Dezember, als das Afrika Medien Zentrum zum lebendigen Adventskalender seine Türen öffnete. Dort fand der Abschluss der Veranstaltungsreihe „Afrika erzählt, Berlin hört zu“ statt. Ziel dieses Projektes ist es, Interesse am Kontinent Afrika zu wecken. Es sollen Zielgruppen erreicht werden, die sich bisher nicht mit dem Thema afrikanische Literatur und Kultur auseinandergesetzt haben.

In der deutschen Literatur wird überwiegend ein von Klischees beherrschtes Bild von Afrika dargestellt. Afrika wird über Stereotype wie Natur oder Exotik, aber natürlich vielfach auch über extreme Lebensbedingungen mit Hunger, Krieg, Epidemien und Naturkatastrophen definiert. Das Afrika, wie es wirklich existiert, also eben auch das traditionelle und zu gleich moderne Afrika, wird vernachlässigt. Aus diesem Grund hat es sich das Projekt „Afrika erzählt, Berlin hört zu“ zur Aufgabe gemacht, den Menschen das realistische Afrika mit Hilfe von  Lesungen, Podiumsdiskussionen, Filmabenden und Workshops näher zu bringen. Außerdem sollen durch das Zeigen ihrer Filme, die sonst wenig Beachtung finden, afrikanische Autoren und Filmemacher unterstützt werden.

An diesem Freitag war Jessica Köster aus Hamburg zu Gast. Sie las aus ihrem Werk „Tagebuch des Kameruner Prinzen Samson Dido“, für das sie dieses Jahr den Hamburger Bertini-Preis gewann. Jessica Köster hat gerade ihr Abitur in Hamburg gemacht, dort entstand das Tagebuch im Rahmen eines Schulprojektes zum Thema: „Weiße Flecken der Erinnerung“. Sie beschäftigte sich dabei mit den Völkerschauen im Hamburger Tierpark Hagenbeck zu Zeiten der deutschen Kolonialherren. Sie wollte das Thema nicht trocken abarbeiten, deswegen entschied sie sich für das Schreiben eines fiktiven Tagebuches. Bei ihrer Recherche stieß Jessica Köster auf Aufzeichnungen über den Kameruner Prinzen Samson Dido, welcher mit seiner Familie an den Völkerschauen teilnahm. Aus den Fakten der Geschichtsbücher und Ausschmückungen mit Hilfe ihrer eigenen Phantasie in Text und Bild entstand dann das Tagebuch des Prinzen. Es beschreibt seine Erlebnisse und Gedanken während der Reise in das Land der deutschen Kolonialherren und wie er die Völkerschauen, an denen er mit seiner Familie teilnahm, erlebte und verarbeitete.

Daraufhin folgte eine kurze Pause, bei der sich alle mit ein paar kleinen Snacks stärken konnten bevor der Film “Afrika Paradis“ auf dem Programm stand. „Afrika Paradis“ ist eine humorvolle Tragikomödie, bei der die Rollen zwischen Afrikanern und Europäern vertauscht werden. Durch den Perspektivenwechsel will der Regisseur und Hauptdarsteller Sylvestre Amoussou mehr gegenseitiges Verständnis füreinander aufbauen.

Anschließend lud das Afrika Medien Zentrum alle zur gemeinsamen Weihnachtsfeier ein. Beim gemütlichen Beisammensein wurde hier nicht nur das Ende des Jahres, sondern auch der Abschied von den bisherigen Räumlichkeiten in der Torfstraße 12 gefeiert. Anfang nächsten Jahres wird das Afrika Medien Zentrum seine Türen in der Großkopfstraße 6-7 öffnen. Auch wenn der Abschied schwer fällt ist er auch mit Freude verbunden, denn die Räume des neuen Zentrums werden wesentlich größer sein und somit mehr Platz für Lesungen und Filmvorführungen bieten.

 

Text/Fotos: Anna Lindner

 

 

 
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