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Top Themen

  • Attraktive neue Kurse im SprengelHaus

    Gesundheit, Bildung, Spaß und Miteinander: Im SprengelHaus starten wieder viele interessante Kurse und Angebote. Vom Bauchtanz bis zum Kung Fu, von der Krabbelgruppe bis zum Improvisationstheater: Die neue Broschüre listet sie alle auf. [mehr]
  • Dreckecken im Sprengelkiez: Was tun gegen den Müll?

    "Ich zahle ja Steuern, deswegen soll der Staat meinen Müll wegmachen." So einfach ist es leider nicht. Schon länger wird beim Putzen, Bepflanzen und beim Ersatz von Spielgeräten gespart, weil die Bezirke kein Geld haben. Und am Nordufer sorgen ungeklärte Rechtsfragen dafür, dassder Müll nicht beseitigt werden kann. Doch es gibt Lösungen. [mehr]
  • Es sind noch Fördermittel da: Nutzen Sie den Quartiersfonds 1

    Mit diesem unkomplizierten Fördertopf werden wie immer kleinere Maßnahmen möglich, die aber durchaus eine große Wirkung haben können. Es können noch Projektideen eingereicht und gefördert werden. Jetzt bewerben! [mehr]
Mittwoch, 23.02.2011

150 Jahre Eingemeindung: Bezirksamt sucht Ideen und Aktionen

Geschichte im Sprengelkiez: Hier wurden früher Wasserflugzeuge gebaut. Das Foto von 1927 zeigt die Sprengelstraße.

Berlin-Mitte feiert mit einer Veranstaltungsreihe von Juni bis September 2011 den 150. Jahrestag der Eingemeindung der drei Ortsteile Moabit, Wedding und Gesundbrunnen in die Stadt Berlin. Schirmherrin ist die Bezirksstadträtin Dagmar Hänisch: „Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir im kleinen, aber feinen Rahmen dieses denkwürdige Ereignis für die Stadt Berlin mit unseren Bürgerinnen und Bürgern feiern. In unseren Ortsteilen steckt viel spannende Geschichte, aber vor allem auch viel Zukunft. Das wollen wir allen Berlinerinnen und Berlinern vermitteln.“

Folgende Höhepunkte stehen schon jetzt fest:

  • Am 4. und 5. Juni 2011 wird der Verein Historiale e.V. im Moabiter Fritz-Schloss-Park ein historisches Spektakel veranstalten.
  • Ende September wird eine Ausstellung im Museum Mitte in der Pankstraße eröffnet. Sie greift die um das Jahr 1861 beginnende und 40 Jahre dauernde kontroverse Diskussion zum Eingemeindungsprozess der Ortsteile Moabit, Wedding und Gesundbrunnen auf.

Viele Einrichtungen, auch die QM-Büros, werden sich mit Lesungen, Vorträgen, Stadtrundgängen und Konzerten beteiligen. Das vollständige Programm steht ab Mai 2011 über die Homepage des Bezirksamts Mitte zur Verfügung.

Und Sie können mitmachen: Ob Verein oder Kirchengemeinde, ob Schulprojekt oder Hobbyhistoriker – wenn Sie sich mit einer Veranstaltung, einem Kreativwettbewerb oder einer sonstigen Aktion beteiligen möchten, dann freut sich das Bezirksamt über Ihre Meldung bis zum 14. März 2011.

Weitere Infos und Anmeldung:

Andrea Stephan M.A.
Mail: andrea.m.stephan[at]gmx[.]de 

Hintergrund

Gemäß der „Allerhöchsten Cabinetts-Ordre“ vom 28. Januar 1860 wurden mit Wirkung vom 1. Januar 1861 die außerhalb des Berliner Stadtgebietes gelegenen Territorien Wedding, Gesundbrunnen und Moabit sowie Teile der Feldmarken von Charlottenburg, Schöneberg, Tempelhof und Rixdorf eingemeindet. Damit vergrößerte sich die Fläche der königlichen Haupt- und Residenzstadt von 35 auf 59 Quadratkilometer. Die Bevölkerungszahl erhöhte sich um 7% und Berlin hatte nun etwa 550.000 Einwohner.

Nur zehn Jahre später, im Jahr 1871, wurde Berlin Hauptstadt des zweiten deutschen Kaiserreichs, die sich fortan zum wichtigsten politischen, Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftszentrum Deutschlands entwickelte. In Moabit und Wedding siedelten sich in jener Zeit Unternehmen wie Bolle, Loewe und AEG an. Weitere wichtige Unternehmensstandorte wurden von Schering, Schwartzkopff und Rathenau gegründet. Die Ortsteile veränderten dadurch schnell ihr Gesicht. Sie wurden zu dicht bebauten Arbeits- und Wohngebieten, deren Bevölkerung fast ausschließlich aus Arbeiter/innen bestand.

Teile des kulturellen Erbes jener Jahrzehnte seit 1861 begegnen dem aufmerksamen Betrachter noch heute. Diese Zeitzeugnisse sichtbar zu machen und damit einen Teil Berliner Geschichte zu zeigen, ist Ziel der Veranstaltungsreihe, die sich im historischen Rahmen der Jahre 1861 bis 1914 bewegen und dabei stets die regionalen Ereignisse, Persönlichkeiten und Entwicklungen im Blick haben soll.

Das Programm der Veranstaltungsreihe greift dabei unterschiedliche Themen aus den Bereichen Geschichte, Kunst, Kultur, Industrie und Technik auf.

Weitere Ideen, die sich in den Rahmen der Veranstaltungsreihe einfügen, können gern erarbeitet und bei Eignung in den Veranstaltungskalender der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum aufgenommen und beworben werden. Einsendeschluss ist der 14.03.2011.

Anne Wispler /BA Mitte