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Mittwoch, 30.03.2016

Adieu, Özlem!

Michael Langer, Julia Kunze, Özlem Ayaydinli, Anne Gebauer (v.l.n.r.)
Der neue Teamleiter Michael Langer mit dem ehemaligen Kiezläufer Suphi
Gute Stimmung beim QM-Team

Nach 9 Jahren verlässt am 1. April QM-Teamleiterin Ayaydinli den SprengelKiez

Also, dass sich der SprengelKiez Ende des Jahres 2016 vom Quatiersmanagement (QM) verabschiedet, ist mittlerweile ein alter Hut. Aber nun geht dem institutionellen Abschied der erste persönliche voraus. Zum 1. April verlässt die bisherige Leiterin des QM-Teams, Özlem Ayaydinli, den SprengelKiez. An ihrer Stelle wird Michael Langer die QM-Leitung übernehmen. Neu zum Team stößt Julia Kunze, die schon seit Jahren für den QM-Träger L.I.S.T. GmbH arbeitet.

Özlem Ayaydinli kam im Juni 2007 zum QM Sparrplatz. Gleichzeitig mit der Stelle im SprengelKiez startete auch ihre Anstellung bei der L.I.S.T. GmbH. Im Januar 2011 übernahm sie zunächst in Elternzeitvertretung die Teamleitung, kurze Zeit später dann ganz. Nun, nach fast neun Jahren im SprengelKiez, endet ihre Beschäftigung hier. Wie findet sie es, nun hier im Kiez aufzuhören, ein gutes halbes Jahr vor der Verstetigung? "Ziemlich stressig.", ist die wohl zunächst etwas unerwartete Antwort, die Ayaydinli im Interview gibt. Zum einen muss nämlich eine saubere und möglichst geräuscharme Übergabe an das verbleibende Team stattfinden. Andererseits wartet eine große Herausforderung auf sie: Özlem Ayaydinli wird das Team im neu entstehenden QM-Gebiet Badstraße leiten. Logisch, dass sie aktuell alles andere als einen "normalen" Arbeitsalltag hat. Und klar – freilich sei sie auch traurig. "Ich finde mein Team super, wir haben gemeinsam gute Arbeit geleistet. Ich finde den Kiez sehr attraktiv, habe hier viele tolle Menschen kennengelernt und konnte sie bei ihren Projekten unterstützen. Eigentlich schade, dass ich das QM nicht bis zum Ende begleiten kann." Jedenfalls erbat sich Frau Ayaydinli, wenigstens bei einigen Themen des Kiezes involviert zu bleiben - auch wenn es nur zur Kenntnis ist. Einmischen, da ist sie sich sicher, möchte sie sich nicht.

Im Rückblick auf die neun Jahre, was bleibt hängen? Nach kurzem Nachdenken findet Özlem Ayaydinli den Quartiersrat im SprengelKiez bemerkenswert. "Es war eine harte und aber gute Schule für mich – mit positiven und schwierigenMomenten. Der Umgang mit dem Quartiersrat war fordernd – auch wenn es "nur" um Moderation und Begleitung ging. Über die ganze Zeit waren starke Charaktere und echte Typen im Quartiersrat, die steckt man nicht nebenbei in die Tasche. Da alle Interessen abzudecken und gleichzeitig das Programm zu gestalten und voranzubringen war teilweise schon tricky. Aber jetzt beeindrucktmich Weniges."

Worüber sie sich freut, ist zu sehen, dass die QM-Arbeit viele Akteure motiviert hat und dass dabei tolle Projekte angeregt, unterstützt und vorangetrieben werden konnten. Und, dass sich einzelne Akteure hervorgetan haben, die weiter aktiv bleiben und den Kiez mit gestalten wollen - auch nach der Verstetigung des QM. Zu den ursprünglich Aktiven kamen weitere hinzu, die das QM für die Mitarbeit gewinnen konnte und die neue Impulse in die Diskussion einbrachten.

Es war also eine interessante und intensive Zeit hier im SprengelKiez. Was davon nimmt sie mit in das neue Quartier? „Zunächst einmal nehme ich ganz viele Erfahrungen mit, mit denen ich ganz anders auf die Bewohner im neuen QM-Gebiet zugehen kann. Viele dieser Erfahrungen sind mir bewusst, viel fließt aber sicher auch unbewusst in die Arbeit ein. Jetzt freue mich auf das Neue, das kommt.“

Klar flöße ihr die neue Aufgabe Respekt ein. Aber wenn es dem neuen QM-Team gelingt,  funktionierende, starke und verlässliche Partner vor Ort zu finden, würde dies die Arbeit extrem erleichtern.

Sie denke dabei zum Beispiel an die Polizei, weil es dort eine hohe Kriminalitätsrate gibt, oder an das Einkaufszentrum am Gesundbrunnen, das ein Treffpunkt für vieleBewohner des Gesundbrunnen-Kiezes ist.

Aber bleiben wir im SprengelKiez. Michael Langer ist seit 1999, also von Anfang an, im QM-Team dabei. Nun übernimmt er für die verbleibende Zeit bis zum Jahresende dessen Leitung. Wie findet er die neue Situation, fragen wir ihn. So neu sei die Konstellation nicht, denn Julia Kunze sei zwar neu im Team, aber nicht neu bei der L.I.S.T. Man kennt sich und sie kennt den Bezirk sehr gut. Und für die wenigen Monate sei ihm nicht bang, denn die Aufgaben seien im Prinzip vorgezeichnet. „Jetzt gilt es, diese nur noch umzusetzen und sich bravourös zu verabschieden.“, verrät er schmunzelnd. „Und Özlem wünschen wir alles Gute in ihrer neuen Position.“ Unterstützt wird er dabei von der Team-Kollegin Anne Gebauer, die vor allem bei den Veranstaltungen den Hut auf hat, und die stellen inzwischen einen Großteil der QM-Tätigkeit dar.

Bleibt noch Julia Kunze, ab 1. April neues QM-Team-Mitglied. Die in Duisburg und an der Humboldt-Universität ausgebildete Sozialwissenschaftlerin ist in Moabit geboren und arbeitet seit 2012 bei der L.I.S.T. Zwar ist ihre Arbeitsstelle im SprengelKiez neu, aber sie wohnt hier. „Ich freue mich besonders darauf, die Akteursstruktur kennenzulernen. Weil ich hier im Kiez wohne, kenne ich die Kneipen, Cafés und den Supermarkt. Aber jetzt lerne ich auch mal die Menschen dahinter kennen.“

In ihrer bisherigen L.I.S.T.-Laufbahn übernahm sie beispielsweise gemeinsam mit Holger Scheibig das Geschäftsstraßenmanagement an der Marzahner Promenade, führte unterschiedliche Studien für die Senatsverwaltung und das Bezirksamt Mitte durch oder organisierte Workshops. Ein besonderer Schwerpunkt war die Umsetzung und Unterstützung der Sozialraumorientierung.

Trotz Wechsel im Personal bleibt das QM-Team SprengelKiez also voll funktionstüchtig. Wir heißen Julia Kunze herzlich willkommen im Kiez und bedanken uns bei Özlem Ayaydinli für ihre stets kreativen Ideen und ihr Engagement. Der SprengelKiez wird sie vermissen.

Text und Fotos: Johannes Hayner
 
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