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Der Runde Tisch Sprengelkiez (RTS) ist ein bewohnergetragendes Gremium, dass sich für die Belange der Bewohner*innen im Sprengelkiez einsetzt. Neue Mitglieder*innen sind herzlich wilkommen. Mitmachen!

 

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Sie können ab sofort 17 Jahre Quartiersmanagement Sparrplatz in unserer filmischen Dokumentation Revue passieren lassen. Ansehen!

 

 


 

 

Montag, 16.12.2013

Ab 2014 verringerte Öffentlichkeitsarbeit für den Sprengelkiez

Kiezmentorin
Kiezmentorin Anne Wispler im QM-Büro.

Seit zehn Jahren gibt es fast täglich Neues und Informatives hier auf www.sparrplatz-quartier.de. Eine schöne und abwechslungsreiche Aufgabe, die mir seitdem großen Spaß gemacht hat.

Aufgaben einer Kiezmentorin

Ich schreibe Artikel zu Projekten und Veranstaltungen, die dann hier auf der Webseite, im Newsletter und z.T. auch im Kiezboten erscheinen. Als sogenannte Kiezmentorin, so der offizielle Titel, bin ich eine von rund zwanzig erfahrenen Journalist/innen, die in den Berliner QM-Gebieten freiberuflich deren Webseiten und Kiezzeitungen betreuen. Wir wurden zumeist aus Projektmitteln der "Sozialen Stadt" bezahlt, was dem sozial-integrativen Anspruch des Programms entsprach, Bürgerbeteiligung und Vernetzung zu fördern.

Auf dem Sparrplatz
Lebens- und liebenswert: Der Sprengelkiez und seine Menschen.

Zweite Heimat

Wenn man zehn Jahre hier arbeitet, erscheint einem der Sprengelkiez wie ein nettes Dorf inmitten des hektischen Berlins. In der Sprengelstraße treffe ich fast immer Bekannte - oder Ernst vom Nachtschwärmer lädt mich zum Kaffee ein. Man hält Schwätzchen im Nachbarschaftsladen, am Kiosk oder mit den Kiezläufern, immer gibt es neue Geschichten, mal lustig und mal traurig.

Durch meine Berichte über Events und Projekte und durch die Arbeit im QM-Büro habe ich sehr viele interessante und unglaublich nette Leute kennen gelernt. Der Sprengelkiez ist mir also richtig ans Herz gewachsen und ich hatte das Glück, seine bemerkenswerte Entwicklung mitzuerleben, die vor allem von den vielen engagierten Menschen ausging.

Rückblick

Vernissage bei WEDDING ART
Eine von unzähligen Vernissagen bei WEDDING ART, der Künstlergruppe aus dem Sprengelkiez. Foto: Siemen Dallmann

Ende 2003 trat ich im QM-Büro in der Burgsdorfstraße an, um die Webseite auf Vordermann zu bringen. Das QM-Team (zu der Zeit Martina Marko, Jürgen Becker und Michael Langer) war froh, dass nun jemand kontinuierlich die Infos aus dem Kiez sammeln und vernetzen konnte.

Spannende Dinge hatten sich schon in den ersten drei Jahren des QMs im Sprengelkiez entwickelt. Damals malten z.B. die Künstler von WEDDING ART noch gemeinsam im QM-Büro – heute sind sie selbständig und haben ihre eigene Galerie. Den Kiezboten gab es auch schon, er wurde noch von Herry Grünewald und Wolfgang Krüger für "Aktiv im Kiez" gemacht. Der stetige Ausbau des SprengelHauses zu einem lebendigen und bunten Stadtteilzentrum war ein Dauerbrenner.

SprengelCup 2006 im Sprengelpark
Zu Tausenden strömten die Fans auf das Gelände des heutigen Sprengelparks, um gemeinsam die WM-Spiele zu verfolgen.

Dokumentation des Kiezlebens

Der SprengelCup 2006 war ein einmaliges Erlebnis, dass ich in schönen Fotos festhalten konnte. Mit einem Riesenfest eröffneten wir 2007 den Sprengelpark, den Nachbarn gemeinsam geplant hatten.

Wir warben für mittlerweile fünf Quartiersratswahlen und erlebten so manch heiße Diskussion auf Versammlungen, Kiezkonferenzen und Quartiersratskongressen. Unzählige Feiern und Feste, Rundgänge mit Politikern, Gewerbe- und Kunstaktionen konnte ich für den Sprengelkiez dokumentieren.

Zusammen mit dem Kiezboten ist so ein reicher Fundus an Berichten, Fotos und Projektbeschreibungen entstanden.

2010 durfte ich dann die berlinweite Kampagne „Soziale Stadt retten“ gegen die Sparmaßnahmen der Bundesregierung organisieren.
Im Auftrag des Arbeitskreises der Berliner QM-Beauftragten gab es eine Kundgebung, eine Bundestagspetition, einen Blog, eine Webseite und eine riesige Welle der Unterstützung aus den Berliner Quartieren. Die Resonanz auch aus dem ganzen Bundesgebiet war überwältigend.

Zugriffsstatistik
Die Zugriffsstatistik für 2013 zeigt steigendes Interesse.

Erreichtes

Viele Vereine, Künstler und Initiativen melden sich, damit ich für ihre Angebote und Veranstaltungen werbe. Ein- bis zweihundert Besucher verzeichnet unsere Webseite täglich. Unser Online-Veranstaltungskalender ist mit den anderen QMs vernetzt und wird in ganz Berlin beachtet, also ein ganz wichtiges Medium. Über den Newsletter wird auch die Lokalpresse auf Events im Kiez aufmerksam und berichtet dann darüber.

Der Erfolg der Öffentlichkeitsarbeit für den Sprengelkiez lässt sich auch messen. Mit mehreren wöchentlichen Artikeln und Meldungen auf www.sparrplatz-quartier.de hatten wir oft die höchsten Zugriffszahlen aller Berliner QMs. Stolz sind wir auch auf die 540 Abonnenten unseres E-Mail-Newsletters, und mit einer Facebook-Seite erreichen wir seit drei Jahren zusätzliche Interessenten.

Ausblick

Mit neuen Verträgen für das QM werden ab 2014 auch Veränderungen für alle QMGebiete verbindlich, die gerade für die Öffentlichkeitsarbeit im Kiez einschneidend sind. So steht ab 2014 für Aktuelles auf www.sparrplatz-quartier.de nicht mal mehr ein Viertel der bisherigen Mittel zur Verfügung. Auch für die Stadtteilzeitungen sind strengere Auflagen vorgesehen, was die Zukunft des Kiezboten ungewiss macht. Begründet wird das u.a. mit Förderbestimmungen der EU, zwischen bewohnergetragenen Projekten und Leistungsverträgen mit konkreten Weisungen zu unterscheiden.

Bürgerbeteiligung: Die Gebietskonferenz 2010.
Bürgerbeteiligung ist das A und O.

Es ist zu wünschen, dass es dem QM gelingt, auch mit viel geringeren Mitteln und neuen Auflagen die Webseite www.sparrplatz-quartier.de aktuell und informativ zu halten. Und ob ich 2014 weiter aus dem Sprengelkiez berichte, ist ebenfalls ungewiss.

Denkbar ist, dass die Aktiven sich dann stärker selbst organisieren und vernetzen, dafür gibt es ja nicht nur im Internet Möglichkeiten. Und es ist zu hoffen, dass auch der Kiezbote die Menschen weiter informiert, denn als Informationsmedium ist er für die Menschen und die Vereine vor Ort mindestens genauso wichtig.

Ich bedanke mich bei Ihnen allen ganz herzlich für die bisherige gute Zusammenarbeit und wünsche ein gesundes neues Jahr.

Text und Fotos (wenn nicht anders angegeben): Anne Wispler
 
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